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    <title>145bd03d</title>
    <link>https://www.denk-mensch.de</link>
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    <item>
      <title>Status Update</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/status-update-oder-hello-from-another-universe</link>
      <description>Oder: Hello from another universe</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier könnte eine Überschrift stehen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (wenn man genügend Kapazität hätte, um sich eine auszudenken)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich wollte ich mich schon vor langer Zeit wieder melden, und neue Blogartikel veröffentlichen. Eigentlich wollte ich das wirklich und eigentlich habe ich das auch schon gefühlte Trillionen Mal in Angriff genommen, aber dann doch nicht geschafft. Vielleicht stand mir der Perfektionismus im Weg, aber vielleicht auch einfach nur eine volle Windel oder ein hungriges Baby. Und ich saß tatsächlich auch schon dran und habe im Sommer mal ein Update geschrieben und es dann immer weiter geschrieben, aber es hat es bisher nicht auf diese Website geschafft. Mal sehen, ob das heute klappt. Wir machen das jetzt ganz simpel: Ich stelle euch das Update vom Juni rein, damit ihr lesen könnt, wie es mir ergangen ist. Einfach nur, weil ich keine Zeit habe, alles nochmal neu zusammenzufassen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Juni 2025
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Putzen oder kochen?”, frage ich meinen Mann, als wir gerade dabei sind, den restlichen Tag zu organisieren. “Was soll ich jetzt zuerst machen bzw. wie teilen wir uns auf?” 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Was würdest du denn jetzt gerne machen?”, fragt er zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Lieber putzen, dann ist das schon mal erledigt”, sage ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Nein, ich meine, was würdest du jetzt gerne tun wollen, wenn wir nicht putzen und kochen müssten? Wenn du dir etwas aussuchen könntest, das du jetzt gerne machen willst …”
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           “Achso …”, sage ich und fühle mich kurz überfragt. “Pff, keine Ahnung. Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht. Diese Frage hab ich mir schon lange nicht mehr gestellt. Was ich gerne machen würde, wenn ich könnte …”, antworte ich und bin selbst überrascht davon, und auch ein bisschen traurig über diese Erkenntnis. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er nimmt das Baby mit und ich habe eine Stunde frei, so hatten wir uns dann geeinigt. So here I am. Doing what I like oder was mir zuerst in den Sinn kam: endlich mal wieder bisschen was schreiben!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Es ist nicht so, dass mir in den letzten Monaten nichts mehr zu schreiben eingefallen wäre, im Gegenteil, Stoff gibt es mehr als genug und immer wieder spuken in meinem von Schlafmangel und Stilldemenz geplagten Gehirn tatsächlich Themen umher, über die ich so gerne mal etwas schreiben würde: zum Beispiel über Begrenzungen im Leben und wie ich damit umgehe; darüber, Bedürfnisse klar zu kommunizieren oder ein Rückblick über meine 20er. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich komme einfach nicht dazu, seit unser Baby geboren ist. Mein Leben hat sich ziemlich verändert, wie das ja auch nicht anders sein kann, wenn man Mama wird, und ich übe mich darin, zu akzeptieren, dass jetzt einfach nicht die Zeit ist, in der das anders sein sollte. Wie könnte es auch anders sein? Es ist schon heftig, wie sehr mein Mann und ich in den Monaten seit der Geburt unseres Sohnes im “Funktionieren”-Modus waren und oft noch sind, um irgendwie zu überleben. Das hört sich sicherlich dramatisch an, aber so war es oft auch. Unser Baby ist mit jeder Menge Energie in unser Leben gekommen und ist kein … sagen wir mal “Anfängerbaby”, wie es so schön heißt. Er war ein ziemliches Schreibaby und das ist an sich auch nicht schlimm – nur sehr anstrengend. Man kann sich das gar nicht vorstellen, bis man so etwas mal hautnah miterlebt … so ein Alltag mit Baby. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Inzwischen sind die Tage weniger geworden, in denen ich mich wie im Survival-Camp fühle. Ich habe mich daran gewöhnt, pausenlos fremdbestimmt zu sein, Tags und Nachts, und immer mit einem energisch schreienden, entsetzt brüllenden, oder bitterlich weinenden Baby zu rechnen, für das ich irgendwie hauptverantwortlich bin, aber auch von all den wunderschönen und lustigen Glücksmomenten überrascht zu werden – vom fröhlich glucksenden Baby, den leuchtenden Augen und dem strahlenden Lächeln. Vieles ist nach diesem halben Jahr besser geworden, das Schreien ist langsam weniger geworden und unser Baby geduldiger und auch etwas ausgeglichener :) Geblieben ist der ewige Schlafmangel und die dauernde Müdigkeit, die emotional herausfordernden Momente mit einem sehr willensstarken Baby, und natürlich das Chaos überall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Chaos
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu kommt, dass wir im Frühjahr umgezogen sind. Was soll ich dazu sagen, es war das absolute Chaos, mit einem Neugeborenen umzuziehen. Und durch die neue Wohnsituation und die neue Lebenssituation mit Baby fand ich mich nun in einem Chaos wieder, das sowohl mein Inneres als auch mein Äußeres betraf. Es gab keinen Ort mehr, an den ich mich zurückziehen und zur Ruhe kommen konnte, weder in mir drin noch in unserer neuen Wohnung, die noch nicht wirklich unser Zuhause für mich geworden war. Alles war neu und fremd. Das war wirklich sehr stressig und hat mich so erschöpft. Als ich mich im Sommer mit einer entfernten Verwandten, mit der ich mich sehr gut verstehe, und die wir nur einmal im Jahr sehen, weil sie so weit weg lebt, unterhielt, meinte sie, ich sehe so ausgelaugt aus. Dann erzählte ich vom letzten Jahr und als sie erfuhr, dass wir zusätzlich zum Baby auch noch umgezogen waren, erschrak sie schier und meinte: “Ach ihr seid auch noch umgezogen? Du hast ein Baby bekommen und ihr seid mit einem dreimonatigen Schreibaby umgezogen??? Dann wundert mich nichts mehr.” Und da sie berufsbedingt alle paar Jahre umziehen muss (und selbst auch Mutter ist), weiß sie wohl, wovon sie spricht. Sie sprach mir bzw. uns ihre Anerkennung aus und meinte, das sei nicht für jeden etwas gewesen, und so….. jedenfalls tat es mir echt gut zu hören, dass da jemand war, der mich in meiner Lage verstand und der nicht nur die offensichtlichen äußeren Umstände meines Lebens sah, sondern auch sah, was das für mich als Person, für mich als Mama, bedeutete, und jemand, der das auch mal aussprach. Sie meinte dann noch, sie habe eine Studie gelesen, laut der das stressigste Ereignis im Leben eines Menschen der Verlust eines geliebten Mitmenschen sei, und dass direkt danach auf Platz zwei der Umzug in ein neues Zuhause stünde. Boah, tat mir das gut zu hören! Wie mich das entlastete, anerkennen zu dürfen, dass es ganz schön hart und einfach echt viel war in den letzten Monaten. Und es war ja vor der Geburt unseres Sohnes schon so viel geballt auf einmal, aber ich gewöhne mich langsam daran, dass das Leben tendenziell nun mal eher viel als wenig und wahrscheinlich auch eher anstrengend als erholsam ist. Ich akzeptiere das so und dann geht es mir auch gut damit. So ist das einfach. Ein ganz normales, wildes Leben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einmal in der Woche habe ich jetzt für zwei Stunden freie Zeit. Mein Mann kümmert sich dann um unser Kind und ich kann machen, was ich will und hingehen, wohin ich will, solange ich nach ungefähr zwei Stunden wieder zurück bin. Das ist goldwert und ich bin sehr dankbar dafür. Diese Auszeiten habe ich auch schon gut genutzt für Besuche bei meinen Eltern und Großeltern, Spaziergänge, Verabredungen im Café, oder zum Schreiben. Und wie ich diese kleinen Auszeiten genieße! Es gibt kaum ein prickelnderes Gefühl für eine Mama, als allein im Auto zu sitzen und irgendwo hinzufahren, unterwegs mit dem kleinen Flitzer statt dem großen Family-Van und mit Handtasche statt Wickelrucksack und dabei so laut Musik hören zu können, wie man will! Das ist immer so ein bisschen Klassenfahrt-Feeling! (Wobei ich unseren Van/Bus total liebe und den kleinen Baby-Passagier natürlich noch mehr!!!) 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Und ich frage mich schon manchmal, wie ich da weitermachen kann, wo ich aufgehört habe. Aber vielleicht machen wir als Mütter gar nicht dort weiter, wo wir vor unseren Kindern waren, sondern vielleicht fangen wir komplett neu an. Als neue Person, an einem neuen inneren Ort, an den wir gespült wurden, und an dem wir uns erst neu finden und kennenlernen müssen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das merke ich, wenn eine Erinnerung aus der Zeit vor dem Baby aufkommt. Dann denke ich “Ach stimmt, früher hab ich das ja oft so gemacht” oder “Stimmt, daran habe ich früher ja mal gearbeitet” oder “Damit kannte ich mich gut aus”. Ein bisschen so, als ob ich vergessen habe, wer ich mal war. Und irgendwie fühlt es sich wirklich manchmal so an. Mein Gehirn kennt nur noch “Baby”. Und das muss bestimmt auch so sein. Nur manchmal kommt so ein Hauch Erinnerung von der Annalena Vor-Baby in mir auf, wie ein leichter, angenehmer Wind in mir, der mich erfrischt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 18 Dec 2025 14:24:03 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Mama</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/mama</link>
      <description>Was Mamasein bisher für mich bedeutet</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    
          Wie ist es für mich, Mama zu sein?
         &#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz egal, wie sein Leben weiter verläuft, ob er gesund ist oder krank werden wird, werde ich mit ihm fühlen. Wenn er sich freut, werde ich mich umso mehr mit ihm freuen, und wenn er traurig ist, werde ich mit ihm trauern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin seine Mama.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verluste, die er verkraften muss, werden auch mir das Herz brechen. Über seine Errungenschaften werde ich jubeln und seine Erfolge werden mich schier platzen lassen vor Stolz. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin seine Mama.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn er in Gefahr ist, werde ich ihn beschützen, und wenn er ungerecht behandelt wird, werde ich ihn verteidigen. Wenn er verletzt wird, werde ich toben. Wenn er Hilfe sucht, werde ich ihn beraten, und wenn er Angst hat, werde ich ihn anfeuern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin seine Mama.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Und das ist wunderschön. Und es ist nicht leicht.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ich bin nicht mehr für mich allein. Ich bin Mama. Und irgendwie fühlt sich das auch ganz schön unfrei an. Reinhard Mey hat das auch schon so gut formuliert in seinem Lied “Abends an deinem Bett”: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Ich gehör mir nicht mehr allein, nein, ganz frei werd ich nie mehr sein, ganz sorglos und ganz unbeschwert. Jede Entscheidung, jeden Schritt, jeden Gedanken lenkst du mit, solange wie ich denken werd.” Oder auch der Song “Das Größte” von Revolverheld beschreibt dieses Gefühl “Du bist in jedem Gedanken, jedes Gefühl bist irgendwie du”. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man kann sich nicht vorstellen, wie sich das anfühlt, bis es soweit ist: Nie mehr nur an sich denken zu können, weil unser Herz ja immer mit unserem Kind mitlebt. In Gedanken fiebert man immer mit seinem Kind mit, egal, wie alt es ist, da bin ich mir sicher. Und plötzlich verstehe ich all die Mütter in meinem Leben - meine eigene Mama, meine Oma - und ich kann ihre Aussagen nachfühlen, die ich früher nicht verstanden hab. Ihre ewige Fürsorge und sich Sorgen und die ganzen Ratschläge, die Nachfragen, ob man gut angekommen sei, und die Anrufe …. Das kam mir immer so übertrieben vor. Aber mit meinem eigenen Kind empfinde ich plötzlich genauso. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf Neudeutsch nennt sich das wohl “Mental Load”, aber es ist mehr als eine mentale Last, es ist eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Herzenslast
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , die wir als Mütter tragen. Der Mental Load beschreibt vielleicht die Care Aufgaben und die vielen kleinen Verantwortlichkeiten im Alltag, nicht aber die Herzenskapazität, die für unser Kind “drauf geht”. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Mama zu sein bedeutet, sich hinzugeben. Denn weil unsere Kinder unendlich kostbar sind, kosten sie uns etwas: Sie kosten unsere
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Hingabe
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Mama hat einmal etwas gesagt, das mich bewegt hat. Sie behauptete: “Was wir für unsere Kinder nicht tun, das tun wir für niemanden.” Und es ist wahr. Für unsere Kinder opfern wir unser letztes Hemd. Für unsere Kinder - und nur für sie - tun wir alles. Wie oft habe ich Menschen schon Sätze sagen gehört wie “Für die Kinder ist XY …”, “Für die Kinder tue ich XY …”, sei es viel Arbeiten und Geldverdienen, Geldansparen, ihre Ausbildung bezahlen, selber zurückstecken. Für ihre Kinder opfern sie sich auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie schön. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An Liebe mangelt es mir also nicht :)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und trotzdem tue ich mich noch schwer damit, mich an mein neues Leben zu gewöhnen. Am Schlimmsten ist der massive Schlafmangel, den wir immer noch haben, weil unser Sohn nachts immer noch oft aufwacht. Er ist nun ein Jahr alt und wenn man nach über einem Jahr immer noch alle anderthalb Stunden geweckt wird und sonst auch oft nachts mit einem schreienden, zahnenden Kind auf ist, dann geht es einem ... sagen wir mal, nicht mehr so prickelnd. Ich bin erstaunt darüber, wie gut mein Mann und ich das bisher weggesteckt haben, aber wir haben schon seeehr gelitten und inzwischen merke ich, wie mir/uns das alles nach so langer Zeit doch sehr an die Substanz geht. Deshalb sind wir momentan dabei, zu schauen, wie wir Unterstützung für uns organisieren können. Ein Familienleben muss schließlich für alle Beteiligten lebbar sein, nicht nur fürs Kind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach diesem ersten Jahr mit Kind kann ich sagen, dass vieles für uns ganz anders kam als gedacht und manches anders ist als erhofft. Zu sehr in die Details möchte ich dabei nicht gehen, weil ich das Bedürfnis hab, die Privatsphäre meiner Familie, vor allem auch die unseres Sohnes, zu schützen. Ich tue mich schwer damit, über ihn und wie er so ist, zu schreiben, weil er das eigentlich selbst erzählen sollte.  Gleichzeitig bin ich als seine Mutter natürlich ein Teil von dem Ganzen und kann und will ja auch berichten, wie es
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            mir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            mit ihm geht. Da die richtigen Grenzen und das richtige Maß zu finden, finde ich schwierig, deshalb teile ich bisher mal noch nicht so viel darüber.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt für uns wie für alle Eltern die schönen und die schweren Seiten des Elternseins und vielleicht schreibe ich ein anderes mal mehr darüber, wie es sich anfühlt, ein sehr bedürfnisstarkes, gefühlsstarkes, temperamentvolles, energisches Kind großzuziehen, während man sich chronisch erschöpft fühlt, und wie es mir damit geht, permanent fremdbestimmt zu sein, kaum mehr Selbstwirksamkeit zu erleben und mit der Unfreiheit als Mutter zu kämpfen, die in dieser Lebensphase dazu gehört, über die Sehnsucht nach etwas mehr Eigenständigkeit und die Überlegungen, wie ich mich als Mama ggü. der Berufstätigkeit positionieren will und kann und die Tausend Gedanken über diesen generationellen Konflikt zum Thema Fremdbetreuung, Gleichberechtigung, Arbeit und Care Arbeit und Erwerbsarbeit, Haushalt, eigene Rollenverständnisse und wie sie sich bei mir verändert haben oder nicht haben, und vielleicht schaffe ich es sogar, so darüber zu schreiben, dass all das nicht nach Selbstmitleid und Meckerei klingt, sondern nach schlichter Ehrlichkeit schmeckt. Ich schreibe dann auch über die herzerwärmenden Seiten des Alltags, wenn man das Privileg hat, einen sich prächtig entwickelnden, lustigen, schlauen, knuffigen und absolut liebenswürdigen Schelm in sein Leben zu begleiten - versprochen ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für heute ist hier allerdings Schluss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man muss die Dinge gut sein lassen können ... hab ich gelernt. Gut genug ist gut genug.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/WhatsApp+Image+2026-01-02+at+17.59.54.jpeg" length="50596" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 18 Dec 2025 14:23:10 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wer ist hier zuständig?</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/wer-ist-hier-eigentlich-zustaendig</link>
      <description>Wie ich Verantwortlichkeiten in meinem Leben verteile</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ich Verantwortlichkeiten in meinem Leben verteile
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Woche habe ich den Blogbeitrag von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://honigdusche.com/2024/10/29/gottvertrauen-wer-vertraut-hier-eigentlich-wem/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           honigdusche
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gelesen. Sie schreibt darüber, dass Gott ihr vertraut und wie sehr ihr dieser Gedanke und diese Zusage gut getan hat, weil wir das mit dem Gottvertrauen normalerweise immer umgekehrt verstehen: Wir sollen Gott vertrauen. Aber Gott vertraut eben auch uns und traut uns unser Leben zu. Den Gedanke fand ich sehr schön!! Und er hat mich daran erinnert, dass ich mir schon vor einem Jahr einmal überlegt habe, wie Verantwortlichkeit im Leben eigentlich verteilt ist. Damals habe ich irgendwo einen Impuls dazu gehört, dass Verantwortung/Verantwortlichkeit im Leben auch in eine Art Dreiheit aufgeteilt ist - zumindest für Menschen, in deren Weltbild Gott existiert. Da mir dieses Schema seither immer wieder hilft, teile ich das hier mal kurzerhand:
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Bei allem, was so im Alltag passiert, kann man sich immer fragen, wer gerade zuständig ist: Ist es Gott, sind es die anderen oder bin ich es?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jeder trägt seinen Teil.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt den Teil Gottes, den Teil der anderen und meinen Teil.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und so frage ich mich also immer wieder: Wer ist gerade zuständig? Wer ist hier verantwortlich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natürlich grenzen die Teile aneinander und überschneiden sich auch manchmal. Aber trotzdem finde ich die Überlegung hilfreich:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer ist jetzt zuständig?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Mir hilft das, mich abzugrenzen. Und sich abgrenzen zu können, finde ich so wichtig. Denn tatsächlich sind wir für manche Dinge gar nicht zuständig. Vieles, was an uns herangetragen wird, ist eigentlich nicht unsere Baustelle. Die Leute müssen sich selbst darum kümmern und nicht selten entstehen folgenreiche Ungleichgewichte, wenn wir versuchen, Dinge zu tragen oder zu lösen, die eigentlich nicht unsere sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir hilft das auch, mich zu entspannen, wo es um Dinge geht, die wirklich Gottes Angelegenheiten sind und die über mein Vermögen weit hinausgehen. Hier kann ich dann einfach sagen: Ich lehne mich zurück, denn Gott kümmert sich darum. Das ist sein Thema, er macht das schon. Und er freut sich bestimmt, wenn ich gewisse Dinge getrost ihm überlasse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mir hilft das Ganze aber vor allem, wenn es um die Dinge geht, für die tatsächlich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ich selbst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zuständig bin - die Dinge und Themen, die in meinen Zuständigkeitsbereich fallen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Besonders in den letzten Jahren ist dieser Bereich - mein Teil - für mich mehr und mehr in den Fokus gerückt. Zuvor habe ich viel Fokus auf Gott und den anderen gehabt, aber wenig auf mich selbst. Ich habe mir selbst nicht so viel zugetraut wie den anderen beiden Teilen. Das hat sich geändert und macht mich sehr froh. Mithilfe von anderen Menschen, die ich in mein Leben habe sprechen lassen, und meinem eigenen Mut konnte ich neu lernen, viel mehr als je zuvor für mich selbst und meine eigenen Angelegenheiten einzustehen. Mich für mich selbst einzusetzen, so wie wir das oft wunderbar für andere hinkriegen, und mir selbst mehr zu vertrauen und zuzutrauen. Alles, was mit mir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            selbst
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu tun hat, ist in den letzten Monaten und Jahren, die in vielerlei Hinsicht ziemlich schwer für mich waren, für mich wichtiger geworden. Und dabei hat sich auch mein Glaubensleben verändert, genau, wie Sarah (@honigdusche) das auch beschreibt. Es kommt mir so vor, als hätte Gott sich nun in den letzten Monaten mehr zurückgezogen und tatsächlich fühle ich mich seit vielen Monaten irgendwie weiter entfernt von ihm, aber das fühlt sich okay an. Ich habe überlegt, woran das liegen könnte, hatte ich doch in den Jahren davor, auch in der schweren Zeit, noch sehr lange sehr intensiven und ganz nahen Kontakt zu Gott gehabt und viel von ihm gezeigt bekommen. Ich denke, dass Gott sich absichtlich zurückgezogen hat, um mehr Platz zu machen für mich. Das musste wahrscheinlich so sein. Mit Gott und uns Menschen ist es ja immerhin so ähnlich wie mit Eltern und Kindern: Eltern wollen auch, dass ihre Kinder eines Tages selbständig sind und ihr eigenes Leben führen und nicht wegen jeder Mini-Entscheidung noch zu den Eltern rennen. Wie seltsam wäre es, wenn wir als längst Erwachsenen unsere Eltern immer noch bei jeder Kleinigkeit um ihre Meinung fragen würden, etwa: "Meinst du, ich kann heute Abend ins Kino gehen? Wann soll ich morgen aufstehen? Soll ich mir die Hose kaufen oder findest du die zu teuer? Muss ich mir vor dem Mittagessen wirklich die Hände waschen?" Das sind doch alles Fragen, die wir irgendwann ganz selbständig beantworten müssen. Ich denke, Gott geht es sehr ähnlich mit uns. Natürlich können wir uns mit ihm abstimmen bei größeren Themen und er freut sich absolut, wenn wir nach ihm fragen. Aber das bedeutet doch nicht, dass wir selbst zu nichts in der Lage sind. Manche Leute verwechseln das glaube ich und wälzen viel zu viele Verantwortlichkeiten, die eigentlich ihre eigenen wären, auf Gott oder andere Menschen ab, anstatt sich selbst darum zu kümmern. Eigentlich kann man sagen, sie missbrauchen Gott. Denn dafür ist er nicht da. Und dafür sind auch wir selbst als eigene Personen viel zu bedeutsam, klug und begabt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir können etwas!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott hat uns doch nicht als Nichtsnutze geschaffen. Und wir haben auch nicht umsonst einen Verstand und vielfältige Begabungen und Möglichkeiten. Nutzen wir sie und setzen wir sie doch dort ein, wo es uns gefällt und wir es für richtig halten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gott traut uns das zu!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er wünscht sich für uns, dass wir unsere eigenen Entscheidungen treffen und die Konsequenzen daraus mit einer Mischung aus Mut, Hoffnung, Respekt, Demut und Vertrauen in Kauf nehmen! Wir sind doch selbst jemand! Das habe ich in den letzten Jahren gelernt ...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Martin Schleske hat das in seinem  Buch "WerkZeuge: In Resonanz mit Gott" auch so toll formuliert: Gott hat uns als Gegenüber gemacht, nicht als Wesen, über die er sich erheben kann. Er möchte mit uns kooperieren. Kooperieren kann man aber nur mit einer Partei, die sich selbst gegenüber mit einer angemessen Portion Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeitserwartungen eingestellt ist. Wir tun stattdessen manchmal so, als wären wir dreijährige Kindergartenkinder und wundern uns dann darüber, wenn wir auch so behandelt werden. Das muss doch auch für Gott (und für andere Menschen) total ätzend sein. Und noch weiter: Viele Leute ärgern sich dann darüber, dass Gott nicht XY tut und nicht eingreift und ihnen nicht dies und jenes abnimmt, aber Gott wird sich nicht (oder nur begrenzt) über uns hinwegsetzen! Und warum? Weil er uns zutiefst respektiert und duldet, was wir entscheiden. Er liebt uns eben. Und wenn wir uns dazu entscheiden, als Opfer in einer Lebenssituation hocken zu bleiben, dann respektiert er auch das. Er muss es. Er kann uns nicht zwingen. Und er will es auch nicht. Um die Dinge, für die wir also selbst zuständig sind, müssen wir uns auch selbst kümmern. Das müssen wir
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nicht allein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , es gibt meist Hilfsangebote, aber wir müssen es
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            selbst
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           tun. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott traut uns das zu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hat auch mit Würde zu tun. Wir sind würdig, um uns selbst um gewisse Dinge kümmern zu können und zu dürfen, so muss man das auch mal sehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch vor etwa einem Jahr habe ich erkannt, wie viel (Entscheidungs-)Freiheit mir Gott/das Leben (oder wie auch immer ihr es nennen wollt) tatsächlich lässt. Und dann hatte ich einen schönen Gedanken, der mich ebenfalls seither immer wieder begleitet:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn Gott mir so viel Freiheit lässt, vielleicht sollte ich ihm dann auch mehr Freiheit lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vielleicht sollte ich ihm die Freiheit lassen, die ihm zusteht, anstatt ständig zu meinen, besser zu wissen, wie das Leben und die Dinge zu laufen haben. Und genau da stehen Gott und ich seither und wir stehen hier sehr gut: Wir lassen uns Luft zum Atmen. Wir sind nicht getrennt voneinander. Wir sind in Verbindung. Aber wir lassen uns einfach mehr Platz. Ganz ohne Zwang. Ohne Kontrolle. Und das ist schön.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Wer ist hier zuständig?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist also eine Frage, die ich mir im Alltag immer wieder stelle und sie bringt so viel Freiheit mit sich. Genau wie Gott traue ich mir zu, diese Frage zu stellen und sie auch zu beantworten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Du machst das schon"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , höre ich ihn sagen ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht kann ja auch für dich diese Frage immer wieder hilfreich sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: My / Rodolpho Zanardo
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/pexels-photo-1259327.jpeg" length="279547" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 01 Nov 2024 17:57:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/wer-ist-hier-eigentlich-zustaendig</guid>
      <g-custom:tags type="string">Verantwortung,Zuständigkeit,zuständig</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Abschiede und Neuanfänge</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/abschiede-und-neuanfaenge</link>
      <description>Über Abschiede im Leben und was sie für mich bedeuten</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschied und Neuanfang
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über Abschiede im Leben und was sie für mich bedeuten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschied
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den letzten Jahren habe ich viele Abschiede erlebt, immer wieder, und gerade diesen Sommer haben sie sich in meinem Leben wieder sehr gehäuft:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da waren offensichtliche Abschiede wie der Abschluss meines Masterstudiums, das damit verbundene Ende meines HiWi-Jobs, sowie das Ende meiner Psychotherapie. Dann gab es aber auch subtilere Abschiede: Ich bin schwanger und bin im Sommer 30 geworden. Das bedeutete also ein Abschied von meinem kinderlosen Dasein, vom „verantwortungslosen“ In-den-Tag-Hineinleben, vom Nur-an-sich-Denken-Können und vom Leben in Zweisamkeit als Paar. Es bedeutetet auch ein Abschied von meinen 20ern und damit irgendwie auch ein endgültiger Abschied von meiner Jugend, zumindest fühlt es sich für mich so an. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das waren ganz schön viele Abschiede auf einmal … 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer wieder habe ich die Erfahrung gemacht, dass Abschiednehmen schmerzhaft sein kann und es oft auch ist – sehr sogar. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Abschied normalerweise wirklich Abschied heißt. Oft trösten wir uns zwar, indem wir uns einreden, wir könnten in Kontakt bleiben, uns besuchen und immer wieder zurückkehren, doch meiner Erfahrung nach ist das selten der Fall, und manchmal ist es sogar unmöglich. Meistens bedeutet ein Abschied wirklich, Abschied zu nehmen – ohne die Garantie auf ein Wiedersehen. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Seit ich das akzeptiert habe, geht es mir etwas besser damit. Abschiede dürfen schwer sein und wehtun. Für mich ist es so, als würde die Trauer darüber immer mehr ihre Daseinsberechtigung erlangen. Und wenn sie da sein darf, ist sie auch da. Das tut weh und kann sich fast unerträglich schlimm anfühlen. Doch dann zieht sie sich irgendwann wieder leise zurück, auch wenn sie zwischendurch immer wieder kurz wimmert. Seit ich nicht mehr dagegen ankämpfe, lebt zugegebenermaßen nicht nur der Abschiedsschmerz mehr in mir, sondern auch sowas wie Hoffnung. Und zwar so eine Hoffnung darauf, dass alles einen Wert hat, dass etwas von dem, was da war, bestehen bleibt, wenigstens eine Kleinigkeit, ein Gedanke, eine lustige Erinnerung, ein gemeinsamer Schmerz, ein guter Impuls, eine nette Umarmung. Die Hoffnung darauf, dass vieles davon eines Tages möglicherweise wirklich wiederhergestellt wird. Und nicht zuletzt die Hoffnung darauf, gut mit dem Abschiedsschmerz umgehen zu können und nicht daran festzuklammern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuanfang
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschiede sind üblicherweise also eher schwer. Doch, was auf einen Abschied folgt, ist in der Regel ein Neuanfang. Neuanfang. Das Wort muss man erst mal sacken lassen. Was bedeutet das und wie geht das? Und will ich das überhaupt? Oft wollen wir ja erst mal am Alten festhalten. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eigentlich ist jeder Neuanfang verrückt. Denn wir lassen uns auf ihn ein in dem Vertrauen, dass es danach weitergeht, obwohl wir das gar nicht wirklich wissen. Und das Alte ist dann schon losgelassen. Zurück ist also oft keine Option mehr. Und selbst wenn man zurückkäme, dann würde man ein anderes „Altes“ vorfinden. Und die Zwischenzeit zwischen dem Alten und dem Neuen finde ich oft herausfordernd oder zumindest ein wenig unheimlich: Das Alte ist schon weg, doch das Neue ist noch nicht da …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ende ist erst der Anfang
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Meine frühere Religionslehrerin sagte einmal etwas dazu, das ich bis heute sehr spannend finde: In der Bibel sei häufig im Zusammenhang mit einem Abschied zuerst vom Ende und dann vom Anfang die Rede. Also genau andersherum, als wie man es kennt: Wir würden chronologisch zuerst vom Beginn einer Sache und dann von ihrem Ende sprechen. Doch die Bibel spricht häufig zuerst vom Ende, dann vom Anfang.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also nicht Anfang und Ende, sondern Ende und Anfang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So steht es zum Beispiel in Psalm 121, 8: „Gott segne deinen Ausgang und Eingang“. Und auch schon im Schöpfungsbericht ganz am Anfang der Bibel werden die einzelnen Tage, die Gott schafft, mit dem Morgen beendet. Da heißt es: „Da ward aus Abend und Morgen der erste/zweite/dritte/… Tag“ (1. Mose 1). Und bis heute funktioniert die jüdische Tageszeitenrechnung nach diesem Prinzip. Der Abend bedeutet hier den Beginn des neuen Tages. Der Tag geht also nicht etwa von Morgen bis Abend, oder von einem Morgen zum nächsten Morgen, sondern von einem Abend zum nächsten Abend. Deshalb feiern die Juden auch den Sabbat entsprechend von Freitagabend bis Samstagabend.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Pfarrerin meinte damals, dieses Prinzip deute symbolisch auf eine Art
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unendlichkeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hin, die Ewigkeit, nämlich in dem Sinn, dass dort, wo wir ein Ende sehen, es immer noch weitergeht. Ich finde das richtig schön! Denn das bedeutet eben, dass ein Abschied nie das wahre Ende ist und nicht das letzte Wort hat, sondern dass es danach immer einen Neuanfang gibt – einen Eingang nach jedem Ausgang, und einen Morgen nach dem Abend. Apropos Abend: Was kommt denn eigentlich zwischen Abend und Morgen? Richtig, die Nacht! Möglicherweise ist die „Nacht“ also so etwas wie die Übergangsphase, die Zwischenzeit, von der ich eben geschrieben habe, die zwischen dem Alten und dem Neuen steht und uns vorübergehend und mit einem mulmigen Gefühl im Dunkeln stehen lassen kann. Die Hoffnung und Überzeugung ist aber trotzdem, dass nach jeder Nacht mit Sicherheit ein neuer Morgen kommt!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Man könnte diese Symbolik jetzt noch auf viele andere Lebensbereiche ausweiten. Sie könnte auch ein Symbol für neue Chancen sein, die uns gegeben werden, für Versöhnung, Frieden, und einen gnädigen Blick aufs Leben. Es ist eben nichts einfach aus und vorbei, Anfang und Ende – zack, und das war’s dann – sondern danach kommt immer noch etwas. Das Leben schenkt uns immer wieder neue Chancen durch neue Anfänge.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über den Abschied hinaus blicken
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für dieses Leben gilt wohl:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschied heißt Abschied. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch in Wahrheit ist das Ende eine Illusion.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein wirkliches Ende gibt es nicht. Und deshalb fällt uns Abschiednehmen auch so schwer. Weil wir eigentlich wissen, dass es das nicht geben sollte. Weil wir uns danach sehnen, dass alles ewig fortbesteht, und nicht endet. Weil wir spüren, dass wir nicht fürs Zeitliche gemacht sind, sondern fürs Ewige.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch wenn es uns unglaublich schwerfallen kann, Abschied nehmen zu müssen: Ich schätze meine Abschiedsschmerzen inzwischen, und ehre sie irgendwie auch, denn sie zeigen mir, was mir viel bedeutet (hat) und was einen besonderen Platz in meinem Herzen hat. Und das ist kostbar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn es sich manchmal so anfühlt: Wir sind immerhin nicht allein mit unseren Abschiedsschmerzen – jeder Mensch kennt sie. Ich wünsche uns, dass wir die Abschiede in unserem Leben „gut“ überstehen, denn leicht sind sie nicht, und dass wir uns dabei von ganz hoffnungs- und verheißungsvollen Gedanken inspirieren lassen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Psalm 121,8
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? Durch die Wüste will ich eine Straße bauen, Flüsse sollen in der öden Gegend fließen.“ 
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Jesaja 43,19
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Was vergangen ist, ist vergangen. Und du weißt nicht, was dir die Zukunft bringt. Aber das Hier und Jetzt – das gehört dir.“ 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Antoine de Saint-Exupéry
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: My / Pixabay
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 29 Oct 2024 16:13:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/abschiede-und-neuanfaenge</guid>
      <g-custom:tags type="string">Hoffnung,Abschied,Neuanfang,Neuanfänge,Leben,Theo,Anfang,Ende,Goodbye,Abschiede</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Zu glauben heißt zu leben</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/zu-glauben-heisst-zu-leben</link>
      <description>Über den Glauben als Essenz des Lebens</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu glauben heißt zu leben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über den Glauben als Essenz des Lebens
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem Glauben ist es eigentlich wie mit dem Leben. Man kann gar nichts falsch machen, man muss einfach nur präsent sein und dabei Schritt für Schritt seinen Weg weitergehen, auch und gerade dann, wenn es schwer wird. Und genau das ist der Punkt – wir neigen dazu, stehen oder gar stecken zu bleiben, wenn Leid in unser Leben kommt, und beim Glauben lässt sich oft dasselbe Phänomen beobachten. Ja, ich glaube, oft haut es uns Menschen dann aus dem Glauben raus, wenn Leid (in welcher Form auch immer) in unser Leben kommt: Wenn Dinge passieren, die wir so nicht haben kommen sehen. Wenn unsere Pläne nicht aufgehen. Wenn wir Verluste erleben. Wenn wir verlassen werden. Wenn Zweifel uns plagen. Wenn wir Gott nicht mehr mit unserem Intellekt auf die Kette kriegen. Wenn wir nicht mehr dazuzugehören scheinen. Wenn Krankheit oder Tod da sind. Wenn unser Leben so läuft, wie wir es uns nie vorgestellt haben, weil wir uns etwas anderes gewünscht hatten …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was auch immer es ist: Ich glaube, es sind solche Dinge, die uns unseren Glauben wegnehmen wollen. Und vielleicht lassen wir es viel zu leicht geschehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich glaube – und ich formuliere das bewusst so naiv und frech – dass wir Menschen eigentlich gar nicht wirklich ungläubig sein können. Nicht gläubig zu sein würde ja bedeuten, nicht zu leben, denn zum Leben gehört ein intrinsisches Hoffen auf das Gute, ein Streben nach dem Besseren, und Vertrauen in Nicht-Sichtbares (denn anderswo als beim Nicht-Sichtbaren wäre Vertrauen sowieso überflüssig) dazu. Wir alle tun es, weil wir das brauchen und auch weil wir es insgeheim wollen. Nicht zu glauben würde demnach bedeuten, seine ganzen Anstrengungen dafür einzusetzen, sich diese Hoffnung, dieses Streben, diese Sehnsucht mit allen Mitteln zu verbieten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu glauben heißt schlicht zu leben, und zwar mit der Hoffnung darauf, dass nichts verloren geht, sondern dass alle unsere Verluste eines Tages vollkommen wiederhergestellt werden, und mit dem Vertrauen darauf, dass das Ende erst der Anfang ist von etwas, das für immer bestehen bleibt: die Liebe, aus der wir geboren sind und in die hinein wir münden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Machen wir uns nichts vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man kann beim Glauben also nichts falsch machen. Man muss nur präsent sein und mit dem, was da ist, vertrauensvoll weitergehen. Natürlich ist mir klar, dass das alles tausendmal leichter gesagt als getan ist, doch zu sagen „Das ist aber schwer“ ist lediglich eine Ausrede. Und zwar keine Ausrede für den bloßen Glauben, sondern viel mehr eine Ausrede fürs ganze Leben. Denn schwer bedeutet nicht dasselbe wie schlecht. Sicherlich ist ein schweres oder gar schlimmes Leben immer noch ein wertvolles, heiliges Leben. Und deshalb sind unsere schlimmen Momente trotzdem keine schlechten. Vielleicht kann ein schweres, schlimmes Leben auch Gutes hervorbringen. Vielleicht kann schlimm auch gut sein, und Leid kostbar. Dann wäre ein leidvolles Leben ein liebenswürdiges und ein schlimmer Moment ein wertvoller.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Leben ist heilig! Kostbar! Unendlich wertgeschätzt! Alles ist bedeutungsvoll! Nichts ist umsonst! Und das alles gilt unabhängig davon, ob wir gerade leiden oder ob es uns richtig gut geht und ob wir offiziell glauben oder nur inoffiziell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem Glauben ist es wie mit dem Leben. Man kann gar nichts falsch machen, und man kann glücklicherweise auch nichts richtig machen. Man muss einfach nur präsent sein – und mutig!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Haben wir Mut zum Leben. Dann ist auch der Glaube nur noch einen Millimeter entfernt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Liebe bleibt bestehen, was auch geschieht.“ 1. Korinther 13,7
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Ben Mack (Pexels)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 23 Feb 2024 20:35:52 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Weihnachts-Recap</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/weihnachts-recap</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Weihnachtsgeschichte in der göttlichen vs. menschlichen Version
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also ich finde die Weihnachtsgeschichte ja total absurd. Und gerade deshalb glaube ich sie. Viele Leute tun sich ja schwer mit der biblischen Weihnachtsgeschichte, doch, sind wir mal ehrlich: Wer würde sich so eine Geschichte bitteschön ausdenken? Dass eine Jungfrau ein Baby bekommt und es dann auch noch zwischen Tür und Angel zur Welt bringt und das der Messias sein soll? Wie bitte? Das klingt in meinen menschlichen Ohren wie das reinste Märchen! Da hat sich ja jemand eine tolle Geschichte ausgedacht – vielleicht wirklich in der Hoffnung, ein Großteil der Menschheit würde Hunderte und Tausende von Jahren später gemütlich in der weihnachtlich dekorierten Wohnung mit Lichterkette sitzen, um sich bei Keksen und Glühwein eine kuschelige Geschichte vorzulesen. Doch, Moment mal … Erstens ist die Weihnachtsgeschichte gar nicht so kuschelig, also eigentlich wirklich überhaupt nicht (!), und zweitens würde sich ja wohl niemand SO eine Geschichte ausdenken, zumindest niemand, der seine Glaubwürdigkeit erhöhen will. Hier kommen ein paar Punkte, die mir an der Weihnachtsgeschichte neu aufgefallen sind, und die mich gerade aufgrund ihrer Abartigkeit ziemlich faszinieren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Maria: Maria war kurz gesagt eine ziemlich unbedeutende, junge Frau, die noch nicht einmal volljährig war. Eine Gläubige, ja, sehr sogar, aber das war’s dann auch. In einem offiziellen Bewerbungsverfahren hätte sie wohl keine besonders guten Chancen gehabt, sich durchzusetzen als leibliche Mutter von Gott selbst. Außerdem war sie, wie wir ja alle wissen, nicht verheiratet. Autsch. Spätestens hier wäre sie ausgeschieden: Kein Foto für Maria von Heidi Klum, kein Recall bei DSDS, kein Buzzer bei The Voice und keine Rose vom Bachelor, oder wie auch immer das heutzutage ablaufen würde …
              &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          
             Doch Gott entscheidet sich trotzdem für Maria. Und zwar ziemlich dramatisch, nämlich mit der Ankündigung einer Schwangerschaft. Und das in einer Zeit, in der man als Frau für unehelichen Sex gesteinigt wurde. Das Ganze war also nicht nur äußert untraditionell, sondern auch echt gefährlich! Und Maria so: „Okay, ich mach’s.“ Krass! Den Mut hätte ich mal gern!
             &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          
             Fakt ist also:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott kommt gerade durch die ungeplante Schwangerschaft einer Unverheirateten in diese Welt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Von allen Wegen, die er hätte wählen können, wählt er ausgerechnet diesen. Na, wenn das nicht ein Statement ist! Und ein ganz schöner Affront und minimaler Wink mit dem Zaunpfahl gegenüber den Religiösen – damals wie heute – aber wirklich nur minimal.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Volkszählung: Na, erinnert ihr euch noch an den Zensus 2022? Tja, manche Dinge ändern sich wohl nie. Maria und Josef müssen kurz vor dem Geburtstermin nach Bethlehem reisen, um sich dort manuell in Josefs Heimatstadt als Einwohner des Landes registrieren zu lassen. In einer Zeit, in der es keine Autos, Züge, Flugzeuge oder andere komfortable Fortbewegungsmittel gab. Ein Esel musste reichen. Die Armen. Einer Hochschwangeren eine so beschwerliche Reise auf den letzten Metern ihrer Schwangerschaft aufs Auge zu drücken … hm vielleicht auch nicht der schönste Teil, den man sich für die Geschichte eines Königs ausgedacht hätte, oder?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Jesus: Das Jesus-Baby kommt im Futtertrog zur Welt, weil es sonst keinen Platz gibt. Heißt das wirklich, Gott kommt so natürlich zu uns wie nur irgendwie möglich und wir haben keinen Platz für ihn? Ja! Wie traurig … Gott kommt zu uns, doch wir wollen ihn nicht. Ja … so viel zu diesem Teil der Geschichte. Menschen hätten sich diesen Teil definitiv anders ausgedacht.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hirten: Die Hirten erfahren zuallererst von Jesus Geburt! What?!? Solche ungebildeten, unbedeutenden Schmutzfinken wie Schafhirten bekommen zuerst die frohe Botschaft von Gott übermittelt, noch dazu mit Sonderauftritt der himmlischen Heere aka Engelsgesang, Blasorchester und Pipapo? Nicht wirklich, oder? Doch!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sterndeuter: Über sie wissen wir nicht viel, aber entweder waren das so seltsame Sternleute, die man heutzutage vielleicht sogar als windige esoterische Typen einstufen würde, oder es waren Wissenschaftler, die sich ganz demütig vor dem neuen König verbeugten. Ersteres fände ich komisch, letzteres spannend, weil viele Wissenschaftler zwar heutzutage nicht mehr als erstes mit einem Gottesglauben in Verbindung gebracht werden (Warum eigentlich nicht oder: Selbst schuld?!?!), früher jedoch eine viel größere Nähe zwischen Wissenschaft und Gottesfürchtigkeit bestand (die meisten frühen Wissenschaftler waren gläubig und nicht wenige altehrwürdige Universitätsgebäude zeigen Schriftzüge wie „Soli Deo Gloria“ o.ä.).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verfolgung durch Herodes: Maria und Josef müssen mit Jesus kurze Zeit nach der Geburt nach Ägypten fliehen, weil König Herodes es auf das Jesus-Baby abgesehen hatte und es ermorden lassen wollte. Nicht gerade ein kuscheliger Abschluss für eine nette Geschichte …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn die Weihnachtsgeschichte hingegen von Menschen ausgedacht worden wäre, dann würde sie doch ganz anders verlaufen. Denn
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nach menschlichem Ermessen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hätte das alles anders aussehen müssen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wenn der Messias schon als Baby auf die Welt kommen muss, (was in der menschlichen Version der Geschichte nicht so vorgesehen war, denn da wäre der Messias als erwachsener König gekommen und hätte die Juden endlich von der römischen Tyrannei befreit), dann wäre zumindest mal statt Maria und Josef natürlich eine sehr anerkannte Theologenfamilie als Eltern für Jesus ausgewählt worden, klar. Ich stelle mir da einen hoch anerkannten Hohepriester vor, der seit 15 Jahren glücklich verheiratet ist, mit seiner Frau bereits mindestens 5 Kinder hat und schon eine erfolgreiche Karriere und entsprechend viel gesellschaftliche Anerkennung vorzuweisen hat. Seine Frau wäre eine erfahrene Mutter. Das Paar bekommt aufgrund ihrer Treue in der Gemeinde und ihrem Gehorsam gegenüber Gott nun also noch das Jesus-Baby als Extra-Bonus dazu. So wäre Jesus in eine optimale Bilderbuchfamilie hineingeboren worden, mit materiellem Wohlstand und allem drum und dran.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Volkszählung hätte bereits im Jahr zuvor stattgefunden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Jesus-Baby kommt in einem Palast zur Welt, wie es sich für einen König gehört!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nicht etwa irgendwelche Hirten, sondern die wichtigsten Leute der Stadt und der Region erfahren zuerst von der Geburt Jesu: Also Leute wie Staatsleute, Geistliche oder Adlige.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Sterndeuter können wir lassen. Irgendwas Mystisches braucht jede gute Geschichte (Wie komme ich nur darauf?)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jesus wäre nie im Leben von irgendjemandem verfolgt worden. Alle hätten sich gefreut und dem Jesus-Baby ewige Treue zugesagt … Friede, Freude, Eierkuchen eben (In Wahrheit hätte es natürlich Neider und Zweifler gegeben, wie könnte es in der Welt auch anders sein, doch diesen Teil hätte man aus der Geschichte herausgelassen, indem man sie vorher beendet hätte. Wer will schon solche Bad News? Wir machen lieber auf Nachrichtenvermeidung und schön achtsam ein- und ausatmen – aber no offense, spreche natürlich aus eigener Erfahrung)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tja, was lernen wir daraus? Gott ist eben anders als wir und anders als alles andere. Gott halt &amp;#55357;&amp;#56842; Er lässt sich nicht in Regeln pressen, nicht verwalten oder überblicken und ist oft so anders als das, was wir erwarten würden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weihnachten bedeutet: Gott ist dort, wo wir ihn nicht sehen wollen oder von wo wir ihn schon längst verbannt haben:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den Bereichen des Lebens, die nicht nach Plan laufen, wie Marias Schwangerschaft. In gefährlichen Situationen wie bei Maria und Josef als unverheiratete werdende Eltern. In unseren schwierigen Umständen wie der beschwerlichen Reise von Maria und Josef aufgrund der Volkszählung. Draußen auf den kalten Feldern und dunklen Nächten unseres Lebens wie bei den Hirten. In Armut und Enge wie bei den einfachen Leuten am Futtertrog in ihrem kleinen Haus/Stall. Und auch bei den Gebildeten, wie den Sterndeutern, ob sie es wahrhaben wollen oder nicht. Gott kommt überall da hin, wo seine Menschen sind, ob es ihnen passt oder nicht. Weil er Gott ist und immer noch selbst über den Lauf der Dinge entscheidet und darüber, wie er die Herzen seiner Menschen erobert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für mich machen gerade all diese Abartigkeiten und Unglaublichkeiten die Weihnachtsgeschichte so glaubwürdig. Was meinst du?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Lukas 18,27
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Mache dich auf und werde Licht. Denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir." Jesaja 60,1
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Photo: Pexels / Toni Cruenca
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 06 Jan 2024 13:26:25 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aller guten Dinge sind drei</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/aller-guten-dinge-sind-drei</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aller guten Dinge sind drei
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer wieder fallen mir Dreiheiten, sogenannte Trias, auf. Darunter versteht man drei Elemente, die auf irgendeine Art und Weise zusammengehören. Unterschiedliche Wissenschafts- und Lebensbereiche kennen solche Triaden. Als gläubiger Mensch erinnern sie mich in erster Linie immer an die Dreieinigkeit Gottes. Dabei finde ich es schon spannend, dass wir offensichtlich auch viele andere Bereiche im Leben „dreiteilen“. Der Volksmund weiß längst, dass aller guten Dinge drei sind, wobei nicht ganz klar ist, woher diese Redewendung stammt – aber trotzdem. Ich sammle hier mal ein paar interessante Trias:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da gibt es die philosophische Trias des Wahren, des Schönen und des Guten. Hierbei gibt es Diskussionen darüber, ob es diese einzeln denn überhaupt gibt bzw. wie sie sich definieren und wenn ja, ob zwischen diesen drei denn wirklich ein Zusammenhang besteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt die soziologische Trias um Race, Class und Gender, die Diskriminierungskategorien verhandelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Psychologie kennt die tragische Trias vom Leid, Schuld und Tod, die jeden Menschen früher oder später betrifft.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Chemie gibt es eine Art molekularer Trias der drei klassischen Aggregatzustände fest, flüssig und gasförmig, wie beim Wassermolekül H2O.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und in der christlichen Theologie gibt es auch ein paar Triaden. Zum Beispiel die um Glaube, Hoffnung, Liebe. Oder die Trias der klassischen Grundfunktionen der Kirche: Martyria (Verkündigung), Leiturgia (Gottesdienst) und Diakonia (Dienst am Nächsten). Und dann gibt es natürlich die göttliche Trias um Gottvater, Sohn und Geist; die göttliche Dreieinigkeit, die gewissermaßen als ultimative Trias verstanden werden kann, von der alles stammt und auf die alles hindeutet. Mit am schönsten finde ich daneben eine weitere „Liebes-Triade“, die sich im Doppelgebot der Liebe verbirgt: Die Liebe zu Gott, zu meinem Nächsten und zu mir selbst. Es heißt zwar Doppelgebot, weil es in erster Linie um die Liebe zu Gott und Mitmenschen geht, aber die Evangeliumsbotschaften gelten ja auch für uns selbst und so ist eine gesunde(!) Selbstliebe sicherlich in Gottes Sinne (Hierbei gibt es hitzige Diskussionen, ob das Doppelgebot wirklich ein Doppel- oder nicht doch ein Trippelgebot ist. Aber darum geht es mir hier nicht ...).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch andere Religionen und Mythologien kennen Triaden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fallen dir noch mehr Triaden ein?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto: Miguel A. Padrinan (Pexels)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 29 Nov 2023 16:13:24 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/aller-guten-dinge-sind-drei</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Unsocial Media</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/unsocial-media</link>
      <description>Warum ich die sozialen Medien ziemlich unsozial finde</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsocial Media
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ich die sozialen Medien ziemlich unsozial finde
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-607812.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich tue ich mich schon lange schwer mit Social Media. So richtig gut gefallen hat es mir glaube ich noch nie und Freude am Content-Erstellen habe ich auch nicht so sehr wie manch andere. Was mich aber am meisten an dem Ganzen stört, ist, wie die sozialen Medien insgesamt funktionieren: Da werden Menschen als Kapital betrachtet und ihre Meinungen, Abneigungen und Vorlieben finanziell ausgeschlachtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich merke das immer dann, wenn Accounts, denen ich folge, plötzlich mal wieder Werbung für ein Produkt machen. Das stößt mir bitter auf. Irgendwie mag ich das gar nicht. Wahrscheinlich deshalb nicht, weil ich mich als Person dann benutzt fühle.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ja, ich weiß schon, die verdienen eben Geld damit und sie zahlen ja auch einen hohen Preis dafür, dass sie Geld bekommen für das Bewerben dieser Produkte, sie teilen nämlich ganz schön viel von ihrem Leben. Irgendwie finde ich das schon okay, dass das dann entlohnt wird, aber irgendwie auch nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn der Preis für dieses Geschäft bin letztlich ich selbst. Ich als Followerin bezahle dafür mit meiner Followerschaft. Wir als Follower insgesamt ermöglichen dieses Geschäft überhaupt erst, wir sind das Kapital in Form von Reichweite. Und das fühlt sich für mich eklig an. Ich bin doch ein Mensch. Mit mir macht man gefälligst keine Geschäfte. Das ganze System dann auch noch „Social Media“ zu nennen, ist lediglich der Gipfel der Unverschämtheit. Das ist höchstens asozial, nicht sozial.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und irgendwie verletzt es mich sogar … gerade, wenn es um Accounts geht, die sehr persönlich unterwegs sind … und ich verrate euch an dieser Stelle, dass ich deshalb sogar manchmal schon meine Followerschaft beendet habe, weil ich nicht bereit dazu bin, mit meiner Person zur Reichweite des Accounts beizutragen. Das ist schließlich die einzige Reaktion, die ich habe. Und dann konsumiere ich die Inhalte dieser öffentlichen Accounts, denen ich entfolgt bin, trotzdem noch, nur eben ohne Followerin zu sein. Und genau dieses Verhalten finde ich dann meinerseits wieder ziemlich asozial. Immerhin möchte ich das, was mir da inhaltlich angeboten wird, gerne ansehen, aber den Preis dafür zu zahlen bin ich nicht bereit. Das ist schon fast mit Diebstahl vergleichbar. Oder? Ja, ich merke in den letzten Monaten in mir sogar eine zunehmende bewusste (!) Verweigerung, Likes, Kommentare und ähnliches zu vergeben, weil mich die Ausbeutung meiner Person zu Werbezwecken so kränkt, dass ich den Aufwand absichtlich nicht wertschätzen will. Ich habe mir das richtig angewöhnt und like, wenn überhaupt, nur noch Dinge, die ich ganz zweckfrei schön und wertvoll finde. Idealistische Inhalte eben, keine mit finanziellen Hintergedanken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Irgendwie also auch eklig und asozial von mir … aber es kommt auch nicht von ungefähr: Immerhin sind diese ach so sozialen Influencer ja auch gar nicht wirklich erreichbar. Mit den wenigsten von ihnen wird man jemals persönlich in Kontakt treten können, Nachrichten können an viele gar nicht geschickt werden oder bleiben unbeantwortet, was ja bei der Vielzahl an Followern verständlich ist, aber trotzdem doof. Denn genau unser persönlichstes Inneres und unser geistiges Eigentum (in Form von Umfragen, Likes, Teilen, Buttons klicken, „Sagt mal, wie ihr das seht“, „Nennt eure Ideen“ etc.) ist ja das, was diese Accounts groß und privilegiert macht. Und dann fahren sie auf tolle Pressereisen, die ich mit meiner Meinung bezahlt habe, und mir ansehen darf, wie luxuriös das Hotel ist, wie gesund das Essen von Hello Fresh ist und wie atemberaubend der Sonnenuntergang vom kostenlosen Rundflug über die Ostsee ist, während ich persönliche Anmerkungen (oder auch so etwas wie Kritik) nicht zum Ausdruck bringen kann, weil sie gar nicht gelesen werden. Das ist sowas von kein ehrlicher, menschlicher, sozialer Austausch auf Augenhöhe! Und das ärgert mich. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur neidisch. Oder geizig? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber vielleicht liegt mein Problem auch nicht in den sozialen Medien als solche, sondern in ihrer kapitalistischen Verfasstheit. Und dann wäre es konsequent zu Ende gedacht genauso schlimm oder eben in Ordnung, im analogen Leben auch als Kapital und nicht primär als Mensch betrachtet zu werden. Dann dürfte ich mich also nicht darüber ärgern, in den sozialen Medien ausgenutzt zu werden, sondern müsste mich wenn dann im echten, analogen Leben auch darüber aufregen. Oder ich rege mich gar nicht mehr darüber auf, sondern akzeptiere, dass die Dinge in einer kapitalistischen Welt so laufen, dass für mehr Idealismus kein Platz ist und dass das deshalb okay ist, weil andere Staats- und Gesellschaftsformen offensichtlich nicht richtig funktionieren bzw. in der Vergangenheit nicht funktioniert haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich mache ich das im analogen Leben oft ähnlich wie im digitalen Leben: Wenn ich einkaufen bin, dann gehe ich sehr gezielt auf die Produkte zu, die auf meiner Liste stehen. Ich schaue mich gar nicht so sehr nach rechts und links um, sondern gehe oft bewusst an vielen Regalen vorbei, weil ich mich nicht dazu verleiten lassen will, Dinge zu kaufen, die ich nicht brauche, nur weil die Industrie meint, dass ich diese bräuchte. Ich will selbst Herrin der Lage sein und wenn ich etwas brauche, dann will ich selbst bemerkt haben, dass ich es brauche, und es mir nicht von außen einreden lassen. Ich entscheide immer noch selbst, was ich brauche und was ich will und ich bin mir auch der Werbestrategien (teilweise) bewusst: Die teuren Produkte befinden sich auf Augenhöhe, um zum Gemüse zu gelangen muss man ggf. an den Süßigkeiten vorbei, Sonderangebote werden einem wortwörtlich in den Weg gestellt und vor den Bäckereien befinden sich Lüftungsgebläse, die den (künstlichen) Geruch von Leckereien nach draußen wirbeln, um Kunden anzulocken …. Und an diese Strategien muss ich mich nur eine Sekunde erinnern, um sofort zu denken: „Ihr könnt mich mal! Ich weiß immer noch selbst, wer ich bin, was ich will, was ich brauche und was nicht! Ich brauch das alles nicht. Ich brauche nur schnell ein paar Kleinigkeiten und den Rest könnt ihr an sonst wen verkaufen. Nicht mit mir!“ Das klingt vielleicht unentspannt, aber eigentlich bin ich dabei ziemlich entspannt; es ist vielleicht meine Art, mich von der Reizüberflutung und den Unmengen an Angeboten nicht davonschwemmen zu lassen. Gelegentlich erlaube ich mir, zu stöbern und zu bummeln, also Dinge bewusst genüsslich zu betrachten und mir auch das ein oder andere Unnötige zu gönnen. Aber auch das tue ich dann sehr bewusst und ausgewählt. Ich nehme mir Zeit dafür und beende diese meist auch wieder bewusst. Abgesehen davon will ich nicht behaupten, dass die psychologisch raffinierten Tricks der Verkaufsindustrie an mir nie funktionieren, aber meistens bin ich glaub ganz gut darin, nicht auf sie hereinzufallen …..
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tja, wenn nun aber niemand mehr konsumiert, dann gehen auch viele Arbeitsplätze verloren. Und bezüglich Social Media will ich mich auch fragen, ob es denn nicht wirklich einfach okay ist, Geld zu bekommen für einen Aufwand, den man sich macht. Immerhin gibt es wirklich wunderschöne Produkte und Dienstleistungen, die sich jemand ja ausgedacht haben muss. Da ging sicherlich so viel Zeit und eben auch Geld und noch so viel mehr drauf – ist es dann nicht okay und auch notwendig, diese Dinge zu bezahlen und eben auch die Leute zu bezahlen, die diese schönen Sachen weiterempfehlen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Naja.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit meinem DenkMensch-Account frage ich mich schon lange, wie ich mich da positionieren soll. Eigentlich ist DenkMensch zu idealistisch für Social Media (juhuu!), aber ich bin eben doch dort, weil man das halt so macht und weil es ja schon auch ein praktisches Tool ist, über das man schnell viele Leute informieren kann und so … vielleicht verschwindet DenkMensch irgendwann von Instagram, mal sehen, aber vorerst nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Werbung ist für mich insgesamt schwierig geworden. Ich schwanke da immer sehr zwischen: „Wir sollten nicht so viel Werbung machen und anderen irgendwas aufschwätzen, was sie vielleicht gar nicht brauchen“ und „Werbung ist schon okay, es gibt immerhin gigantische Dinge, tolle Entwicklungen, hilfreiche Tools, megaschöne Sachen!!!! Wäre doch schade, das alles für mich zu behalten.“ 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dem Blog mache ich ja quasi ständig Werbung, oder? Für Meinungen, Ansichten, Perspektiven, Ideen …. Und ich finde das deshalb einerseits auch gut so, weil es auch ein Ausdruck von Liebe sein kann, für Dinge zu werben, die einem wichtig sind. Denn die Liebe kennt keine Gleichgültigkeit, um das mal so kitschig-feierlich zu formulieren ….
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Naja, ich hör jetzt auf. Jetzt reicht’s. Ihr habt den Ernst der Lage sicherlich längst verstanden ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Foto:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           My / Tracy Le Blanc
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hintergrundfoto: Pexels / Kerde Severin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 18 Oct 2023 15:22:48 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Doppelbeitrag: Blogger Struggles</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/doppelbeitrag-blogger-struggles</link>
      <description>Über echte Blogger Struggles und warum ich euch daran teilhaben lasse ...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hier ist nun ein Doppelformat: Zwei Blogartikel, die inhaltlich zusammenhängen. Entstanden sind sie schon vor einigen Wochen, aber ich lasse sie immer noch etwas "reifen", bevor ich sie freigebe, weil ich Dinge meist erst dann hergeben will, wenn der Prozess bei mir abgeschlossen ist und ich etwas Abstand dazu habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1) Blogger Struggles
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich fühle ich mich nicht selten hin- und hergerissen, was ich denn jetzt eigentlich hier auf dem Blog veröffentliche und was lieber nicht. Meine Festplatte ist voll mit Artikeln, die es bisher nie auf den Blog geschafft haben, weil sie entweder noch nicht fertig sind, oder aber weil ich sie aus irgendeinem Grund bisher zurückgehalten habe. Ich tue mich manchmal schwer damit, Dinge wirklich geschrieben zu veröffentlichen, weil sie dann schwarz auf weiß hier stehen und sie jeder nachlesen kann und sie wie in Stein gemeißelt wirken. Dabei ist es schon manchmal so, dass ich über ältere Artikel denke: „So würde ich das heute nicht mehr nennen“ oder „Wirklich? Hm dazu hat sich meine Meinung inzwischen etwas geändert.“ Ich staune manchmal selbst, was ich so geschrieben habe. Und irgendwie geht das ja jedem so, der Texte schreibt. Es sind im Prinzip nichts weiter als Momentaufnahmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manchmal verrenne ich mich gedanklich total in einem Thema, das ist eine meiner Schwächen. Dann bin ich so tief da drin, dass ich es alleine manchmal nicht mehr herausschaffe und dann brauche ich jemanden zum Reden, zum Beispiel meinen Mann, der mich wieder da herausholt. Er tickt da nicht so kompliziert wie ich und ich liebe seine simplen, aber gehaltvollen Antworten. Sie erden mich. Während ich ihm meine Selbstzweifel ausspucke und wieso ich das alles mache und ob ich es nicht lassen sollte, weil es doch schwierig ist, sich überhaupt zu positionieren und und und … legt er mir simple Wahrheiten vor die Füße, ohne überhaupt Raum dafür zu lassen, sich zu fragen, was Wahrheit denn sein soll und ob es sie gibt. Das ist absolut wohltuend. Ich hoffe, ihr habt auch jemanden, der euch immer wieder ins Lot bringt. Das schenkt mir dann wieder neuen Mut, weiterhin einen Teil meiner Gedankenwelt mit euch zu teilen. Ihr könnt euch aber darauf verlassen, dass manches, was ihr lest, nicht mehr dem entspricht, wie ich das heute sagen würde. Man kann ja auch gar nie alle Aspekte eines Themas auf einmal erfassen und Gedanken entwickeln sich ja auch weiter mit der Zeit, Meinungen ändern sich …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und während ich dann über diese Dinge nachdenke, frage ich mich, was denn eigentlich beständig ist, wenn man sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann … Wie viel von dem, was wir uns erdenken, ist realistisch? Und was ist mit den ganzen Konstrukten, selektiver Wahrnehmung, persönlicher Prägung, Persönlichkeit … vielleicht ist das, was ich glaube, eben nur das, was ich glaube, und das, was ihr glaubt, nur das, was ihr glaubt, weil ich es und ihr es nicht anders sehen könnt? Welchen Informationen vertrauen wir und warum? Sind wir selbst nichts weiter als das Produkt unseres Umfelds? Sind wir überhaupt wirklich eigenständige Personen, die in der Lage dazu sind, ein kritisches Urteil zu fällen? Inwiefern sind wir Opfer der Gedanken, die unser Gehirn kreuzen? Welchen Wert haben folglich unsere Meinungen oder politischen Einstellungen? Inwiefern sind wir ein Selbst? Identifizieren wir uns über unsere Gedanken oder sind wir jenseits davon jemand?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube nicht, dass wir unsere Gedanken sind. Ich glaube, wir haben Gedanken, aber wir sind sie nicht. Und diese Gedanken müssen ja von irgendwo herkommen. Deshalb denke ich, dass wir zwar schon als individuelle Einzelpersonen nebeneinander existieren, aber dass die Dinge/Gedanken um uns herum zunächst einmal für alle dieselben sind, nur dass nicht jede*r alle Gedanken kennt oder zur gleichen Zeit wahrnimmt oder überhaupt gleich wahrnimmt. Wie so eine Einheitsmasse, in der wir einzeln stehen, die uns aber alle umgibt. Ich glaube, man könnte das auch als Realität bezeichnen. Und ausgehend von dem, was von dieser Realität gerade unseres Wegs entlang kommt bzw. unser Gehirn durchstreift, tauschen wir uns miteinander darüber aus, also über unsere Gedanken, die wir wiederum zu Meinungen und politischen Einstellungen verwerten, über Gefühle, die da heraus entstehen und Handlungen, die wir empfehlen oder umsetzen. Also schon alles höchst individuell und auch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           individuell wahrnehmbar, aber eben trotzdem aus einem großen Brei stammend. Dann ist auch klar, dass innerhalb dieser Realität bzw. zwischen Einzelpersonen ganz viele Konstrukte durch uns entstehen und entsprechend auch wieder ganz vieles dekonstruiert werden kann, zumindest aber hinterfragt werden sollte. Deshalb haben meiner Meinung nach folglich sowohl der Realismus als auch der Konstruktivismus ihre Berechtigung. Für mich als gläubiger Mensch ist diese Realität identisch mit Gott. Ich glaube, Gott ist die einzige, endgültige, letztliche Realität. Und wenn Gott identisch ist mit dem ausschließlich guten Leben und der Liebe, wir aber noch in der Phase leben, in der Gott uns fairerweise eine Chance lassen muss, ohne ihn sein zu können, wenn wir das wollen, dann muss es Dinge geben, die nicht Gottes Idee entstammen und dann ist es unsere Aufgabe, immer wieder unser Denken und Handeln zu überprüfen und zu schauen, ob wir uns noch in Richtung „gutes Leben“ bewegen und ob wir noch mit Liebe leben, weil das die Dinge sind, die von Gott kommen und weil wir genau dafür bestimmt sind und weil die guten Dinge diese Mühe wert sind. Dann dürfen wir uns von negativen Dingen nicht herunterziehen oder in Besitz nehmen lassen, sondern müssen sie mutig und selbstbewusst fortschicken, weil wir kein schlechtes Leben dulden sollten. Dann ist unsere Identität nicht in unseren Gedanken verankert, sondern in Gott selbst. Wir sind also nicht, wer auch immer wir gerade zu sein scheinen oder wie wir uns geben, sondern wir sind, wer Gott in uns sieht, und es ist sein Wunsch für uns, dass wir schon mal darauf hinleben. Ich finde also, dass sich das alles ziemlich gut mit biblischen Perspektiven deckt. Da fällt mir zum Beispiel auch ein, dass Jesus uns aufruft, unser Denken zu ändern und dass wir nicht alles glauben sollen, was unser Herz uns sagt, weil es eben manchmal auch Sch**** labert. Das deckt sich ziemlich gut mit einem psychologischen Ansatz aká „Glaub nicht alles, was du denkst.“ Deshalb auch nicht „Follow your heart“, sondern „Lead your heart.“ 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Und solltet ihr jetzt ganz andere Gedanken dazu haben, dann habe ich damit kein Problem, sondern im Gegenteil: Oft finde ich gänzlich andere Ansichten erfrischend. Und man muss eben nicht einer Meinung sein und kann sich trotzdem austauschen. Das ist nur, wie ich das momentan sehe ….
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Puuuh, das war jetzt viel. Wie auch immer. Ich halte fest: Vieles von dem, was ich veröffentliche, ist strittig und glaubt mir, ich würde mir sehr gerne auch ein paar Einwände oder kritische Gedanken von euch anhören, wenn wir miteinander diskutieren könnten. Aber das geht in diesem Format eben nicht, abgesehen von der Kommentarfunktion.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich bitte euch also, zu lesen, was ich schreibe, ohne es überzubewerten und euch stattdessen eure eigene Meinung dazu zu bilden (oder eben zu beobachten, welche Gedanken dabei durch euren Kopf rauschen und wie sie sich gut verwerten lassen).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So weit mal ein kleines Update über echte Blogger Struggles …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liebe Grüße!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eure Annalena
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2) Selbstzweifel &amp;amp; Schuldgefühle
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den letzten Tagen war ich ganz schön von Schuldgefühlen geplagt, die ihre Berechtigung hatten, weil ich tatsächlich schuldig geworden bin. Im Prinzip immer da, wo ich anderen Menschen nicht mit Liebe begegnet bin, und das passiert uns allen ja immer wieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ich hab in der Vergangenheit manchmal falsche Dinge gesagt, Fehler gemacht, manchmal nicht die richtigen Worte gefunden, überreagiert und vieles übersehen, zu egoistisch gedacht und mich über so manche(s) erhoben. Das ist an sich nichts Außergewöhnliches, das passiert ja jedem mal, aber es wurde mir in dem Moment so bewusst. Dann bricht so eine Art gedankliches Gewitter über mir zusammen und ich versinke in Selbstzweifeln und anderen negativen Gefühlen mir selbst gegenüber. Und ja, das sind vermutlich alles mehr oder weniger sanfte Fehler, schließlich habe ich niemanden umgebracht. Aber diese Vorwürfe sind doch irgendwie berechtigt, wenn wir schuldig wurden, egal wie groß oder klein das Vergehen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich bin kein besserer oder schlechterer Mensch als andere, ich bin einfach nur ein Mensch und Menschen machen Fehler. Trotzdem bleibt die Schuld, die ich auf mich geladen habe. Fehler können nämlich nicht rückgängig gemacht werden und Schuld kann nicht wiedergutgemacht werden. Und das schmerzt. Wenn es um Schuld geht, ist es eben nicht getan mit einem „Das passt schon.“ Das reicht irgendwie nicht. Ich glaube, dass wir alle ein sehr gutes Gespür für Gerechtigkeit und Schuld haben und oft unter unserer eigenen Schuld am meisten leiden, das ist schon interessant. Wie froh bin ich in solchen Momenten, dass Gott uns Vergebung anbietet! Das ist eigentlich ein Skandal!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Mir ist schon klar, dass das ein unbeliebtes Thema ist, vor allem wenn man es in den Zusammenhang mit Gott und Religion stellt. Aber gleichzeitig glaube ich - wie gesagt - dass wir Menschen oft am meisten unter unserer eigenen Schuld leiden, und zwar auch ohne dass es dazu einer Instanz von außen bedarf, die uns darauf hinweist. Mir geht es hier also nicht darum, zu checken, ob ich "religiöse Soll-Werte" erfülle (die interessieren mich eh nicht) und wehe, wenn nicht, dann aber schnell schnell um Vergebung bitten, oder gar euch mit erhobenem Zeigefinger gegenüberzutreten, mir geht es hier um die Schuldgefühle, die ganz von selbst von innen an die Oberfläche kommen - nicht etwas, das mir von außen eingeredet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vergebung … fast will ich schreiben „einfach so“, aber das stimmt nicht. Gottes Vergebung ist nicht billig, sondern teuer bezahlt. Ehrlich gesagt, hat es ihn alles gekostet. Schon allein deshalb wäre es schlimm, wenn wir sie verweigern. Ich glaube nämlich, dass genau unser Schmerz über die hässlichen Dinge im Leben (Fehler etc.) Gott das Herz brechen und ihn dazu gebracht haben, alles für uns zu geben und ich bin mir sicher, er tut für uns auch heute noch immer wieder alles, was er kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dann erinnere ich mich auch daran, dass das ja nicht alles war und dass ich bisher im Leben bei weitem nicht nur Schlechtes getan habe. Ich habe nämlich oft auch so manches gut gemacht, Passendes gesagt, liebevoll gedacht, freundlich reagiert, versucht, zu verstehen, Schönes bemerkt und verfolgt, Güte verschenkt und Liebe gegeben. Zumindest aber habe ich versucht, es gut zu machen - meistens. Ich habe mein Bestes gegeben, auch wenn mein Bestes nicht das Allerbeste ist, was es gibt. Und sowohl hier auf dem Blog als auch in echt hab ich oft einfach mein Herz geteilt und vielleicht sollten wir Ansprüche auf Vollkommenheit aufgeben, wenn es darum geht ...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich frage mich immer mal wieder, ob ich eigentlich bereit dazu bin, andere Menschen aus der Schublade herauszulassen, in die ich sie mal gesteckt habe, und ob andere bereit sind, mich aus ihren Schubladen zu entlassen. Mir fällt das schwer. Vielleicht sind auch deshalb Kategorien irgendwie schwierig, weil sie uns Menschen oft unverhältnismäßig pauschalisieren und beschränken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was, wenn wir unter den Schubladen und Kategorien, in die wir uns selbst stecken, noch viel mehr leiden als unter denen, in die andere uns stecken?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb die Frage: Sind wir bereit dazu, andere immer wieder aus unseren Schubladen zu entlassen? Und sind wir bereit dazu, auch uns selbst immer wieder da heraus zu entlassen? Wieder denke ich hier an Gott, der mich aus solchen selbst gebauten Gefängnissen heraus retten kann, wenn ich es allein nicht schaffe, und der mir die Freiheit zum Atmen und zum Leben zurückschenkt, die ich brauche. Wie er das tut, bleibt ihm überlassen, ob durch gute Gedanken oder andere Menschen oder ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ihr also mal mit Schuld – ob als Beschuldigte oder als Beschädigte – konfrontiert seid, dann lasst euch gesagt sein, dass es immer die Chance zur Versöhnung und zum Neuanfang gibt. Ich wünsche uns, dass wir diese Chancen selbst in Anspruch nehmen und dass wir sie großzügig weitergeben können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und weil ich’s nicht lassen kann, hau ich euch hier mal ein paar Lieder rein, die diese Themen aufgreifen und mir in solchen Situationen helfen mich daran zu erinnern, dass Schuld nicht das letzte Wort hat, sondern immer noch unser Gott:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Platz bei dir (Johannes Falk)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Just as I am (Travis Cottrell)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Niemand so wie du (Alive Worship)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich nehm dich an (Feiert Jesus! feat. Patrick Jakucs)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           East to West (Casting Crowns)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht helfen die euch auch mal weiter, wenn Schuld oder Scham euch belasten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „So fern wie der Osten vom Westen liegt, so weit wirft Gott unsere Schuld von uns fort!“
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             Psalm 103,12
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alles Liebe,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eure Annalena
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Foto Miniatur und Titelbild: Steve Johnson
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-1170642.jpeg" length="725820" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 13 Sep 2023 12:07:32 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Feiern wir unsere Prozesse!</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/feiern-wir-unsere-prozesse</link>
      <description>Warum ich aufgehört habe, fertig zu sein, und wieso wir weniger Lösungen brauchen</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ich aufgehört habe, fertig zu sein, und wieso wir weniger Lösungen brauchen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bestimmt ist dir schon mal dieser oder so ein ähnlicher Satz begegnet: „Wann bist du denn fertig mit deinem Studium? Wann ist das Projekt beendet? Wann ist diese Phase endlich vorbei?“ Fertig zu sein mit etwas gefällt uns, glaube ich, ziemlich gut. Und ja, es ist einfach auch ein schönes Gefühl, etwas abhaken zu können. Es ist schön, dass Dinge enden, und Neues beginnt. Aber fertig sein zu wollen birgt auch immer die Gefahr, das Leben eben nicht mehr wirklich zu leben, sondern nur noch abzuarbeiten, abzuhaken, und zu schauen, dass alles gut funktioniert. ……
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch eigentlich will ich gar nicht fertig sein mit Was-auch-immer. Ich will mein Leben wirklich leben. Denn die Abschlüsse, die sich dabei gelegentlich ergeben, und die nächsten Stufen, die wir erreichen, die passieren ja sowieso von allein, indem wir einfach immer weiter gehen und die zugehörigen Prozesse durchlaufen. Ich will nicht auf ein Ziel hinrennen, sondern stattdessen den Weg genießen so gut es geht und dabei links und rechts des Weges all die schönen Dinge entdecken, die ich übersehen würde, wenn mein Blick so krampfhaft auf das fokussiert wäre, was ich mir am Ziel erhoffe. Wenn du gerade einen Erfolg gefeiert oder einen wichtigen Meilenstein erreicht hast, dann ist das natürlich toll. Aber lassen wir uns davon nicht täuschen: Es geht letztlich doch nicht nur um solche Äußerlichkeiten wie Titel, Positionen, Begriffe, mit denen wir uns (ver)kleiden. Viel mehr geht es um das, was sich dahinter verbirgt, um das, was übrig bleibt, wenn wir uns „nackig machen“. Den Weg, den wir gehen, würden wir zwar vermutlich nicht ohne Ziel gehen, deshalb ist ein gewisser Fokus oder eine Hoffnung auf das Ziel schon berechtigt und wohl auch grundgebend dafür, dass wir auf diesem oder jenem Weg überhaupt unterwegs sind. Nein, der Weg ist also gewiss nicht das Ziel. Doch der Weg ist der Ort, an dem ich mich und wir alle uns meistens befinden. Oft sind wir viel zu verbissen auf ein Ziel eingestellt, und es ist uns fast egal,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wir es dorthin schaffen. Und wir vergessen dabei schnell:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Dinge, die wir an Ergebnissen so sehr feiern, sind im Prozess passiert!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Manchmal denke ich auch, wir denken viel zu lösungsorientiert. Lösungen sind schön und gut – wirklich – aber ich glaube, dass es, zumindest im zwischenmenschlichen Bereich, nicht immer um eine Lösung geht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir uns gegenseitig von unseren Problemen erzählen, brauchen wir gar nicht immer einen Lösungsvorschlag, sondern Verständnis. Wir wünschen uns von unserem Gegenüber die Bereitschaft, die Last eines schweren Lebens für einen Moment mitzutragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ja, ich denke wirklich, dass viele Leute eigentlich keine Hilfe wollen, weil sie gar nicht bereit dazu sind, sich helfen zu lassen, und helfen kann man ja bekanntlich nur dem, der sich helfen lässt. Wie selbstverständlich gehen wir allerdings oft davon aus, der andere wolle Hilfe und wir müssten die Helfer sein. Irrtum. Und vielleicht gibt es da auch noch einen Unterschied zwischen dem, was wir wollen, und dem, was wir brauchen. Das muss nicht deckungsgleich sein. Damit meine ich: Ja, vielleicht wollen wir manchmal schon eine Lösung, eine schnelle noch dazu. Aber brauchen tun wir vielleicht etwas ganz anderes, z.B. Verständnis für unsere Situation, Ermutigung oder einfach, dass jemand bei uns ist. Mir hilft diese Perspektive manchmal im Umgang mit anderen, weil ich mich daran erinnere, dass ich nicht zwingend für eine Lösung verantwortlich bin und auch nicht unbedingt darin vorkomme. Dass ich aber immer entscheiden kann, ob ich dem anderen ein offenes Ohr und ein bisschen Verständnis schenken will, sofern es meine Situation zulässt. Ich erinnere mich dann oft: „Ok, ich kann dir keine Lösung liefern und muss das vielleicht auch nicht, aber ich kann versuchen wahrzunehmen, in welchem Prozess du gerade steckst und dass das offensichtlich nicht immer so leicht ist.“ Ich glaube, dass solche Momente total wertvoll sein können, weil sie Verbundenheit schaffen und weil wir dann nicht nur aneinander vorbei leben, sondern wirklich miteinander leben. Das lenkt unseren Blick immer wieder weg von Lösungen, Produkten, Ergebnissen oder Leistung hin zum Menschen, dessen Seele vielleicht nie darauf ausgelegt war, bloß zu funktionieren, Ergebnisse zu präsentieren oder mit dem Tempo des 21. Jahrhunderts Schritt zu halten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lasst uns also unsere Prozesse noch mehr feiern als unsere Ergebnisse!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lasst uns Mitgefühl mehr im Blick haben als Lösungen. Für mich ist es wichtig geworden, prozessorientiert statt ergebnisorientiert zu denken. Und vielleicht ist ja der Weg genau der Prozess, der uns irgendwann ganz unverhofft ankommen lässt. Ehe wir weiterziehen …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich jedenfalls habe aufgehört, fertig zu sein, und angefangen, lebendig zu bleiben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bildquelle: cottonbro studio
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-4877857.jpeg" length="928857" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 11 Jul 2023 22:22:32 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das schöne, gute, rationale Leben</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/das-schoene-gute-rationale-leben</link>
      <description>Wie ich versuche, das gute Leben in meinem Kopf klar zu kriegen</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Es ist nicht rational. Es ist.“ Das ist, glaube ich, ein Zitat aus einem Buch von Timothy Keller. Ich weiß es nicht mehr genau. Aber es ist mir so sehr in Erinnerung geblieben und ich denke häufig daran, sodass ich hierzu mal was schreiben will.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich liebe es, rational zu sein. Ich bin (offensichtlich) ein richtiger Kopfmensch. Ich denke gerne nach, stelle gerne Fragen und freue mich über logische Antworten. Ich liebe es, vernünftig zu sein. Ich übernehme gerne Verantwortung, nachdem ich mir vorher Vor- und Nachteile bewusst gemacht und eine Entscheidung getroffen habe. Und ich lebe in einer Epoche, in der es normal ist, völlig verkopft zu leben, so als gäbe es sonst nichts weiter (der Aufklärung sei Dank). Das gute rationale Leben eben. Planbar. Absehbar. Übersichtlich. Strukturiert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch zu meinem Entsetzen muss ich immer wieder feststellen, dass das Leben nicht immer so ist. Es scheint Dinge zu geben, die allein mit dem Verstand nicht zu erfassen sind. Noch während ich diese Zeilen tippe, nervt mich diese Erkenntnis direkt wieder – ahhhh wenn ich mir das doch bloß nicht eingestehen müsste. Ich hätte am liebsten immer (oder zumindest oft) die Kontrolle, den Durchblick, den Plan. Aber es stimmt: Manches ist irgendwie nicht ganz rational. Zu groß oder zu klein für unser neuronales Netzwerk. Zu krass.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich erinnere mich noch, dass es in dem Abschnitt des Zitats um die Liebe ging … Liebe. Zur Liebe passt es irgendwie, nicht rational zu sein (zumindest nicht nur, meiner Meinung nach hat sie auch eine rational-logische Seite, aber das ist ein anderes Thema). Sei es die Liebe zum Partner, zu den Eltern, zu Freunden oder Kindern – wirklich rational ist sie nicht, das stimmt schon. Irgendwie tröstet mich dabei immer wieder oben genanntes Zitat: „Es ist nicht rational. Es ist.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn das auf die Liebe zutrifft, dann bezieht sich das auch auf das gute Leben. Vieles davon ist eben nicht immer so rational, es ist einfach da und es ist gut so. Ein Nutellatoast am Morgen ist nicht rational, aber gut. Lippenstift zu tragen ist nicht rational, aber schön. Ein Schweinesteak mit Senf am Abend ist nicht rational, aber lecker. Schnittblumen in der Wohnung sind nicht rational, aber hübsch. Insgeheim brüsten wir uns, glaube ich, oft mit unserem ach so rationalen Denkvermögen, dabei handeln wir jeden Tag offensichtlich häufig nicht rational.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rationalität hat für mich auch immer etwas Zweckgebundenes. Doch das gute Leben ist völlig unverzweckt. Es ist absolut unbestechlich und lässt sich nicht erzwingen, ist geradezu unverfügbar und unkontrollierbar, im Wesen frei. Das macht das gute Leben ja so gut, denn das gibt es nur im Tausch gegen Vertrauen. Es ist nicht käuflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mich erinnert dieses Zitat auch immer an Gott (wer hätt’s gedacht!?). Es erinnert mich an den, der von sich selbst behauptet: „Ich bin“ (s. 2. Mose 3,14). Der „Ich bin“, der den Ursprung des Lebens für sich beansprucht. Der, der damit im Umkehrschluss auch sagt: „Ohne mich ist nichts.“ Fast derselbe Wortlaut nun also als Erkenntnis über genau dieses Leben: „Es ist.“ Seltsam? Verwunderlich? Ich finde nicht. Laut der Bibel gehen Erkenntnisse über die Liebe und das Leben ineinander über, weil sie beide im Wesen Gottes verwurzelt sind. Sie dürfen sich also nicht widersprechen (herrlich rational, oder?). Es gilt also, dass manche Dinge einfach so sind, wie sie sind, auch wenn wir sie nicht immer vollständig verstehen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor diesem Hintergrund versuche ich mich wirklich damit anzufreunden, dass das Leben eben nicht nur rational ist und versuche zu sehen, wie gut das ist! Denn das nicht-rationale Leben ist vielleicht gerade das, was es so lebendig macht, weil es überraschende, ungeahnte Realitäten hervorbringt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Es ist nicht rational. Es ist.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja, denn vielleicht passt, was von Herzen kommt, nicht immer in unseren Kopf hinein … und das ist gut so.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 22 Jun 2023 21:42:57 GMT</pubDate>
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      <title>Frausein</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/frausein</link>
      <description>Wann sind wir Frauen gut genug?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie viel muss eine Frau sein, um gut genug zu sein?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Uns Frauen wird vermittelt, dass es irgendwie nicht ausreicht, nur Kinder zu bekommen und dann Hausfrau zu sein. Wer will denn  schon "nur" Hausfrau sein? Die Geringschätzung gegenüber Stay-at-home-Moms ist dabei alles andere als berechtigt, wenn man sich ansieht, mit wie viel Mühe und Anstrengung ein Vollzeitmamadasein tatsächlich verbunden ist. Trotzdem ist das irgendwie viel zu unspektakulär. Da müssen (und dürfen heutzutage ja zum Glück) schon Abschlüsse und eine gewisse berufliche Laufbahn her, um Anerkennung zu bekommen. Doch wenn wir dann diese hochgelobten Abschlüsse in der Tasche haben, ist das wieder nicht ausreichend, solange wir keine Kinder in die Welt gesetzt haben. Man drängt uns also zu Abschlüssen und beruflichem Erfolg, nur um uns dann vorzuwerfen, dass genau das nicht ausreicht, weil wir ja keine Kinder haben. Das ist echt paradox.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich habe den Eindruck: Frauen, die arbeiten, aber keine Kinder haben, werden nie vollständig anerkannt werden. Denn wer Kinder gebärt, ist eine Frau. Frauen, die Kinder haben, aber (momentan) nicht erwerbstätig sind, werden belächelt. Frauen, die beides haben, stehen ganz schön unter Druck, weil sie mit je einem Bein in zwei Welten stehen und diesem Spagat doch nicht wirklich gerecht werden können. Wir Frauen können es nur falsch machen, weil Vorwürfe uns umgeben, egal, wo wir stehen. Egal, wie wir sind, wir sind nicht gut genug.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer sind wir also als Frauen? Sind wir Ehefrauen? Single Ladies? Sind wir Mütter? Sind wir Working Moms? Wieso muss man das eigentlich so betonen, wir sprechen doch auch nicht von Working Dads!? Sind wir gar keine Moms und wenn ja, wer sind wir dann? Und wer sind wir eigentlich jenseits von Ehepartner, Kinder oder Karriere?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir Frauen sind vieles, aber meistens nicht gut genug.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wann ist eine Frau gut genug?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/pexels-photo-1065081-b3f27d6b.jpeg" length="378667" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 05 Mar 2023 11:58:57 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kindheit</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/kindheit</link>
      <description>Warum wir das gute Leben an unsere Kinder verschenken sollten</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kindsein. Ein ursprünglicher Zustand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neulich schaute ich mir Bilder von mir als Kind an und wurde von einer romantischen Nostalgie und schmerzlichen Wehmut erfasst. Wer kennt das nicht? Die Bilder beamten mich direkt zurück in die Zeit meiner Kindheit und im Innern durchlebte ich sie ein Stück weit noch einmal. Ich kann nicht mal sagen, wie sich das anfühlt ... es ist zu schön, als dass es dafür Worte gäbe. Ich hatte das Glück einer wunderschönen, unbeschwerten Kindheit. Ich weiß, dass nicht jede*r eine schöne Kindheit hatte und das macht mich echt traurig. Weil ich persönlich aber so positive Erfahrungen als Kind machen durfte, kann ich vom Wert einer schönen Kindheit berichten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An dem Abend, als ich mir die Bilder ansah, haben mich viele Gedanken zum Thema Kindheit umgetrieben. Ich musste ihnen einfach nachgehen und möchte gar nicht lange drumherum reden:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kind zu sein, ist eine existenzielle Erfahrung, denn als Kinder werden wir geboren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist unser ursprünglicher Zustand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als Kinder wachsen wir auf. Als Kinder lernen wir, wie das Leben läuft. Beim Nachdenken wurde mir plötzlich so bewusst: Als Gläubige können wir geistliche Wahrheiten in unsere Kinder säen, indem wir sie Versorgung, Fürsorge, Liebe, Güte, Ruhe, Freiraum, Annahme und einen Raum, in dem sie sich ganz fallen lassen können, erleben lassen. Ist das nicht schön?!? Gott gibt uns die Möglichkeit, Kindern all diese Dinge nicht nur "beizubringen", sondern sie diese Dinge erfahren, erleben und am eigenen Leib spüren zu lassen! Ja, ich glaube, Kindsein kann das Fundament für die Identität des Kindseins unseres himmlischen Vaters in uns legen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein liebevoll umsorgtes Kind zu sein sollte die Urerfahrung jedes Menschen sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natürlich kann man auch unabhängig von den Erfahrungen in der Kindheit später noch Gottes Fürsorge erkennen, annehmen und erleben. Trotzdem glaube ich, dass man es leichter hat, wenn man ganz praktisch - am eigenen Leib  - diese guten Werte ERLEBT hat!! Denn das Erleben macht den Unterschied. In der Theorie können wir uns vieles erdenken und sein, aber entscheidend ist doch letztlich immer, was wir (er)leben. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deshalb: Lassen wir unsere Kinder ERLEBEN, was es bedeutet, Kind zu sein! Lassen wir sie die Schönheit des Kindseins SPÜREN! Lassen wir sie FÜHLEN, wie es ist, umsorgt zu werden!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oft hab ich das Gefühl, dass wir als Gesellschaft nicht besonders wertvoll über Kinder sprechen und was man spricht, denkt man ja bekanntlich auch. Neulich habe ich den Satz gehört, dass wir wohl über keine Personengruppe in unserer Gesellschaft so diskriminierend reden wie über Kinder. Das hat mich sehr ins Nachdenken versetzt. Und ich glaube, da ist was dran. Über keine andere Personengruppe würden wir es uns wagen, so flapsig zu sprechen wie wir das oft über Kinder tun. "Kinder nerven, Kinder sind laut, Kinder sind wild und trotzig, Kinder stinken, Kinder sind schwierig, Kinder brauchen viel Zeit und Aufmerksamkeit, Kinder rauben Kraft, Kinder sind eine Belastung ..." Ich nehme mich da nicht raus. Aber ist das nicht traurig?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere Kinder sind unsere Kinder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir sind im Prinzip auch nichts weiter als großgewordene Kinder. Hätten wir uns nicht auch gewünscht, als willkommen betrachtet zu werden? Schließlich haben wir uns nicht ausgesucht, in dieser Welt zu sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich wünsche mir, dass wir aufhören, Kinder so beschränkt zu sehen. Beim Kinderkriegen und Kinderhaben geht es doch nicht nur um Themen (oder gar Probleme) wie Kinderbetreuung und inwiefern die Kinder uns auf unserem persönlichen Weg behindern. Es geht um unsere Kinder und um uns und das Leben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere Kinder sind unsere Kinder. Geliebte, schöne, wertvolle Kinder. Echte, kleine Menschen. Unser Leben ist ihr Leben und ihr Leben ist unser Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich ahne: Wie wir mit unseren Kindern umgehen, offenbart, wie wir uns selbst gegenüber eingestellt sind. Wir, die ach so Erwachsenen. Die Großen. Die Wichtigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Okay, so viel zum Kindsein, aber was ist mit uns Erwachsenen? Wer sind wir da? Ich glaube: Wir sind immer noch (himmlische) Kinder. Und manchen von uns wird das Glück zuteil, selbst Kinder zu bekommen - wie schön!!!! Oder ?!?! Vom Kind zu denjenigen zu werden, die selbst Kinder haben dürfen, die sich um sie kümmern und ihnen genau diese wunderbaren Werte vermitteln können, die wir selbst für so wertvoll erachten. Wir sind erwachsen. Und doch noch Kind. Für unsere Eltern werden wir immer ihre Kinder sein, ganz egal, wie alt wir sind. Diese Rolle werden wir nie verlieren. Ebenso wenig verlieren wir die Rolle des Kindes von Gott, ganz egal, was kommt. Wenn das kein Fundament ist, auf dem man sich ausruhen kann! Wenn das kein Ort ist, an dem wir Versorgung, Fürsorge, Liebe, Güte, Ruhe, Freiraum, Annahme und einen Raum zum Dasein erleben können!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute zehre ich immer noch von meiner schönen Kindheit und ich bin sehr dankbar dafür, dass die großen Werte, um die es im Leben geht, damals schon im Kleinen an mich verschenkt worden sind! Oh, wie schön es ist, Kind (gewesen) zu sein ...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-754769.jpeg" length="238730" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 11 Nov 2022 21:36:42 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Foto-Album aus deiner Zukunft</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/foto-album-aus-deiner-zukunft</link>
      <description>Wie verbringst du den Rest deines Lebens?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie verbringst du den Rest deines Lebens?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer wieder erwischt mich ein Gedanke, der mich dann in Zukunftsvisionen verfallen lässt: Wie werde ich wohl sein, wenn ich alt bin? Ging es dir auch schon mal so? Du siehst ältere Menschen in der Stadt und fragst dich, welches Leben sie gehabt haben und welches sie heute haben? Wer sind diese Menschen und vor allem: Wer waren sie einmal? Da ist die Frau mit langen, grauen Haaren, die im Bus direkt vor mir sitzt. Da ich hinter ihr sitze, kann ich ihr Gesicht ja nicht sehen, und stelle mir deshalb vor, das sei ich selbst in 40 Jahren. Wie wird das wohl sein? Alt zu sein, graues Haar zu haben? Welcher Mensch werde ich sein? Und vor allem: Welches Leben werde ich gehabt haben? Was wird hinter mir liegen? Was werde ich erreicht haben und worin werde ich gescheitert sein? Welche von den Menschen, die heute Teil  meines Lebens sind, werden es auch dann noch sein? Welche Menschen werden nicht mehr da sein? Von welchen Menschen werde ich mich schon verabschiedet haben müssen? Da sind Großeltern, Eltern, von denen ich weiß, dass ich an irgendeinem Punkt in meinem Leben ohne sie sein werde ... Wie werde ich über sie nachdenken und wie werde ich von ihnen sprechen? Werde ich sagen: "Ach, das waren noch schöne Zeiten, als meine Kinder noch klein waren, und meine Mutter sie mir gelegentlich abgenommen hat oder meine Oma uns etwas Leckeres gebacken hat und wir gemeinsam Zeit verbringen konnten" (Klischee, ich weiß, aber auch nicht wirklich unrealistisch). Werde ich zu meinen Schwestern sagen: "Ach, erinnerst du dich noch, damals, als wir noch jung waren und du mich am Wochenende manchmal spontan besucht hast - einfach so, weil wir jung waren und keine Verpflichtungen hatten und du gerade deinen Führerschein bestanden hattest?" Vielleicht werde ich mich auch an eine ganz andere Vergangenheit erinnern, weil sie sich ganz anders entwickelt hat ... wer weiß. Aber aus irgendeinem unerklärlichen Grund finde ich solche Überlegungen und Hirngespinste total spannend. Welcher Mensch werde ich gewesen sein? Welches Leben werde ich haben? Werde ich in einem gemütlichen Landhaus auf dem Dorf leben, gemeinsam mit meinem Mann den Ruhestand genießen (mein Favorit)? Oder werde ich in die Stadt gezogen sein, nachdem mein Mann plötzlich verstorben ist und ich beschlossen habe, dass eine Stadtwohnung das Beste für mich sei? Werden meine Kinder mich oft besuchen kommen? Oder werden sie nur selten vorbeischauen, weil sie beruflich am anderen Ende Deutschlands total eingespannt sind? Werden mich überhaupt Kinder besuchen oder werde ich nie welche gehabt haben? Werde ich auf ein erfülltes Berufsleben zurückblicken oder werde ich vielleicht sogar noch berufstätig sein? Was wird mir Arbeit bedeutet haben und welche Priorität wird sie wohl in meinem Leben gehabt haben? Wie wird sich alles entwickelt haben und wie werde ich mit der besagten Work-Life-Balance zurecht gekommen sein? Welche Dinge werde ich betrauern? Und welche Dinge werden ganz unverhofft beglückend in mein Leben getreten sein?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welchen Menschen wirst du bis in 40 Jahren begegnet sein? Wie werden sie dich geprägt haben und welche Beziehung wirst du zu ihnen gehabt haben? Wie wirst du dich an sie erinnern und wie werden sie sich wohl an dich erinnern? In welchem Alter werdet ihr euch getroffen haben und in welcher Lebenssituation befandet ihr euch damals? Welche Sorgen gingen euch durch den Kopf und mit welchen Sätzen habt ihr eure Tage gefüllt? Vielleicht sowas wie: "Ich habe endlich meine Hausarbeit abgegeben, yesssss!" oder "Lass mich noch schnell Chantal wickeln, ehe ich sie stille und sie dann in den Kinderwagen lege" oder "Jetzt, wo du auf der Arbeit befördert wurdest und die Kinder aus dem Haus sind, haben wir uns diesen Luxus-Urlaub redlich verdient" oder "Weißt du noch, früher, als wir uns gestritten haben, wer runter zum Bäcker rennen muss, um Brot zu kaufen? Und dann sieh uns heute an - jetzt schaffen wir es kaum mehr, die Treppen ohne Fahrstuhl zu bewältigen, geschweige denn, die ganzen Einkäufe in die Wohnung zu schleppen. Aber wir haben uns und das ist das, was zählt" (Okay, der war vllt ein bisschen kitschig, aber auch schön). Ach, ich könnte ewig so weiter machen, das macht richtig Spaß :D
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Welche Menschen wart ihr damals? Und welche seid ihr heute?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hach, da wird noch so viel sein in diesem Leben. Bist du auch so gespannt, wer und was da alles noch in dein Leben kommt?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir werden genau derselbe Mensch sein, der wir heute schon sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            werden es ein, niemand anderes. Und doch werden wir ein anderer Mensch sein als heute - da bin ich mir sicher. Strange thing, this life ...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie verbringst du den Rest deines Lebens? Welcher Mensch möchtest du sein, wenn du mit grauem Haar im Bus sitzt und all die jungen Leute auf der Straße beobachtest, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben und nicht ahnen, was auf sie wartet?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mich macht das irgendwie auch ganz wehmütig und demütig - über das Leben, das noch in meiner Gegenwart oder Zukunft, aber eines Tages in meiner Vergangenheit liegen wird. Deshalb will ich wirklich schätzen, wen ich heute bei mir habe, welche Sätze wir sprechen, welche Sorgen und Freuden wir miteinander teilen und wie wir momentan leben, denn das alles wird irgendwann nichts weiter als Erinnerung sein ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich will mich freuen auf alles, was da noch kommt! Ich bin bereit.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 24 Jul 2022 16:35:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/foto-album-aus-deiner-zukunft</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das inflationäre Leben</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/das-inflationaere-leben</link>
      <description>Ein pessimistischer Blick auf das digitalisierte Leben</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein pessimistischer Blick auf das digitalisierte Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich glaube ja, dass das Internet unsere Welt so sehr verändert hat wie kaum etwas zuvor. Das digitale Leben ist ein inflationäres Leben. Wir haben nicht nur Zugriff zu vielem, wir haben Zugriff zu allem. Wir können nicht nur vieles machen, wir können alles machen. Nicht mehr in Maßen, sondern in Massen lebt sich dieses Leben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An manchen Tagen erinnere ich mich an die Zeit meiner Kindheit und es überkommt mich eine Wehmut. Das geht bekanntlich vielen Menschen so. Mit unserer Kindheit verbinden wir oft unglaublich schöne, prägende Erlebnisse und wir neigen dazu, sie zu romantisieren. Nicht alles war super in meiner Kindheit, aber vieles schon. Eine Sache jedenfalls, die sich seither in meinem Leben gewaltig geändert hat, ist der Medienkonsum. Wie bei uns allen vermutlich. Ich erinnere mich an die Zeiten, in denen man zu Hause lediglich Fernseher, Telefon und Radio hatte. Ferngesehen wurde bei uns ziemlich gezielt, meist mit ausgewählten VHS-Kassetten, die man sich zuvor in der Stadt aus der Bibliothek oder Videothek geliehen hatte, maximal drei durfte man für ein paar Tage mit nach Hause nehmen. Wenn das Telefon klingelte, konnte man nicht sehen, wer anruft, bevor man den Anruf entgegennahm. Ich erinnere mich, dass man manchmal zu spät zum Telefon geeilt war und den Anruf dann verpasste. Kommentiert wurde das von meinen Eltern immer ganz entspannt mit: „Naja, wenn’s wichtig war, ruft derjenige wieder an.“ Was blieb einem auch anderes übrig? Wenn wir gerade zu Mittag aßen, haben meine Eltern das klingelnde Telefon manchmal extra nicht abgenommen. Das hat man sich rausgenommen. Und das Radio lief bei uns zu Hause sowieso ganz selten. Eigentlich nie. Wenn dann haben wir Kinder unsere Kassetten angehört, später CDs.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und das war’s. Medienkonsum a là 1990-2005. Wie herrlich simpel.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dann kam alles anders.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plötzlich wurde der Computer wichtig, Texte wurden in Word abgetippt und mit fancy WordArt-Effekten bearbeitet. E-Mail-Konten wurden angelegt. Chat-Rooms schossen wie Pilze aus dem Boden, unseren ersten Video-Call mit Headphones und Kamera werde ich nie vergessen! Wahnsinn! Telefonieren mit Bild, wir waren begeistert! Damals noch lange nicht etabliert zur alltäglichen Nutzung wie einige Jahre später, aber Ausprobieren wollten wir es mal, einfach so, zum Spaß. Dass rund 15 Jahre später sogar Schule und Uni so ablaufen würden, hätte man sich damals nicht vorstellen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und dann ging alles ganz schnell und noch schneller … wenige Jahre später kam das erste Smartphone auf den Markt, eine Revolution ihresgleichen. Heute bestimmen Smartphones unseren Alltag so intensiv wie nichts anderes mehr. Über Generationen hinweg.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind nicht besser erreichbar, wir sind gar nicht mehr unverfügbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer anruft, verrät uns die Nummer auf dem Display, unbekannte oder anonyme Anrufer lässt man gelegentlich abblitzen, weil man sich wundert, wer da anruft, verpasste Anrufe werden erwartungsgemäß zurückgerufen. Musik hören wir nicht mehr übers Radio, sondern immer und überall über unsere stylischen Bluetooth-Boxen, die die Songs unserer etlichen Playlists ausgeben. Filme werden nicht mehr ausgewählt, sondern angeklickt, was nicht gefällt, wird abgebrochen, schließlich stehen ja noch Hunderte anderer Filme im Streaming-Portal zur Verfügung. Von den E-Mail-Konten, die täglich gecheckt und beantwortet werden wollen, den vielen Apps, die unser Leben tracken und auswerten, uns warnen und loben, und den endlosen WhatsApp-Gruppen, die täglich unsere Aufmerksamkeit fordern, will ich an dieser Stelle gar nicht sprechen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verglichen mit heute wirkt das Leben von damals ganz schön idyllisch. Nein, früher war nicht alles besser, es war nur alles anders. Manches war besser, manches war schlechter. Aber es war in jedem Fall langsamer.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein langsames Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Leben, in dem eins nach dem anderen geschah. Nicht alles auf einmal. Nicht immer und überall und sofort. Eine Sache, die einen Wert hatte, folgte einer anderen Sache, die auch einen Wert hatte. Die Zeit dazu hat man sich nicht nur genommen, die musste man sich nehmen, es ging gar nicht anders.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute frage ich mich, wohin uns dieses Übermaß treibt ... Mir scheint, als würden wir zunehmend mit einer Leichtfertigkeit gegenüber den Dingen leben. Wenn wir eine Sache beginnen, planen wir schon die nächste und ehe wir mit der ersten Sache fertig sind, haben wir schon die zweite begonnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist das digitale Leben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist das inflationäre Leben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind wir dabei, ein Leben in Qualität auszutauschen in ein Leben in Quantität? Ein Leben in Eile statt mit Weile zu leben?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich wünsche mir oft wieder ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            langsameres Leben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Leben, das Raum lässt zum Dasein, Wahrnehmen, Staunen, Durchatmen, Weitergehen. Oder Stehenbleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/IMG-20201030-WA0028.jpg" length="155972" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 11 Apr 2022 13:32:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/das-inflationaere-leben</guid>
      <g-custom:tags type="string">digital,heute,Denkmensch,inflationär,Philosophie,Digitalisierung,Leben,früher,Phil</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Übers Weglaufen ...</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/uebers-weglaufen</link>
      <description>Wovor läufst du weg?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übers Weglaufen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/IMG-20210516-WA0003.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Barfuß und im Schlafanzug stapft sie siegessicher die Straße entlang. Die Arme trotzig vor dem Körper verschränkt und ein Gesichtsausdruck, der mehr als Tausend Worte verrät. Der Asphalt unter ihren Füßen ist noch warm von dem heißen Sommertag, der sich langsam dem Ende neigt. Es ist noch hell, und die letzten Sonnenstrahlen des Tages leuchten ihr ins Gesicht. Die Blicke der Leute sind ihr in diesem Moment egal, denn sie hat ihr Ziel fest im Blick. Sie geht und geht, immer weiter und weiter … kurz vor ihrem Ziel fährt ein Auto an ihr vorbei und hält an: Ihre sorgenvolle und wütende Mutter steigt aus und nimmt ihre 5-jährige Tochter schnurstracks wieder mit nach Hause. Sie war einfach weggelaufen. Und jetzt war sie eingeholt worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Scheinbar war ich schon immer eine „Wegläuferin“. Weglaufen – das ist so eine Sache. Ich bin in meinem Leben schon öfter davongelaufen, vor etwas weggelaufen. Damit bin ich bestimmt nicht die einzige. Kennst du das auch? Manchmal wird uns einfach alles zu viel, zu eng, zu weit, zu unübersichtlich, zu peinlich, zu schnell, zu kompliziert … und dann laufen wir weg. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Heute möchte ich dir die Frage stellen: Wovor bist du (schon einmal) weggelaufen? Tust du es noch oder immer wieder? Was ist es bei dir, das dich zum Davonlaufen bringt? War es ein Berufswunsch, den du in der Kindheit hattest, der dir aber ausgeredet wurde oder von dem du dachtest, das schaffst du sowieso nie? Ist es ein Hobby, das du gerne ausprobieren würdest, aber du traust dich nicht, weil du scheitern könntest? Ist es dein Glaube, der dir gerade abhanden kommt oder den du vielleicht sogar schon lange aufgegeben hast? Sind es Ängste, denen du dich nicht stellen willst, weil sie zu groß sind?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich persönlich laufe immer wieder ich vor meinen Ängsten weg, und da gibt es manche. Ich habe zum Beispiel Angst, mit dem Aufzug zu fahren, weil ich fürchte, dass er stehen bleiben könnte. Ich habe eine gewisse Angst vor Reisen, weil mich der Gedanke aufwühlt, so weit weg von zu Hause zu sein. Der Angst vor dem Aufzug hab ich mich tapfer gestellt, aber es fällt mir immer noch schwer. Trotzdem ist es ein gutes Gefühl, sich davon nicht in die Enge treiben zu lassen. Gegen die Angst vor dem Reisen tue ich gelegentlich folgendes: ich verreise. Wovor ich in meinem Leben auch immer wieder weggelaufen bin, ist Gott, und es passiert mir immer noch manchmal. Manchmal wenn mir irgendwas nicht gepasst hat oder ich etwas nicht verstanden habe, war ich offline. Dabei verrenne ich mich so oft einfach nur in meinen eigenen Gedanken oder Annahmen, die sich später manchmal als gar nicht zutreffend herausstellen. Manchmal bin ich einfach stur oder beleidigt, oder aber ich bin enttäuscht und denke, ohne Gott glücklicher zu sein. Oft bin ich vor Gott weggelaufen aus Angst– Angst, mich lächerlich zu machen, Angst, nicht dazu zu passen, Angst, enttäuscht zu werden, Angst, etwas anderes zu verpassen, Angst, dass er gar nicht existieren könnte, Angst, komisch zu werden wie alle anderen ChristInnen ...
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ich glaube, dass es oft diese
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angst-Stimme
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist, die uns einflüstert, dass wir doch lieber davonlaufen sollten. Egal, ob es um unseren Glauben, unsere Träume und Wünsche, Hobbys, unsere Ängste oder was auch immer geht, sagt uns diese Stimme: „Lauf weg!!! Lauf schnell weg und komm nicht mehr zurück! Das hier ist nichts für dich. Du wirst dich blamieren, du kannst das nicht, du wirst scheitern. Du passt hier nicht dazu. Lauf weg!“ …. Und dann laufen wir davon. Manchmal ist das ein schleichender Prozess, manchmal ein krasser Schnitt. Aber wir sind dann weg.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich finde, Weglaufen ist total menschlich. Dabei ich finde es ehrlich gesagt auch ganz schön feige. Eigentlich ist es die heftigste Reaktion, die wir zur Verfügung haben: Anstatt das Gespräch oder eine Lösung zu suchen, entscheiden wir uns dazu, einfach wegzulaufen. Aber manchmal können wir vielleicht einfach nicht anders. Ich glaube allerdings, dass uns das, wovor wir weglaufen, früher oder später einholen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb die Frage an dich: Wovor läufst du weg? Hör mal in dich hinein. Gibt es da etwas? Wenn nicht, umso schöner!!! Aber sei ehrlich zu dir, dir selbst kannst du ja nichts vormachen. Und falls: Was sind deine Gründe fürs Weglaufen? Ist es Angst? Oder Scham? Zweifel? Oder etwas ganz anderes, vielleicht auch etwas Banales?
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ich bin der Meinung: Wir sind nicht gemacht fürs Weglaufen, nicht gemacht für ein Leben auf der Flucht. Wir sind gemacht, um anzukommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/IMG-20210516-WA0003.jpg" length="321169" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 11 Apr 2022 12:49:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/uebers-weglaufen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Daach, Moin und Hallo</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/daach-moin-und-hallo</link>
      <description>Unsere Reise durch die Republik</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere Deutschlandtour - ein Reisebericht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/md/pexels/dms3rep/multi/pexels-photo-4278035.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            10 Tage, 2552 km und 35 Stunden Fahrzeit – so könnte man unsere Deutschland-Tour zusammenfassen. Oder aber: malerische, strahlende Landschaften in aller Vielfalt, blaugrüne Küstenabschnitte, tolle Städte, beeindruckende Bauwerke, historische Stätten, interessante Menschen und wunderschöne Dialekte. Es ist schon eine Weile her, trotzdem will ich euch einen Eindruck von unserer Deutschlandreise nicht vorenthalten. Im September waren wir in der Republik unterwegs und damit ging für mich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: eine Rundreise durch unser Land.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gestartet sind wie im Südwesten. Von hier ging es über den Westen in den Norden und schließlich über den Osten wieder zurück nach Hause. Sechs Stationen umfasste unsere Tour: Die Pfalz, Köln, die Lüneburger Heide, die Ostsee, die Mecklenburgische Seenplatte und Dresden. Dazu kleinere Ausflüge in der Umgebung und etliche Unternehmungen vor Ort.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eins kann ich schon mal vorwegnehmen: Ich war absolut begeistert und bin es noch! Die Reise war noch besser, als ich das erwartet hätte und wir hätten natürlich noch soooo viel mehr ansehen können, aber dazu bedarf es dann eben noch ein paar mehr Reisen. Ich hatte mir erhofft, mit so einer Rundreise einmal eine Art „Überblick“ über Deutschland zu kriegen und was soll ich sagen?! Einmal Deutschland in seiner Vielfalt an Landschaften, Mentalitäten, Kulturen und Dialekten zu sehen, zu spüren und zu hören – das war es wert! Es war beeindruckend, innerhalb einer kurzen Zeit so eine Ahnung davon zu bekommen, welche Schönheit in diesem Land liegt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich zeig euch mal ein paar von den vielen Fotos, die mein Mann geschossen hat:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9130700-01.jpeg" title="Der Teufelstisch in der Pfalz" alt="Der Teufelstisch in der Pfalz"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Teufelstisch in der Pfalz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9130816-01.jpeg" alt="Burg Eltz am Abend" title="Burg Eltz am Abend"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9140991-01.jpeg" alt="Rheinufer in Köln" title="Rheinufer in Köln"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rheinufer in Köln
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kölner Dom
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9171293-01.jpeg" alt="Lüneburger Heide" title="Lüneburger Heide"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lüneburger Heide
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9181439-01.jpeg" alt="Rostock KTV" title="Rostock KTV"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rostock KTV
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ostsee bei Warnemünde
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9201677-01.jpeg" alt="Mecklenburgische Seenplatte" title="Mecklenburgische Seenplatte"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mecklenburgische Seenplatte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9211931-01.jpeg" alt="Dresden" title="Dresden"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dresden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9211884-01.jpeg" alt="Dresden" title="Dresden"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9222121-01.jpeg" alt="Die Bastei in der Sächsischen Schweiz" title="Die Bastei in der Sächsischen Schweiz"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bastei in der Sächsischen Schweiz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für mich war es außerdem der erste Urlaub im Osten der Republik. Vieles hatte ich schon darüber gehört und ehrlich gesagt hat Ostdeutschland ja oft nicht sooo einen guten Ruf, zumindest nehme ich das so wahr. Umso positiver überrascht war ich davon. Mir hat es echt gefallen und ich habe so manch unentdecktes Potenzial gesehen. Ich glaube, es steckt viel mehr im Osten als wir ihm manchmal zutrauen. Der Osten ist spannend, liebenswürdig und reizvoll. Auffällig war auch die eigenartige Mischung aus dem Protestantismus, der ja dort spürbar seinen Ursprung hat und den man wirklich an vielen Ecken noch erkennen kann, und der sozialistisch-atheistischen Prägung der Gegend, die die Mentalität der Menschen bis heute entscheidend ausmacht. Das war wie eine seltsame Spannung. Wir haben hier übrigens auch einen Gottesdienst besucht. Das machen wir gern, wann immer wir die Möglichkeit haben, an einem Sonntag in einem anderen Teil von Deutschland zu sein, dort dann auch in die Kirche zu gehen. Zum einen, eben um Gottesdienst mitzufeiern, aber zum anderen auch, um zu schauen, wie Christen in anderen Teilen unseres  Landes so ticken und wie Gottesdienst dort gestaltet wird. Das kann ich empfehlen, das ist spannend (sofern man denn grundsätzlich gern in die Kirche geht). Das Schöne ist ja, dass meine Kirche nicht nur die in meinem Ort ist, sondern national und international an allen Orten quasi miteinander verbunden ist. Jedenfalls sind in diesem Gottesdienst ganz andere Leute gewesen als hier bei uns zu Hause. Andere gesellschaftliche Schichten, und viele junge Leute, dafür so gut wie keine alten. Das hat mich überrascht - aber irgendwie auch nicht. Es ist nur eben etwas ganz anderes, dort in den Gottesdienst zu gehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was uns beide auch ziemlich beeindruckt hat, war, wie nett die Menschen im Rest von Deutschland sind. Wirklich! Das ist irgendwie eine eher traurige Bilanz für uns, aber es ist uns wirklich aufgefallen: Die Leute in anderen Bundesländern scheinen oft viel freundlicher und geselliger zu sein als das hier bei uns im Süden üblich ist. Das war ziemlich krass, egal ob in der Pfalz, in Köln, im Norden oder Osten. Egal, ob im Supermarkt, an der Tankstelle, an der Raststätte oder auf der Straße. Fremde Menschen haben uns einfach angesprochen und was Nettes gesagt. Wir waren regelmäßig überfordert damit und das ist kein Witz. Daher würde mich mal interessieren, ob Menschen, die nicht aus Baden-Württemberg kommen, aber hier wohnen, sich hier überhaupt wohlfühlen :D Klar, dass die wirtschaftliche Lage im Süden viele hierherzieht, aber es sollte einem ja auch gefallen, wo man lebt. Das hat mich also etwas beschäftigt ...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Damit entlasse ich euch aus dieser Mini-Deutschland-Tour ... Klar ist: Es gibt noch so viel mehr schöne Orte in unserem Land, die darauf warten, besucht zu werden. Deutschland ist nicht nur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           eine
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Reise wert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9171369-01.jpeg" length="474571" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 29 Dec 2021 21:44:41 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Was Glauben für mich bedeutet</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/was-glauben-fuer-mich-bedeutet</link>
      <description>Von tiefen Fragen, ehrlichen Zweifeln und einem Gott, der nicht von meinem Glauben abhängig ist</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was Glauben für mich bedeutet
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vergangenen Herbst war ich mit meinem Auto beim TÜV. Es war wieder Zeit geworden, es auf den Prüfstand stellen zu lassen und ordentlich durchchecken zu lassen. Ich konnte bei der Prüfung zuschauen und habe deshalb genau mitbekommen, was da so ablief. Ich kann euch sagen, da hat es heftig gerüttelt und geschüttelt, gewackelt, gequietscht und geheult. „Meine Güte“, dachte ich mir, „ob das gut geht und am Ende irgendwas noch heil wieder dabei herauskommt.“ Für einen Moment war ich mir da wirklich nicht so sicher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Während ich da so wartete und zuschaute, musste ich an meinen Glauben denken. Auch der steht immer wieder auf dem Prüfstand. Und weil das für mich so ein Herzensthema ist, habe ich mich dazu entschieden, über meinen Glauben zu schreiben. Eigentlich hatte ich das sogar schon vor längerem mal geplant. Und eigentlich wollte ich das dann ungefähr so aufziehen, dass ich davon erzähle, wie ich mit Zweifeln umgehe, denn ich zweifle oft, und der O-Ton des Artikels sollte eigentlich sein, wie gut ich es finde, wenn man zweifeln kann und dass ich dazu ermutigen will, sich den Fragen zu stellen, und auch, dass ich inzwischen schon ein bisschen Übung in Sachen Glaubenszweifel habe und gelernt habe, besser damit umzugehen. Klar, schließlich glaube ich ja nicht erst seit gestern an Gott.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Doch dann hat mich – wieder einmal – ein Tsunami des Zweifels überrascht und nichts war mehr klar. Der Boden unter den Füßen wie weggespült und die ach so reflektierte Perspektive auf meinen Glauben überschwemmt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deshalb, dachte ich, muss ich jetzt mal
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wirklich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ehrlich werden und einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wirklich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ehrlichen Einblick in mein Glaubensleben gestatten, der vielleicht den einen oder die andere irgendwo abholen kann. Here we go …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist mir in den letzten Jahren nie ganz leicht gefallen zu glauben. Das liegt bestimmt daran, dass ich immer so viel nachdenke. Und doch war ich eigentlich schon immer gläubig. Ich hatte die klassische landeskirchliche Laufbahn durchlebt, von Taufe über Kinderkirche bis Konfirmation und darüber hinaus. Was mir als Kind über Gott beigebracht worden war und den Glauben an ihn, der mir vorgelebt worden war, konnte ich schon in meiner frühen Teenagerzeit für mich bestätigen. Meine ersten Lebenskrisen begannen aufzutauchen, aber mein Glaube, oder viel mehr Gott, hat mich nie verlassen. Das lief gefühlt immer so weiter, aufrichtig und authentisch, glücklich und zufrieden. Bis ich dann die 20 überschritten hatte …. Plötzlich fing ich an, ganz existenziell Gott zu hinterfragen. Fragen über Fragen überrollten mich. Ich meine, das Übliche und doch die ganz großen, harten Fragen: Gibt es Gott? Wenn ja, wie kann ich mir da sicher sein? Ist mein Glaube eine Einbildung? Warum können manche Menschen an Gott glauben und andere nicht? Brauche ich Gott wirklich? Wo ist Gott in dieser Welt? Warum erleben manche Menschen ihn so intensiv und andere gar nicht? Gibt es einen höheren Sinn im Leben? Warum ist der Homo sapiens die einzige Art, die ein Bewusstsein hat, welches ihm ermöglicht, über mehr nachzudenken als das, was sein Überleben sichert? Warum stellt sich ein kleines Gehirn wie meins, das ja ein unbegreiflich miniminiwinzig kleiner Krümel in diesem Universum ist, Fragen, die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           über
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            das Universum hinausgehen? Warum? Warum kommt kein Mensch, der geistig gesund ist, jemals in seinem Leben an der Frage vorbei, ob es einen Gott gibt? Wie kommen wir denn auf solch ein Konzept? Hat das etwas zu bedeuten oder verirren wir uns da? Warum können wir Gottes Existenz weder beweisen noch widerlegen? … Mir wurde schnell klar, dass die Gottesfrage die größte Herausforderung der Menschheit zu sein scheint. Und: Dass sie niemand beantworten kann. Zumindest nicht mit Beweisen. Wohl mit Glauben und Gewissheit, was auch immer man denn glaubt. Aber nicht mit Wissen. Unser Wissen ist beschränkt. Und das schmerzt. Und so fingen die Kämpfe mit meinem Glauben an …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An solchen Tagen, wo mich Zweifel überfallen wie ein Heer wütender Krieger, fühle ich mich total verzweifelt, weil ich mich so allein damit fühle. Denn in meinem Kopf bin ich ja mit mir allein, da kann mir keiner helfen. Das Denken und Glauben kann mir niemand abnehmen. Ein Problem an der Sache, warum ich immer wieder so sehr zweifle, wurde mir jetzt bewusst: Ich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           will
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            manchmal gar nicht glauben. Ich will Wissen. Ich will nicht glauben müssen, sondern ich will’s wissen. Aber Wissen gibt es in dieser Welt eben leider nicht wirklich viel, das wird einem schnell bewusst, wenn man mal eine längere Zeit über diese Welt und das Universum und alles Mögliche nachgedacht hat. Was wissen wir denn schon? Ist es nicht so wie Sokrates schon sagte, dass wir viel mehr wissen, dass wir nichts wissen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Solche existenziellen Zweifel, die weit mehr als das sind, wünsche ich eigentlich niemandem, denn ich empfinde sie immer als sehr unangenehm und schmerzhaft. Ich freue mich für jeden, der das nicht erlebt, sondern der einfach überzeugt das glauben kann, was er glaubt. Manchmal wünsche ich mir dann sogar, einen anderen Glauben haben zu können, einfach nur, damit ich etwas habe, woran ich mich festhalten kann. Ich denke zwar nicht, dass mich ein anderer Glaube vor Zweifeln bewahren würde, aber gar nicht mehr zu wissen, was man glauben kann, ist das Schlimmste, weil wir das doch nicht können, oder? Wir alle müssen an etwas glauben. An nichts zu glauben wäre wie nicht zu denken und das funktioniert nicht, sobald wir mal existieren. Wir alle glauben also an etwas, denn auch jeder Zweifel beruht auf Glaubenssätzen, die wiederum hinterfragt werden wollen. Die Tatsache, dass ich mir in diesem Abschnitt innerhalb weniger Sätze irgendwie selbst widerspreche, unterstreicht vielleicht die Verwirrung, die ich selbst manchmal erlebe. Zweifel sind also sogar unausweichlich, aber eben trotzdem nicht angenehm ... hm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So ringe ich also immer wieder mit meinem Glauben und gehe dabei den Fragen nicht aus dem Weg. Ich kämpfe mit den Fragen, weil ich ehrlich zu mir sein will. So bleibt mir nichts anderes übrig. Und so schwer das auch ist, so gut finde ich es auch, denn es ist so menschlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist ein ehrlicher, zerbrechlicher und manchmal verzweifelter Glaube, der sich bis zur Unkenntlichkeit zu tarnen weiß. Aber er ist echt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was es denn dann ist, das mich immer wieder oder immer noch beim Glauben an Gott hält. Das kann ich gar nicht so einfach beantworten, denn ich weiß es oft selbst nicht so genau. Viele Christen sagen in Zeiten des Zweifels: „Bete zu Gott“, aber wenn man so weit von Gott weg ist, dass man nicht mehr an sein Dasein glaubt, dann kann man auch nicht mehr zu ihm beten. Denn dann ist man soooo weit weg, dass es mit einem kurzen Gebet auch nicht wieder getan ist. Trotzdem versuche ich dann, irgendwie dran zu bleiben und das fällt mir enorm schwer. Meist bekomme ich dann aber doch noch eine Art Gebet hin und sage so etwas wie: „Gott, falls es dich gibt, dann hilf mir.“ Was habe ich zu verlieren? Notfalls war es ein Gespräch mit der Luft, aber da gibt es Schlimmeres. Und dann passiert in der Regel kein Wunder mit viel Glitzer und so. Nein, aber ich werde allmählich ruhiger und kam bisher jedes Mal wieder näher zu meinem Glauben zurück. Manchmal schenkt Gott mir dann auch Weisheiten, von denen ich sicher bin, dass sie nicht aus meinem eignen Kopf heraus entstanden sind, denn ich kenne meine Gedanken, und so oder so ähnlich habe ich ihn schon öfter erlebt. Darüber, wie Gott mir begegnet, könnte ich aber lange erzählen, das sprengt hier den Rahmen … Ich bin letztlich überzeugt davon, dass es Gott selbst ist, der mich immer wieder bei sich hält, und nicht ich. Selbst in Momenten, in denen ich nicht an ihn glauben kann, erweist er sich offensichtlich als treu und mitfühlend. Das ist für mich alles nicht ganz verständlich, aber so ist Gott eben: Nie gänzlich durchschaubar für uns und doch immer da und vor allem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           für
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            uns. Tja und dann ist es für mich vielleicht auch der Mangel an überzeugenden Alternativen. Und glaubt mir, ich habe vieles auf den Kopf gestellt und tue es noch: Bücher gelesen, Atheismus auseinandergenommen, Interviews mit führenden Wissenschaftlern angehört, Podcasts, YouTube, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Studien über Hirnforschung in Bezug auf Religiosität, … es war gefühlt von allem etwas dabei. Bisher habe ich langfristig keine für mich glaubwürdigere Version gefunden als den Gott der Bibel.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und trotzdem: Je mehr ich frage, desto mehr ist mir unklar und je mehr Antworten ich habe, desto mehr neue Fragen kommen auf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist der Tanz der Fragezeichen in meinem Kopf in perfekter Formation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das alles fühlt sich für mich an wie eine tiefe, klaffende Wunde, die ertragen werden will. Letztendlich muss ich akzeptieren, dass ich nur ganz, ganz wenige Dinge über diese Welt wirklich weiß und ich vertraue darauf, dass ich nicht alles wissen muss. Was bleibt mir anderes übrig?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vielleicht sind solche extremen Glaubenstiefs aber auch das Beste, was mir eigentlich passieren kann. Denn wenn ich vollständig kapituliere, und ich es dann vielleicht sogar noch irgendwie hinkriege zu sagen "Gott, wenn es dich gibt, hilf mir", dann hat Gott freie Bahn. Dann kann er in meine tiefsten Abgründe herabkommen und Großes tun. Licht ins Dunkle bringen und seine Macht in meiner Ohnmacht beweisen. Denn eins ist klar: Wenn es in dieser Situation überhaupt noch jemanden gibt, der mir helfen kann, dann ist das Gott. Dann kann ich mich also nur noch auf ihn verlassen, wenn alles andere nicht trägt, und das ist gut, glaube ich, auch wenn ich in dem Moment nichts mehr wirklich glauben kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht sind also meine vermeintlichen Glaubenstiefs die wahren Glaubenshochs, weil ich mich dann ganz auf Gott verlasse und alles, was mir bleibt, ist, ihm zu vertrauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich sollte dankbar sein für diese Phasen, auch wenn mir das sehr schwerfällt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Denn dann kann ich wirklich an einen Gott glauben, der alles zum Segen werden lassen kann, auch unseren größten Schmerz. Dann ist Gott wirklich der, für den er sich ausgibt: ein unbeschreibliches, allmächtiges und liebendes Wesen, das es wert ist,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           genannt zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit einiger Zeit lebe ich solche Zweifels-Phasen nach folgendem Gedanken, den ich mal aufgeschnappt und für gut befunden habe:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            „Wenn mein Glaube etwas nicht aushält, dann ist er es nicht wert.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Prof. Tobias Künkler)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich halte das für ein starkes Motto. Ein mutiges, gewagtes, ehrliches Motto, das mich immer wieder herausfordert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tja. Doch das ist nicht alles ... Denn abgesehen von dieser zerbrechlichen Seite meines Glaubens bin ich aber auch schon immer sehr leidenschaftlich gläubig und wenn ich nicht gerade am Zweifeln bin, bin ich auch sehr überzeugt gläubig und ich liebe es total, mit Gott so eng im Kontakt zu stehen und stundenlang über ihn nachzudenken! Krass, dass diese beiden Extreme nebeneinander her existieren können und gleichzeitig irgendwie logisch, dass sie es tun, denn sie bedingen sich doch auch gegenseitig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu glauben bedeutet für mich, um diesen Glauben selbst zu ringen, um die Erkenntnis dieses großen Gottes zu ringen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glauben bedeutet für mich, anzuerkennen, dass Gott Gott ist und dass ich es nicht bin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Glauben bedeutet Vertrauen und Hingabe. Glauben bedeutet Beziehung zu Gott mit allen Aufs und Abs. 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Man kann dabei gar nichts falsch machen, solange man ehrlich bleibt – zu sich selbst und zu Gott. Denn das Schöne ist ja genau das, dass Gott uns so haben will, wie wir sind. Unverstellt, rau, kratzig, schwierig, mit tiefen Abgründen, aber eben auch wunderschön, einzigartig, meisterhaft. Gott will keine Fassade von uns, er will einfach uns. Die Bibel ist voll von solchen schwierigen Persönlichkeiten wie wir es sind; das sind keine Helden, sondern echte Menschen, mit denen Gott unterwegs ist. Das ist das, was ich an der Bibel so mag, denn das ist so authentisch. Mir persönlich ist das ein großes Anliegen geworden: Dass ich in meinem Glauben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ehrlich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bleibe. Dass ich keine Scheinwelt aufbaue, sondern viel mehr auch zulasse, dass diese meine kleine Welt manchmal ganz schön zusammenstürzt. Zu erkennen, wie angewiesen auf Gottes Liebe ich doch bin und zu begreifen, dass ich immer und immer wieder versagen kann, ohne jemals aus dieser Liebe herauszufallen. Ehrlich im Austausch zu sein mit anderen Menschen, was auch immer sie glauben und leben. Und ganz egal, was passiert, zu wissen, dass Gott mich hält, weil er mich liebt. Und zu wissen, dass das für jeden Menschen gilt! Wie schön.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Man kann also nichts falsch machen beim Glauben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Man muss nur ehrlich sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Inzwischen beruhigen mich meine Zweifel, die offenen Fragen und alle Ungereimtheiten sogar in gewisser Weise, denn sie weisen ja darauf hin, dass Gott eben Gott ist und nicht nur eine Einbildung in meinem Kopf. Denn mit einer Einbildung hätte ich keine Probleme, die würde ich mir so zurecht biegen, dass sie problemlos in meinen Kopf passt. Aber wenn ich an einen Gott glaube, der ja irgendetwas Göttliches an sich haben soll, dann ist es nicht nur zutiefst logisch, sondern sogar notwendig, dass er meine Gedanken sprengt, weil er eben nicht in meinem Kopf stattfindet und nicht so einfach da hineinpasst. Alles andere wäre der Beweis dafür, dass es sich bei meinem Glauben doch wirklich nur um ein Hirngespinst handelt. Aber dieser Gott ist größer und das darf er auch sein. Ich lasse das jetzt zu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Gott darf meine Vorstellungen sprengen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich bitte darum.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So, jetzt muss ich langsam mal wieder zu einem Ende kommen, auch wenn noch lange nicht alles gesagt ist. Ich habe aber das Gefühl, dass ich 1000 Jahre über Gott nachdenken könnte und immer noch nicht fertig wäre, deshalb belasse ich es jetzt einmal hierbei ...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einem Punkt bin ich mir jedenfalls sicher: Solche Glaubenszweifel erden mich enorm. Sie machen mich zu einem demütigeren Menschen unter 7 Milliarden, der versucht, mit dieser Welt klarzukommen, und gleichzeitig stärker denn je an diesen Gott glaubt, weil ich erkannt habe, wie sehr er uns liebt!
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Das macht mich hoffentlich noch gesprächsbereiter für Menschen mit anderer Überzeugung, und das Ganze mit viel mehr Interesse, anderen wirklich zuzuhören, denn wir sitzen doch alle gewissermaßen im selben Boot, nicht?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Letztendlich habe ich bisher immer wieder erlebt: Gott sieht mich, auch wenn ich ihn nicht sehe. Er glaubt an mich, auch wenn ich nicht an ihn glaube.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er geht mir nach, wenn ich davonlaufe und er holt mich ab, wenn ich weit weg von ihm bin.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer sanft und liebevoll. Ohne Zwang, ohne Druck. Mit Herz und Leidenschaft und ganz viel Liebe. Was für ein Gott.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            ///
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Hebräer 11, 1 NLB
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen. Doch Gott ist treu. Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er sogleich für einen Ausweg sorgen, sodass ihr standhalten könnt.“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            1.Korinther 10, 13 NLB
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Deine Güte und Gnade begleiten mich alle Tage meines Lebens,
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            und ich werde für immer im Hause des Herrn wohnen.“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Psalm 23, 6 NLB
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Psalm 73, 28
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ein ehrlicher Zweifler muss auch seine Zweifel hinterfragen.“ (H.P. Royer)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch ein Hinweis zum Schluss: Dieser Text hier ist nur ein kleiner Teil meiner Gedanken zu diesem Thema. Bitte legt nicht jedes meiner Worte auf die Goldwaage. Ich könnte mich wirklich lange und ausgiebig darüber unterhalten und meine Ansichten verändern sich auch immer wieder ein bisschen im Lauf der Zeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt unfassbar viel Input zu diesem Thema von ganz vielen klugen und inspirierenden Leuten. Ich mag es sehr, mich damit zu beschäftigen. Ein passendes Zitat deshalb noch zum Schluss:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich glaube, es gibt keinen Glauben ohne Krise. Glaube ohne Krise ... wird irgendwann Fundamentalismus. Das wird irgendwann ein hartes, enges, geschlossenes Weltbild. Wir brauchen die Hinterfragung. Wir brauchen die Zweifel, die Krisen, um erwachsen und mündig zu werden in unserem Glauben. Genauso wie wir z.B. das Wertesystem unserer Eltern hinterfragen müssen. […] Ich muss irgendwann zu einer Entscheidung kommen: Will ich das einfach übernehmen?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zitat von Dr. Johannes Hartl aus seinem YouTube-Video „Alles nur Konstrukt?“, das übrigens sehr gut zu diesem Thema hier passt. Er hat außerdem richtig viele spannende Videos für Denkliebhaber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 16 Aug 2021 15:41:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/was-glauben-fuer-mich-bedeutet</guid>
      <g-custom:tags type="string">denken,Denkmensch,Christentum,Leidenschaft,glauben,Gott,groß,Nachdenken,Zweifel,Theologie,Theismus,Freiheit,Glaubenszweifel,Jesus,Atheismus,Theo,Philosophie,Glaube,Phil,Tiefe,Agnostik</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Versöhnt leben mit der eigenen Vergangenheit</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/versoehnung-mit-der-eigenen-vergangenheit</link>
      <description>Über Fehler und verpasste Chancen</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Versöhnt leben mit der eigenen Vergangenheit //
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über Fehler und verpasste Chancen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Draußen regnet es. Schon seit Stunden kann ich hören, wie die Regentropfen auf die Dachfenster unserer Wohnung prasseln, während ich zu Hause im Trockenen sitze und mich frage, ob ich eigentlich irgendwo falsch abgebogen bin. Nicht in unserer Wohnung natürlich, sondern im Leben falsch abgebogen. Hab ich irgendwas verpasst?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kennst du das oder bin ich die einzige, die sich manchmal fragt, ob sie eigentlich in ihrem bisherigen Leben etwas Entscheidendes falsch gemacht, Chancen verpasst und versagt hat?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hätte ich nicht etwas anderes studieren sollen? Hätte ich etwas anderes arbeiten sollen? Hätte ich das Studium mehr genießen sollen? Hätte ich mehr aus meiner Jugend herausholen sollen? Hätte ich mehr oder etwas anderes aus mir herausholen sollen? Und sollte ich mit 26 schon an diesem Punkt stehen, wo man sich solche Fragen stellt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit den meisten großen Entscheidungen, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe, bin ich wirklich zufrieden: Ich würde zum Beispiel wieder heiraten und ich würde auch wieder denselben Mann heiraten. Puuh. Das ist schon mal gut. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber dann gibt es so viele andere kleinere Dinge, bei denen ich mir nicht so sicher bin. Verhaltensweisen, Einstellungen, Entscheidungen von früher … Warum hab ich das gesagt und jenes getan, warum hatte ich davor Angst und hab mich jenes nicht getraut, wieso hab ich mich darauf eingelassen und habe jenes aufgegeben … ? Ich möchte an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, ehrlich gesagt. Aber ich habe bemerkt, dass das Dinge aus meiner Vergangenheit sind, die ich bedauere, bereue und betrauere. Und ich denke dabei nicht nur an mich, sondern auch an andere Menschen, deren Lebensgeschichten ich kenne ... Vielleicht kennst du das auch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hab viel über das Warum nachgedacht und ich glaube, die Gründe für diese „Fehler“ in unserem Leben sind oft entweder mangelnde Lebenserfahrung, mangelndes Selbstvertrauen, Angst vor Veränderung und vor dem Ungewissen, mangelnde Alternativen oder eben eine Mischung aus diesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fehler. Ja, das sind irgendwie Fehler aus unserer Vergangenheit. An sich ist nichts Schlimmes dabei, Fehler zu machen, schließlich tun wir alle das und keiner kommt um sie herum. Aber sie können trotzdem ein bedrückendes, dumpfes Gefühl in uns hinterlassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und dann? Was tut man dann? Hmm …  Bei Menschen, denen man Unrecht getan hat, kann man sich entschuldigen und um Verzeihung bitten. Aber was tun mit den Fehlern, die nichts mit anderen Menschen zu tun haben? Wo man sein Versagen oder Versäumnis einzig und allein sich selbst zuzuschreiben hat, höchstens noch den Umständen - und das ist das Stichwort:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umstände.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nein, ich bin kein Fan davon, die Opferrolle einzunehmen und alle Verantwortung von sich wegzuschieben. In meinen Augen ist jeder Mensch erst einmal selbst verantwortlich für alles, was ihn betrifft. Und trotzdem dürfen wir doch auch nicht so hart zu uns sein, oder?!? Die Welt ist es. Müssen wir es dann auch noch sein – uns selbst gegenüber? Ich finde nicht. Ich will gnädig sein mit mir, so wie ich das auch mit anderen sein will. Ja, da bin ich ganz christlich, aber ich mein’s ernst. Wir brauchen mehr
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gnade
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Das ist ein seltsames Wort, aber Gnade ist einfach klasse. Wir werden so sehr unter Druck gesetzt in einer Welt, in der nun mal hauptsächlich Leistung zählt. Wo kommen wir hin, wenn wir nur noch auf solche fordernden, verurteilenden und vorwurfsvollen Parolen hören, nur um dann auch noch selbst in diesen Chor miteinzustimmen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Leben ist nicht fair. Menschen wachsen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen auf und Stichworte wie z.B. gerechte Bildungschancen sind auch in Deutschland lediglich Wunschträume – das ist nicht die Realität, das sind Wünsche. Und deshalb glaube ich, dass manche Versäumnisse, Fehler und verpasste Chancen zwar unserer Person zugeschrieben werden, aber nicht allein unsere Schuld sind. Manchmal konnten wir auch einfach nicht anders handeln und uns anders verhalten als so, wie wir es getan haben. Manches davon haben wir nach damaligem bestem Wissen und Gewissen getan oder einfach mit der übrigen Kraft, die wir noch hatten. Hätten wir mehr davon gehabt, hätten wir mehr Gerechtigkeit erlebt, hätten wir andere Entscheidungen getroffen. Aber so war es nicht. Und deshalb müssen wir vielleicht auch viel gnädiger mit uns sein, wenn es darum geht, uns mit unserer Vergangenheit zu versöhnen. Nicht alles war perfekt – im Gegenteil, im Leben vieler Menschen ist bei weitem nicht alles perfekt gewesen, da kann nicht einmal annähernd von perfekt die Rede sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber genau deshalb glaube ich, dass wir eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Versöhnung mit uns und unserer Vergangenheit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            brauchen. Ich glaube, wir müssen uns immer wieder mit uns selbst versöhnen: mit unseren Fehlern und Macken und mit den Dingen, die wir verpasst, verhauen, versäumt und vermasselt haben. Das tut weh. Aber es ist okay. Versagen ist menschlich und das ist okay. Das musste ich erst lernen und obwohl ich das inzwischen weiß, muss ich mich immer wieder daran erinnern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Frage ist auch, ob wir jemals unsere Fehler wirklich wiedergutmachen können. Ob wir das, was wir verpasst haben, nachholen können? Die Chancen, die wir uns entgehen haben lassen, noch ein zweites Mal bekommen? Ich glaube: Nein. Ich glaube nicht, dass wir das alles nachholen und wiedergutmachen können. Ich glaube viel mehr, dass wir akzeptieren müssen,  dass es da Risse geben wird in unserem Leben – die tun weh, aber sie sind da. Dieser Schmerz ist echt und berechtigt und er kann nicht einfach so gelöscht werden. Den gilt es wahrzunehmen und damit umzugehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ein oder andere Versäumnis kann vielleicht noch nachgeholt und die ein oder andere Entscheidung korrigiert werden, das denke ich schon. Aber ich habe die leise Ahnung, dass irgendwann der Zug abgefahren ist … egal für was. Für alles ist es irgendwann einmal zu spät. Das ist eine ganz schön gewagte Aussage, wo wir uns heutzutage doch immer das Gegenteil einreden wollen: „Alles ist möglich. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Es ist nie zu spät. Sag niemals nie. Lebe deinen Traum. Hol dir das, was du willst.“ Oder so. Aber ich glaube, dass es Situationen gibt, für die es irgendwann tatsächlich zu spät ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           FOMO
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist dazu vermutlich auch ein passendes Stichwort:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fear of missing out. Die Angst, etwas zu verpassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ja, die kenne ich. Oder in diesem Fall, die Angst, etwas verpasst zu haben. Habe ich etwas verpasst in den letzten Jahren? Auf jeden Fall! Ich denke, absolut! Wir alle verpassen doch ständig etwas, denn wir können nicht alles haben und schon gar nicht alles auf einmal. Wir werden Dinge verpassen, viele Dinge sogar. Denn wenn wir zu einer Sache „Ja“ sagen, sagen wir damit zu Tausend anderen Dingen „Nein“. So sieht’s doch in Wirklichkeit aus, oder? Und trotzdem ist da wieder so ein dumpfes Gefühl. Aber warum? Was erwarten wir vom Leben? Was erwarte ich?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vielleicht ist es hier auch wichtig, weder auf der einen noch auf der anderen Seite vom Pferd zu fallen. Immer wieder in sich hineinzuhorchen und sich zu fragen: „Was will ich wirklich im Leben? Was wollte ich schon immer einmal ausprobieren und was möchte ich eigentlich unbedingt noch machen?“ ist meiner Meinung nach wichtig, um auf Kurs zu bleiben oder seine Richtung eben ein klein wenig anzupassen, um das Leben zu leben, das einem entspricht und die Gaben aus sich herauszulassen, die in jedem von uns stecken. Aber andererseits sollten wir uns auch nicht ständig den Puls fühlen und permanent alles hinterfragen, denn wir müssen uns auch nicht alle fünf Jahre neu erfinden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diesen Druck müssen wir uns nicht machen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir dürfen das Leben, das uns gegeben ist, auch so
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           annehmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , wie es ist, und versuchen, etwas Gutes daraus zu machen, und dann einfach darauf vertrauen, dass wir zwar nicht alles richtig machen werden und bei weitem nicht alles perfekt sein wird, aber dass es
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           echt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sein wird, wenn wir das zulassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meinem eigenen Ich würde ich also so etwas raten wie: „Wenn es etwas gibt, das du unbedingt noch machen willst in diesem Leben (gerade beruflich ist das ja für viele ein Thema, wie auch für mich), dann mach das. Aber glaube nicht, dich alle paar Jahre neu erfinden zu müssen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und überhaupt: Was ist denn schon gut und schlecht in unserem Leben und was ist wirklich hilfreich und was nicht? Können wir das denn überhaupt immer so zuverlässig bewerten? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am Ende wird unser Leben nicht immer super gewesen sein, aber es wird ganz individuell gewesen sein. Mein Leben wird nicht das perfekte Leben gewesen sein, aber es wird
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            mein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Leben gewesen sein. Mein eigenes, individuelles Leben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Versöhnt leben mit sich selbst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            - diesen Schritt müssen wir, glaube ich, immer wieder tun.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Also: Nimm deine Vergangenheit an, so wie sie war, und wer weiß, vielleicht werdet ihr ja sogar noch gute Freunde ;) Alles, was uns bleibt, liegt hier und jetzt und da vorne. Blick in Richtung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Weiter geht's".
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ach, ich könnte noch lange weiterschreiben …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber vielleicht sind die Dinge auch gar nicht so dramatisch, wie sie gerade auf mich wirken. Vielleicht ist es viel mehr der Regen, der so eine trübe, melancholische Stimmung in mir auslöst … und vielleicht ist es einfach auch in Ordnung, wenn es mal stundenlang regnet … Es muss ja auch nicht immer die Sonne scheinen …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vielleicht bin ich heute zu pessimistisch. Vielleicht aber auch einfach zu realistisch. Oder gar zu optimistisch?!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil überlasse ich dir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 06 May 2021 20:48:00 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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    </item>
    <item>
      <title>Nirgendwo und überall</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/nirgendwo-und-ueberall</link>
      <description>Wo ist eigentlich Gott, wenn es mir schlecht geht!? Ein ehrlicher Einblick in eine persönliche Krise ...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesen Beitrag kannst du dir vorlesen lassen. Audiodatei am Ende des Artikels.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nirgendwo und überall
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           ch renne wieder einmal meinen Spaziergang entlang, einen großen Spaziergang. Ich bin weit gelaufen. Und jedes Mal, wenn ich denke, ich drehe um, gehe ich doch noch ein Stück weiter. Ich will Gott noch eine Chance geben. Und noch eine. „Gott, wo bist du?“, denke ich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im letzten halben Jahr bin ich unruhig geworden. Ich meine nicht nervös. Sondern unruhig tief in mir drin. Mein Leben ist aus dem Gleichgewicht geraten. Auslöser für diese Krise war unter anderem meine Arbeitslosigkeit, deren Effekt durch die zeitgleiche Corona-Pandemie noch verstärkt wurde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf den ersten Blick wirkt meine Situation für manche vielleicht gar nicht so schlecht. Viel Zeit zu haben und tun und lassen zu können, was man will, wer will das nicht? Ja, stimmt. 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Bloß dass ich diese Situation schon ziemlich bald als seeeehr herausfordernd empfunden habe. Denn wenn man plötzlich keine Struktur mehr in seinem Alltag hat und eigentlich nichts mehr zu tun hat, dann muss man sich selbst Programm schaffen. „Ist doch nicht so schwer“, denken viele bestimmt. Dachte ich auch. Aber es
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           schwer. Ganz einfach deshalb, weil es mich enorm unter Druck gesetzt hat. Plötzlich hatte ich so viele Freiheiten: Abgesehen vom Bewerbungenschreiben und sich mit der Crème de la Crème der deutschen Bürokratie herumzuschlagen, bleibt noch viel Zeit übrig für Dinge wie Kuchen backen, Fenster putzen, Bücher lesen, die nächste Podcastfolge hören, kochen, joggen, singen, mich um die Wäsche kümmern, alte Bedienungsanleitungen aussortieren, ein Workout machen, einem Hörbuch lauschen, meine Gedanken in einem meiner Hunderttausend kleinen Heftlein aufschreiben, spazieren gehen, beten, meditieren, Filme anschauen, Blogbeiträge schreiben und so weiter und so fort. Vieles davon hab ich tatsächlich getan, immer wieder. Aber genau diese große Auswahl an Möglichkeiten und dem gleichzeitigen Gefühl, nichts Gescheites getan zu haben, hat mich ganz rastlos gemacht. Ich fühle mich oft gejagt von mir selbst: „Jetzt überleg dir gut, was du heute erledigen willst. Mach dir einen Plan. Nimm dir was vor. Sei diszipliniert. Nutze den Tag. Leg los. Auf geht’s, mach was! Nicht trödeln. Machen! Weiter geht’s. Hopp hopp. Gestalte dein Leben selbst. Aber jetzt mach doch mal was, fang an!“ Von solchen Gedanken lasse ich mich oft durch die ganze Wohnung jagen. Aber genau dieser Druck sorgte oft dafür, dass ich am Ende gar nicht so viel tat von all dem, was ich tun könnte. Weil mir so schwindelig wurde von meinen eigenen Erwartungen und Gedanken, wusste ich am Ende oft gar nicht mehr, was ich denn nun tun soll, geschweige denn, was ich als erstes und was als nächstes tun soll, was ich eigentlich will oder wohin es mit mir eigentlich geht … Druck von allen Seiten, allen voran von mir selbst. „
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           muss schließlich wissen, was morgen kommt, ich kann doch nicht einfach hier herumhocken und gar keinen Plan haben.“ Aber je mehr Freiheit ich hatte, desto weniger war mir klar und je mehr Druck ich mir machte, desto weniger ging mehr. Und so fand ich mich schnell in einem nicht endenden Kreislauf, in dem ich mich selbst jagte und gleichzeitig vor mir selbst davonlief. Ich drehte mich nur noch um mich selbst und merkte das gar nicht, bis ich vor lauter Schwindel nicht mehr aufrecht stehen und vor lauter Tränen nicht mehr klar sehen konnte, bis ich völlig außer Atem war und nur noch „Stopp!“ schreien wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In solchen Situationen kommen wir an einen Punkt, an dem wir uns die tiefsten, innigsten Fragen stellen: Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt? Was trägt, wenn nichts mehr trägt? Wer bin ich, wenn ich gerade eigentlich niemand mehr bin oder zumindest nicht mehr die, die ich bisher war? 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Hier geht es um Identität. Hier geht es um mehr als um die Frage, was ich beruflich als nächstes mache. Hier geht es um die Frage „Wer bin ich?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ganz wesentlicher Bestandteil dieser Krise war und ist für mich auch das Suchen nach Gott. Von Beginn an hab ich ihn gesucht, gehofft, dass er sich mir irgendwie zeigt, mir wieder begegnet und ich meine Situation dadurch besser ertragen könnte. Ich hab so oft zu ihm gebetet. Ihn angeklagt, das natürlich auch. Aber auch immer wieder gebeten, zu mir zu kommen und zu mir zu sprechen. Aber Gott schwieg. Und je mehr er schwieg, desto unruhiger wurde ich und desto mehr versuchte ich, ihn zu greifen -und verrannte mich dabei knallhart. Denn Gottes Wirken kann man nicht heraufbeschwören. Vor allem nicht durch die Mittel, die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           mir habe einfallen lassen, die aber im Wesentlichen auch nur der üblichen Praxis von gläubigen Christen entsprechen: Gebet, Stille, Meditation, Spaziergänge, Lobpreislieder, Bibellesen … nicht Ungewöhnliches. An diesen Dingen ist überhaupt nichts Schlechtes, im Gegenteil. Die sind gut! Nur wenn man glaubt, man könnte Gott damit herbeizaubern wie den Gini aus der Wunderlampe, dann hat man sich geschnitten. Gott kann uns darin begegnen, aber er kann sich uns eben auch vollständig entziehen. Kann man machen, wenn man allmächtig ist. Und ich weiß, dass es Gott nicht darum geht, seine Macht auszuspielen. Dafür kenne ich ihn zu gut. Er liebt es, wenn wir zu ihm kommen und er begegnet uns gern. Aber vielleicht nicht dann, wenn er möchte, dass wir gerade etwas Wichtiges in diesem Zusammenhang begreifen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für mich sind all diese Dinge an einem Punkt scheinbar zu einer Art Mittel zum Zweck geworden. Nicht absichtlich natürlich. Ich bin in meiner Not vielmehr da hineingerutscht. Aber ich glaube, Gott will mich wieder dort herausholen. Ich habe vor lauter Unruhe oft gar nicht mehr gewusst, was ich noch sagen soll im Gebet, habe es oft irgendwo schnell dazwischen geschoben, nur damit ich mir sagen kann, ich habe es gemacht. Hier und da noch schnell eine Runde Ruhe im Gebet auf dem Sofa, nur, dass
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            nicht ruhig war. Weil ich es nicht ertragen hab, still zu sein. Zuzuhören. Und einfach da zu sein. Ja, einfach nur zu sein. Dann dachte ich, ich gehe regelmäßiger spazieren. Das tut immer gut und macht sich auch gut. Man kann dann stolz erzählen, dass man heute ausreichend Bewegung hatte und dass das ja so meditativ sei und ach wie herrlich die Natur und so ... Aber dass ich auf meinen Spaziergängen – die ich meist extra groß begangen habe, damit ich mir selbst sagen kann, ich sei ja heute eine große Runde gelaufen und Gott hätte mir zehnmal in dieser Zeit begegnen können – meist nur „gerannt“ bin und dass das manchmal alles andere als entspannend und bereichernd war, das habe ich ausgeblendet. Ich habe all diese Dinge, durch die ich gehofft hatte, Gott könnte mir begegnen, offensichtlich nur noch wie ein To Do betrachtet, das ich dann glücklich und zufrieden am Ende meines Tages abhaken konnte, wo ich doch sonst schon nichts erreicht hatte, weil ich ja eigentlich nichts zu tun hatte. Ich habe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            wie ein To Do betrachtet. Ich habe mich total verlaufen vor lauter Sorge, nichts mehr zu haben, was mich erfüllt und hält und ausmacht. Vor lauter „Du musst dein Leben gestalten. Mach Pläne. Du musst dich doch bemühen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Du
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            musst doch wissen, was morgen, nächste Woche und nächsten Monat kommt“ und der zeitgleichen Erfahrung von „Alle Türen sind zu. Ich weiß nicht, wohin. Ich kann doch nicht einfach nur da sein, ich muss doch etwas tun. Was ist meine Aufgabe? Ich strampele und es tut sich nichts. Ich sitze in einem Wartezimmer, das gar keinen Ausgang hat“ hab ich mich sooooo verirrt, dass ich Gott in diesen Strudel mit hineingezogen habe. Und dabei ganz vergessen habe, dass er doch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            allem steht. Mit mir da drin und dabei, aber dass
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           er
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            doch die Kontrolle hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin weit gelaufen auf diesem Spaziergang. „Gott, wo bist du?“, denke ich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            In dem Moment flüstert es leise in meinem Herzen zu mir: „Warum rennst du eigentlich so? Wovor läufst du weg? Vor dir selbst? Wo willst du denn hin? Willst du zu mir? Ich bin doch schon da. Hör auf, davonzulaufen. Stelle dich der Leere in dir drin. Stelle dich all dem, was du nicht bist. Du bist ja ganz außer Atem. Wann bleibst du endlich einmal stehen und hältst still? Wann hörst du auf, krampfhaft zu versuchen, dein Leben unter Kontrolle zu kriegen und dabei doch nichts zu gewinnen? Bleib stehen und komm zur Ruhe. Hör auf, mich da draußen zu suchen. Ich bin nicht da draußen, ich bin da. Ich hab dich nie allein gelassen. Ich war immer da. Aber wo warst du?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Du
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           warst nicht da. Weil du so beschäftigt damit warst, dich selbst über Wasser zu halten anstatt dich auf mich fallen zu lassen; überall herumzurennen und Pläne zu schmieden anstatt abzuwarten und mir zu vertrauen; laut zu sein anstatt die Stille in dir zu ertragen; wie angebrannt in der Wohnung herumzurasen; Gebete wie auf Knopfdruck abzuliefern ohne wirklich an einem ehrlichen Austausch mit mir interessiert zu sein, sondern nur deine eigenen Antworten hören zu wollen; zu meinen, ein heiliges Gefühl meiner Gegenwart durch zwei schnelle Worshipsongs herstellen zu können und mich mit deinen extra ausgiebigen Spaziergängen unter Druck setzen zu können. Hör auf, mich wie ein weiteres To Do zu betrachten. Du musst gar nichts, du darfst einfach sein. Bleib stehen. Halte still. Lass los und sei einfach da. Denn wenn nichts mehr bleibt, bleibe ich. Wenn nichts mehr trägt, trage ich. Ich bin nicht irgendwo. Ich bin da.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wow. Okay … Diese Worte kamen so völlig ohne Vorwurf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den Rückweg gehe ich ganz langsam. Ruhiger. Demütiger. Was hab ich mir dabei gedacht? Zu glauben, ich sei nur jemand, wenn ich etwas tue. Ich meine, wir Menschen, besonders in Deutschland, legen sehr großen Wert auf solche Dinge wie Arbeit, Leistung, Liefern, Machen und Tun. Aber ich glaube, wir verirren uns da. Wir sind nicht das, was wir tun. Wir sind. Es geht nicht ums Tun. Es geht ums Sein. Wer wir denn nun sind, muss jeder für sich selbst beantworten, aber für mich steht fest: Ich bin vieles nicht, aber durch den, der sich selbst „Ich bin“ nennt, bin auch ich. Zumindest sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch die Sache mit dem ehrlichen Austausch hat gesessen. Wenige Tage zuvor erst hatte ich nämlich darüber nachgedacht, wie sehr ich es liebe, mit anderen Menschen im Dialog zu stehen und zu hören, was sie denken. Dass ich es aber nicht so mag, wenn Menschen mir unehrliche Fragen stellen. Unehrliche Fragen sind Fragen, die jemand anderes so beantworten soll, wie wir selbst das gerne hätten. Ich ertappe mich auch hin und wieder dabei, ketzerische Fragen zu stellen, auf die ich doch am liebsten nur meine eigenen Antworten dulden würde. Ich glaube aber viel mehr: Wenn wir lernen und uns trauen, ehrliche Fragen zu stellen, dann werden wir auch echte Antworten finden. Gott mag es wohl auch besonders, wenn wir ihm ganz ehrliche Fragen stellen. Dann hat er die Möglichkeit, uns darin zu begegnen. Dazu müssen wir aber bereit sein, das hören zu wollen, was er uns antworten will. Denn Gott drängt sich uns nicht auf. Doch seine Antworten sind erfahrungsgemäß weitaus liebevoller, befreiender, großzügiger und beflügelnder als alle Antworten, die ich mir jemals selbst gegeben habe. Es sind weite, friedliche Antworten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für mich bleibt es ein großes Übungsfeld, in dem ich mich gerade befinde. Aber ich möchte mich immer an den wenden, der mir immer wieder alles abnimmt, was ich mir selbst aufgebürdet habe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht lässt Gott mich gerade dort sitzen, wo ich sitze, bis ich bereit dazu bin, weiterzugehen. Vielleicht ist das eine Lektion, die ich lernen soll. Denn wenn ich kapituliere und bereit dazu bin, in den Schmerz hineinzugehen, kann mir Gott dort ganz neu begegnen, weil ich dann endlich wieder zuhöre. Dann kann er mir aufhelfen und mir sagen:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich bin da. Du auch?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 01 Apr 2021 15:22:45 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Wie alt sind eigentlich junge Leute?</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/wie-alt-sind-eigentlich-junge-leute</link>
      <description>Vom Jungsein und Älterwerden ...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Wie alt sind eigentlich junge Leute?
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Heute geht's ums Alter, ums Jungsein und Älterwerden oder ums Altsein und Jungbleiben. Du findest es vielleicht irritierend, dass das von mir kommt, weil ich selbst gerade mal frische 26 bin (sorry -not sorry), aber dafür ist man nie zu jung und du wirst merken, wie ich das meine. Außerdem haben sich in den letzten Monaten tatsächlich sanfte Falten um meine Augen gelegt, die mich doch etwas ins Grübeln bringen und ich hab mich gefragt, was das Alter mit uns macht. Also, legen wir los … bei diesem Spiel kann jeder mitmachen:
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Wie alt bist du?
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Jetzt überlege dir, was das mit dir macht? Welche Gefühle, Gedanken oder Erwartungen kommen hoch, wenn du an dein Alter denkst? Lässt du dich sehr von dieser Zahl, die gewissermaßen über deinem Leben schwebt, beeinflussen? Oder ist sie dir eigentlich so gut wie nicht bewusst und du musst erst einmal mühevoll ausrechnen, wie alt du denn aktuell bist? Okay, so weit, so gut.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Die viel spannendere Frage ist aber:
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Wie findest du das, was diese Zahl mit dir macht?
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Wie findest du es, dass dein Alter dich so sehr oder so wenig oder gar nicht beeinflusst? Und was ist hier gerechtfertigt oder gar empfehlenswert?
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich denke häufig über mein Alter nach. Eigentlich ständig. Und ich hab das schon immer so gehandhabt. Keine Ahnung, warum. Es war mir schon immer wichtig. Seit ich die 25 überschritten habe, komme ich jedenfalls immer schlechter damit klar, haha. Ist das normal? Für viele junge Leute ist ja die 30 eine ganz besonders große Hürde. Für mich ehrlich gesagt auch, aber da hab ich ja noch ein bisschen …
            
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
           Ich war schon immer jemand, der Pläne gemacht hat und bis zu einem bestimmten Alter bestimmte Dinge im Leben erreicht haben wollte. Da gibt es bestimmt auch Menschen, die das gar nicht so handhaben, oder? Tja, jetzt frage ich mich, was hier wohl besser ist. Was macht uns glücklicher? Man sagt ja immer „Man ist immer so alt, wie man sich fühlt.“ Aber kann man das einfach so sagen? Denn eigentlich ist man eben immer so alt, wie man ist. Ist doch ganz klar.
            
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
           Aber vielleicht sind wir wirklich besser damit beraten, nicht allzu viel Wert auf diese Zahl zu legen, sondern uns stattdessen mehr auf unsere persönliche Entwicklung zu konzentrieren. Denn eins ist klar: Jedes Leben wird subjektiv gelebt. Und jeder Mensch hat seine ganz eigene Timeline. Also warum sich einen Stress machen wegen Zielen, die man an sich selbst gesetzt hat oder Erwartungen, die andere an einen haben? Auf der anderen Seite wissen wir alle, dass wir nicht ewig leben – wobei … naja, um weltanschaulichen Problemen an dieser Stelle aus dem Weg zu gehen, einigen wir uns einfach darauf, dass unser irdisches Leben irgendwann vorbei ist. So. Im Licht dieser Tatsache möchte man ja nun möglichst wenig von seiner wertvollen Zeit auf diesem Planeten verschwenden. Und da spielt unser Alter natürlich die Hauptrolle. Also wie kann man behaupten, das sei nicht so wichtig? Ich finde schon.
            
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://irp-cdn.multiscreensite.com/145bd03d/dms3rep/multi/20210222_165101+%282%29.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Vor einiger Zeit habe ich mir meine Lebenszeit mal versucht, bildlich darzustellen. Dazu habe ich ein paar Kreise auf eine Heftseite gezeichnet. Dabei steht jeder Kreis für ein Lebensjahr (ich hab 90 aufgezeichnet, das ist schon recht großzügig berechnet, aber wer weiß). Dann hab ich die Anzahl Kreise durchgestrichen, die ich in Jahren schon hinter mir habe. Jedes Jahr streiche ich also einen Kreis weg. Wenn ich mir das dann hin und wieder als Schema anschaue, dann wird mir immer bewusst, dass a) wir eigentlich gar nicht so viele Jahre zur Verfügung haben und b) doch schon einige Jahre verstrichen sind, im wahrsten Sinne des Wortes. Das soll mich immer wieder an den Wert meiner Lebenszeit erinnern. Und ob wir überhaupt 60, 70, 80, 90 Jahre alt werden, sei ja auch mal dahingestellt ...
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Alles eine Frage der Generation !?
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Jede Generation definiert für sich ganz neu, was jung und alt bedeutet. Ich gehöre zu einer Generation, die, glaube ich, ziemlich gut darin ist, lange jung zu bleiben oder sich zumindest so auszugeben. Umso mehr frage ich mich aber, wo hier die Grenze ist. Viele halten sich mit 34 für noch echt jung, fühlen sich wie 20, vergessen dabei aber, dass sie der 40 viel näher sind als der 20. Und mit 40 – pardon – ist man in meinen Augen nun wirklich nicht mehr jung. Man ist natürlich auch noch nicht richtig alt, aber jung eben auch nicht mehr.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Was nun?
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich glaube, wir fühlen uns immer jünger als wir de facto sind. Keiner sagt: „Ich bin erst 38, fühle mich aber schon wie mindestens 45“. Wohl eher andersherum. Vielleicht verbirgt sich dahinter eine Strategie, um nicht ständig der Wahrheit ins Auge sehen zu müssen, dass unser Leben endlich ist. Denn daran erinnert uns unser Alter doch eigentlich. Sonst wäre es ja bedeutungslos. Und vielleicht ist diese Strategie ganz gut so. Vielleicht ist es wirklich ratsam, sich nicht zu sehr auf diese Zahl, die sich aus irgendwelchen Daten auf deinem Personalausweis ergibt, zu versteifen. Denn hey, wie gesagt, das Leben findet subjektiv statt. Was für den einen gerade dran ist, kann für den anderen der völlig falsche Zeitpunkt sein, egal ob Studium, neuer Job, Hausbau, Familienplanung oder Renteneintritt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Don't waste your time
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Trotzdem sollten wir diese Zahl auch nicht ganz vernachlässigen. Denn das kann sich wie eine Super-Prokrastination auf alle möglichen Lebensbereiche auswirken. Ebenso wie ich glaube, dass wir uns immer jünger fühlen als wir sind, glaube ich auch, dass wir uns selten bereit zu neuen großen Lebensaufgaben fühlen. Vieles von dem, was wir wagen, fühlt sich genauso auch an: wie ein Wagnis. Die Gefahr ist, dass wir das, was eventuell als nächstes anstehen würde, zu weit nach hinten verschieben, weil wir uns noch nicht bereit dazu, eben zu jung, fühlen, und wir am Ende in der Summe unser ganzes Leben immer nur nach hinten verschoben haben. Wie tragisch das wäre! Das will ich nicht. Deshalb denke ich, ist es auch wichtig, sich nicht zu sehr auf dem Satz auszuruhen „Man ist immer nur so alt, wie man sich fühlt“, sondern stattdessen auch mal wirklich vorwärts zu leben. Neues anzupacken und loszulegen.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Hmm, jetzt haben alle meine Gedanken meine Ausgangsfragen nicht wirklich beantwortet. Aber das muss vielleicht auch nicht sein. Vielleicht genügt es schon, sich die Fragen immer wieder zu stellen und dann irgendwo in der Mitte zwischen „noch jung“ und „schon alt“ den Antworten zu begegnen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 22 Feb 2021 22:24:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/wie-alt-sind-eigentlich-junge-leute</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Better together</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/better-together</link>
      <description>Was es bedeutet, Wegstrecken zu teilen</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Better together
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           W
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           as es bedeutet, Wegstrecken zu teilen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Geschichte der Emmaus-Jünger neu entdeckt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz kurze Zusammenfassung, für die, die die Geschichte noch nicht kennen: Jesus schließt sich zwei Jüngern an, die gerade unterwegs von Jerusalem nach Emmaus sind. Sie erkennen ihn aber nicht und er gibt sich ihnen auch nicht zu erkennen. Er beginnt sie zu fragen, was sie beschäftigt und sie unterhalten sich darüber (Lukas 24, 13-34).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein paar Dinge über Gott, die mir im Zusammenhang mit dieser Story wichtig geworden sind, habe ich ganz neu verstanden und teile sie gerne mit euch:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott priorisiert: Dass er unsere Wegstrecke mit uns mitgehen kann, ist für ihn wichtiger, als uns sofort zu belehren, zu kritisieren, direkt aufzuräumen oder uns zurechtzudiktieren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott möchte unser Vertrauen. Er liebt und schätzt es so sehr, wenn wir ihm das schenken
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Er möchte wissen, was uns auf dem Herzen liegt, denn er interessiert sich für uns
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gott ist für uns da, hört uns zu, sieht uns an und geht mit uns unseren Weg mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Emmaus ist für mich zu einer der vielen Stellen in der Bibel geworden, wo Gott uns zeigt, dass er einfach gerne mit uns unterwegs sein will. Jesus ging hier nicht auf die zwei traurigen Jünger zu und sagte: „Hey Leute, andere Richtung! Dreht sofort um! Ich bin es, Jesus, und ich sag euch jetzt, wo es lang geht.“ Nein, Jesus ging den Weg der Jünger mit. Er ging ihren Weg mit. In ihrem Fall, den Weg der Traurigkeit und Enttäuschung. Und dabei verlangt er gar nichts von ihnen, sondern bietet sich als guten Freund an, der einfach da ist. Wow, das berührt mich irgendwie: Dass Gott
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            unseren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weg mit uns gehen will. Er steht nicht da und sagt: „Jetzt komm mal hierher auf meinen Weg und zuerst möchte ich, dass du dies und jenes änderst und erst dann können wir schauen, ob wir miteinander ins Gespräch kommen können und ob das mit uns überhaupt etwas wird.“ Nein, er geht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            unseren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weg mit. Will unser Wegbegleiter sein. Kommt dorthin, wo wir gerade stehen. Holt uns dort ab, wo wir sind. Nimmt uns an, wie wir sind. Egal, ob wir gerade enttäuscht und überfordert wie die Emmaus-Jünger sind. Egal, ob wir weit weg von Gott sind oder gar überhaupt nicht an ihn glauben. Wenn wir ihn lassen, zeigt er uns langfristig sicherlich den Weg, den er für uns sieht, denn er hat grandiose Aussichten im Gepäck. Aber er zwingt uns das nicht auf und vor allem: das steht bei ihm nicht an erster Stelle. An erster Stelle steht, dass er bei uns sein will.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist dieses „Gemeinsam-unterwegs-Sein“ nicht das, worum es auch in unserem Leben mit anderen Menschen geht? Ich glaube, viele Menschen – auch diejenigen, die nicht an Gott glauben – würden dem zustimmen: Miteinander unterwegs zu sein. Sich aufeinander einzulassen. Sich unserem Gegenüber zu öffnen. Unsere Verletzlichkeit zu zeigen. Ehrlich zueinander zu sein. Aufrichtig interessiert zu sein am anderen und mitzufühlen. Da zu sein. Darum geht’s doch. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Anstatt mit Scheuklappen seinen eigenen, vielleicht einsamen Weg zu gehen. Nicht nach rechts und links zu schauen. Für sich zu bleiben. Sich zu verschließen aus Angst, sich verletzbar zu machen, enttäuscht zu werden oder sein Gesicht zu verlieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Findet das wahre Leben nicht dort statt, wo wir Beziehung ausleben?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wo wir Wegstrecken miteinander teilen? Uns gegenseitig zuhören, ansehen, füreinander da sind? Manche dieser gemeinsamen Wegstrecken sind nur sehr kurz, andere überdauern mehrere Jahre und wieder andere gehen sogar bis zum Ende unseres Lebens, nämlich dort, wo wir Menschen haben, die zu unseren dauerhaften Wegbegleitern werden und wir dasselbe für sie sind. In dieser Zwischenmenschlichkeit findet doch das Leben statt, das es so kostbar macht. Oder?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube, Gott ist ganz schön flexibel. Ich frage mich, warum in vielen Köpfen das Bild herrscht (zumindest kommt mir das so vor), dass Gott ein ganz strenger, festgefahrener Typ ist, der fest fixiert dasteht und auf uns herabschaut. Gott ist ein Gott der Bewegung. Er bewegt sich, um uns zu bewegen. Das ist auch eine der Eigenschaften, die mich am meisten an ihm begeistern. Wenn ich in die Bibel schaue, sehe ich, dass Gott schon immer so war. Dass er schon immer einfach mit seinen Menschen unterwegs sein wollte, für die er natürlich größere Ziele hat und sie auch dorthin führen will, aber es ging ihm vorrangig schon immer um dieses Vertrauensverhältnis. Dafür opfert er auch vieles (nicht zuletzt ja sich selbst) und geht viele Kompromisse mit seinen Leuten ein. Nicht, weil er menschliche Wünsche und Ideen immer so super findet oder weil wir immer alles gut und richtig machen. Nee, weil er uns liebt und sich danach sehnt, dass wir ihm vertrauen und unser Herz mit seinem Herzen im Austausch steht. Es ging Gott schon immer darum. Er wollte uns. Einfach uns. Und um uns zu umwerben, hat er sich schon immer als sehr flexibel und grenzenlos gezeigt. Als ein Gott, der liebevoll bittet, unser Freund sein zu dürfen. Also weg mit dem Bild von einem verstaubten, strengen, unerbittlichen, langweilenden Gott. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gott ist ein Gott, der unterwegs ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unterwegs zu uns, unterwegs mit uns, unterwegs in dieser Welt – und ich glaube, da hat er alle Hände voll zu tun, aber ich bin mir sicher, er liiiiiebt seinen Job &amp;#55357;&amp;#56842; Aber okay, zurück zum Thema. Gott kommt zu uns und geht mit, wenn wir ihn lassen. Als Freund und Wegbegleiter, der uns das geben will, wonach wir uns doch sehnen: Aufmerksamkeit und Annahme.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Unser Gott ist ein Beziehungs-Gott. Auch das wird mir durch diese Geschichte erneut bewusst. Denn wenn das Leben zwischen Mensch und Mensch in Beziehung stattfindet, dann findet auch das Leben zwischen Gott und Mensch in Beziehung statt. Und wenn ich glauben kann, dass ich von diesem Gott geschaffen wurde, der ja selbst schon immer in seiner Dreieinigkeit Beziehung lebt, dann wird mir auch klar, warum wir als Ebenbilder Gottes, also Kreaturen, die ihm vom Wesen her sehr ähnlich sein müssen, ebenfalls solche Beziehungswesen sind und dass das im Kern das ist, was uns ausmacht: unsere Beziehungsfähigkeit. Irgendwie logisch, dass sich dann hieraus auch unsere innigsten, „kernigsten“ Bedürfnisse ableiten: Der Wunsch, gesehen, gehört, geliebt zu werden und dasselbe geben zu können. Dementsprechend muss die Einsamkeit wohl einer unserer größten Feinde sein. Denn bei Gott gibt es keine Einsamkeit, Gott war nie allein und wird es nie sein, weil er ja quasi immer zu dritt und doch eins ist und auch ohne uns Menschen in dieser unbegreiflichen Konstellation der Dreieinigkeit schon seit jeher Beziehung lebt. Kein Wunder also, dass auch wir Menschen Einsamkeit nur schwer ertragen können, wo wir doch vom Wesen her offensichtlich nicht dafür gemacht sind. Corona lässt viele von uns das allzu sehr spüren.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wenn ich mich in dieser Welt umschaue, dann trifft das alles ziemlich genau den Nagel auf den Kopf. Man könnte wirklich meinen, die ganze Menschheit sei bestimmt von diesen Sehnsüchten, die sich leider oft in unguten Ergebnissen zeigen: Machtmissbrauch, Manipulation, ungesunde Beziehungen, Sex für Geld, Wut, Hass, Enttäuschung, Egoismus … und das alles aus der Angst heraus, zu kurz zu kommen und nicht wichtig genug zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich glaube, wir sollten öfter ganz bewusst Wegstrecken mit anderen mitgehen und echte Beziehungen leben. So wie Gott uns das vormacht:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Better together!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp-cdn.multiscreensite.com/md/unsplash/dms3rep/multi/photo-1542553759-662909b5d7b9.jpg" length="435485" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 22 Jan 2021 10:45:25 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Corona-Debatten oder: Ein Hoch auf die Demokratie!</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/corona-debatten-oder-ein-hoch-auf-die-demokratie</link>
      <description>Wie diese Krise den Wert unserer Demokratie offenbart</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Corona-Debatten oder: Ein Hoch auf die Demokratie!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kein Thema bewegt uns in diesen Monaten so sehr wie Corona. Ich kann es schon gar nicht mehr hören. Trotzdem ist mir ein Aspekt bei all den Corona-Debatten bewusst geworden, zu dem ich hier mal etwas sagen will. Ich möchte keine Stellung beziehen zum Thema Corona selbst und Corona-Maßnahmen. Ich möchte mich weder auf die eine Seite noch auf die andere Seite stellen. Nicht auf die Seite der Corona-Maßnahmen-Gegner, der Corona-Testverweigerer und künftigen Corona-Impfverweigerer. Und nicht auf die Seite derjenigen, die mit der Angst kooperieren und die Corona für absolut vernichtend halten und gerne noch viiiel strengere Maßnahmen hätten. Ich möchte versuchen, beide Seiten nachzuvollziehen und will mich irgendwo in der Mitte aufhalten. Das gelingt mir nicht immer, aber der Wille zählt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Eins ist mir aber klar geworden: Es gibt so viele verschiedene Meinungen zu Corona, man könnte ewig darüber diskutieren, alle möglichen Aspekte aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und würde sich doch nie einig werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Und das ist gut so!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich finde das, ehrlich gesagt, beruhigend! Denn offensichtlich leben wir in einem Land, in dem über so wichtige Themen ausführlich diskutiert, heftig debattiert und auch mal gestritten wird und das macht eine Demokratie schließlich aus! Das ist der Puls der Demokratie, der mal schneller, mal langsamer schlägt, aber Puls bedeutet Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wo wir nicht aufhören zu debattieren, da sind wir noch aufmerksam. Da denken wir mit. Da stellen wir Fragen und da geben wir Antworten. Da ringen wir noch. Das ist ein gutes Zeichen, denn es ist das Lebenszeichen der Demokratie. Ich glaube, es ist so wichtig, dass wir nicht damit aufhören.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Denn Demokratie bedeutet ein beständiges Ringen um einen guten Weg für uns.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich glaube, wir müssen immer wieder neu lernen, den Regierenden in unserem Land zu gehorchen. Aber genauso immer wieder lernen, aufzustehen, wo nötig. Denn
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            machen Politik.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind Politik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Du und ich und jede(r) einzelne von uns. Wir tragen Verantwortung. Verantwortung, aufmerksam zu beobachten, was um uns herum passiert, was mit uns geschieht, wozu wir „Ja“ und wozu wir „Nein“ sagen wollen. Gehen wir dieser Verantwortung nach. Du und ich und wir alle.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lasst uns weiterhin im Austausch miteinander sein – mutig, ehrlich, hitzig, aufrichtig und authentisch!
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Lasst uns unsere Hoffnungen, Ziele, Wünsche teilen, aber auch unsere Befürchtungen, Sorgen und Ängste! 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Lasst uns dieses Ringen um einen guten Weg bewahren!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Solange wir nicht damit aufhören, gibt es noch Hoffnung, und so sehr mir die Debatten um Corona auch auf die Nerven gehen, so sehr beruhigen sie mich auch. Denn mit jeder dieser Diskussionen, die in unseren Wohnzimmern, an unseren Arbeitsplätzen, auf unseren Straßen und in unseren Regierungskabinetten stattfinden, ringen wir nicht nur um Corona-Maßnahmen. Nein, wir ringen um unsere Demokratie selbst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Und das ist gut so!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           „Demokratische Freiheit ist auch in stürmischen Zeiten der beste Kompass."
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            (Richard von Weizsäcker)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.“  (Thomas Jefferson)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp-cdn.multiscreensite.com/md/unsplash/dms3rep/multi/photo-1454923634634-bd1614719a7b.jpg" length="498275" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 16 Dec 2020 14:15:29 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Buch deines Lebens</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/das-buch-deines-lebens</link>
      <description>Hier geht's um das wohl bekannteste Buch aller Bücher: die Bibel. Ich habe mal einen kleinen Gedankenausflug dazu unternommen ...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Das Buch deines Lebens
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           In letzter Zeit beschäftige ich mich wieder mehr mit der Bibel. Das war nicht immer so. Tatsächlich bin ich eher jemand, der sich manchmal sogar ein bisschen schwer tut mit der Bibel. Ich bin gläubig, aber manchmal kann ich mit der Bibel konkret nicht ganz so viel anfangen. Früher schon war das so, dass ich Bibellesen manchmal eher als eine Pflicht, ja fast schon ein lästiges To-Do empfunden habe, obwohl ich mich als absolut überzeugte Christin beschreiben würde. Ich wusste, dass es gut ist, sich mit ihr auseinanderzusetzen und in ihr zu lesen, weil wir dabei über Gottes Wesen lernen können und Gott uns darin begegnen kann. Ich wusste aber auch, dass es eben keine Pflicht, kein Muss, kein Kriterium fürs Christsein ist. Und trotzdem hab ich mich selbst damit vielleicht immer ein bisschen unter Druck gesetzt und dachte oft: „Du solltest mal wieder in der Bibel lesen …“. Ich denke auch, dass das nicht schlimm ist, denn ich glaube, dass jeder Christ und jede Christin unterschiedliche Gaben und Leidenschaften hat oder auch einfach unterschiedliche Zugänge zum Glauben und zu Gott selbst. Einige können gut von Gott erzählen, manche beten sehr häufig, andere begegnen Gott vielleicht auf emotional-spiritueller Ebene und wieder andere eher auf rational-intellektueller Ebene. Manche lesen sehr leidenschaftlich in der Bibel und andere tun sich damit etwas schwerer. Ich zähle mich also zu letzteren und ich denke, das ist voll okay, auch wenn Bibellesen natürlich schon etwas sehr Grundlegendes ist, weil Gott selbst uns die Bibel an die Hand gegeben hat, damit wir ihn finden können. Aber naja. Ich bin dafür eine echte Beterin; ich bete sehr häufig und gerne und spreche mit Gott über alles. In letzter Zeit jedenfalls interessiere ich mich wieder mehr für die Bibel und ziehe sie oft heraus, um irgendwas nachzulesen oder auch gezielt darin zu stöbern (Kann man gezielt stöbern?? Ich weiß es nicht, but you know what I mean).
           
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://irp-cdn.multiscreensite.com/145bd03d/dms3rep/multi/PC103214_bearbeitet.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Neulich dann, als ich sie gerade wieder beiseitelegen wollte, kam mir ein Gedanke:
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Wie cool wäre es, wenn es in der Bibel ein Buch gäbe, das extra für mich wäre und das dann natürlich auch meinen Namen tragen würde, so wie die ganzen Bücher in der Bibel. Dann gäbe es neben Mose, Jeremia oder Micha auch das Buch Annalena. In diesem Buch stünde dann alles drin, was ich über mein Leben wissen muss. „Dann wäre es viel einfacher, die Bibel zu lesen“, dachte ich mir, „weil ich sofort wüsste, welches Buch konkret für mich gedacht war, welche Zeilen ich am häufigsten lesen sollte.“ Wie cool und verrückt wäre es, wenn jeder Mensch so ein eigenes Buch in der Bibel hätte? Das wäre dann das Buch über dein Leben für dein Leben, in dem Gott speziell zu dir spricht, auf eine Art, die du verstehen kannst und die zu deinem Leben passt – klar, wie es sich für das Buch deines Lebens gehört. Ich stellte mir das vor wie eine Art Bedienungsanleitung für mein Leben von dem, der mich besser kennt als ich mich selbst kenne und der natürlich schon ganz genau weiß, was in meinem Leben auf mich zukommen wird, entsprechend passend wäre der Inhalt. Aber viel mehr noch als das stellte ich mir das Buch vor wie ganz persönliche Worte vom Schöpfer des Universums an mich – Worte der Liebe, der Ermutigung, des Zuspruchs, des Verständnisses und des Mitgefühls extra für mich! Worte von Gott nur für mich, weil er ja genau weiß, wie ich ticke und was ich brauche.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Meine Gedanken gingen noch weiter: Es wäre doch schön, wenn auf dem Bibelcover dann wenigstens mein Name stehen würde, wenn der Inhalt schon für alle derselbe ist. Dann wäre das wenigstens noch ein bisschen persönlicher. Ich stellte mir Gott vor, wie er jedem Menschen zur Geburt eine Bibel schenkt, auf der der Vorname liebevoll von ihm eingraviert oder eingeritzt oder kunstvoll darauf gemalt wäre. Und diese Bibel würde dann jeder Mensch zur Geburt bekommen und wüsste später: „Aha, das ist also das Buch meines Lebens!“ Ist natürlich Quatsch, denn so läuft das ja nicht. Aber denken darf man ja alles.
             
                        &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
                        
            Dann jedenfalls ist mir aufgefallen, dass wir so etwas ja quasi tun, wenn wir jemandem eine Bibel mit seinem oder ihrem Namen darin überreichen, z.B. den Konfirmanden. Oder auch, wenn wir – einfach so – eine Bibel an jemanden verschenken und vorne den Namen eintragen oder wenn wir selbst unseren Namen in unsere Bibel eintragen. Das ist sozusagen wie eine stellvertretende Widmung vom Autor, von Gott! Wir überreichen die Bibel, aber gewidmet ist sie von Gott. Crazy! Dann ist das wirklich mein Buch! Für mich persönlich.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Das Buch über mein Leben für mein Leben
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           . Wie schön!
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Dieser kleine Gedankenausflug hat meine Sicht auf die Bibel echt bereichert. Ich sehe sie jetzt mit ganz anderen Augen. Und wisst ihr, was ich direkt danach getan habe? Ich habe meinen Namen vorn in meine Lieblingsbibel
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           (s. Foto, Werbung)
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            eingetragen bzw. gelettert.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Auch für dich gilt: Die Bibel ist dein Buch! Das Buch deines Lebens. Über dein Leben. Für dein Leben. Extra für dich! Hast du schon mal einen Blick hineingeworfen? Der Autor gibt übrigens auch Interviews.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 10 Dec 2020 23:25:39 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Lebst du noch?</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/lebst-du-noch</link>
      <description>Was Corona mit mir macht ...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lebst du noch?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nein, wir sind hier nicht im Möbelhaus, nicht in einem schwedischen und auch in keinem anderen. Und trotzdem: Lebst du noch? Du, ja du! Der du seit Monaten in einer von Corona geplagten Welt lebst, voller Einschränkungen, Unsicherheiten, voll Verzicht, Angst und Sorgen, Schwierigkeiten, zerplatzten Realitäten, offenen Träumen, ungewissen Vorhaben, Misstrauen, Wut und Verzweiflung und all den unausgesprochenen Gefühlen, die eine Pandemie mit sich bringt: Lebst du noch? Oder existierst du nur noch? Eine zynische, aber dennoch berechtigte Frage in dieser Zeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich schreibe diese Zeilen mitten aus einem trüben Sonntagabend in meinem Corona-Leben, zwischen Lockdown No. 2 und Quarantäne. Es sind müde Gedanken, die von einer tiefen, schweren Traurigkeit begleitet werden. Ein Gefühl überwiegt heute Abend: Ich kann nicht mehr. So viele Monate schon habe ich ausgeharrt. Wie wir alle. Abgewartet und ausgehalten und wieder abgewartet und wieder ausgehalten. Noch ein bisschen länger und noch länger, und dann noch ein bisschen mehr und noch ein bisschen länger. Ich komme mir vor wie beim Zahnarzt, wo einem nur kurz eine schmerzende Stelle ohne Betäubung repariert wird: Es tut weh und man sagt sich: „Nur ganz kurz noch aushalten, dann ist es vorbei.“ Und wenn es erst einmal vorbei ist, ah, wie schön ist dieses Gefühl, wenn der Druck verschwindet und der Schmerz nachlässt. Dann ist es geschafft. Auf diesen Moment warte ich bei Corona schon seit Monaten. Ich komme mir vor wie in einer nicht enden wollenden Behandlung, die „kurz“ weh tut, aber gleich wieder vorbei sein wird. Nur noch kurz aushalten. Kurz. Aber Corona ist nicht kurz. Corona geht schon so lange. Ich will, dass Corona jetzt schnell zu Ende geht, doch mein Kopf weiß, dass das nicht so schnell passieren wird, und genau das ist das Anstrengende. Ich glaube, was uns an Corona so anstrengt, ist die Tatsache, dass wir nicht wirklich aktiv viel tun können, um diese Pandemie zu überwinden. Wir müssen viel mehr Aushalten als Tun. Stillhalten anstatt anzupacken. Abwarten anstatt zu kämpfen. Abstand halten anstatt zusammenzuhalten. Mann, das liegt uns gar nicht! Ich glaube, es ist viel einfacher für uns, in Schwierigkeiten offensiv nach vorne in die Schlacht zu ziehen anstatt zu versuchen, ruhig zu Hause zu sitzen und zu warten, bis es vorbei ist. Warten! Wer tut das schon gerne? Kriegen wir nicht alle innerlich schon die Krise, wenn es beim Arzt heißt „Sie dürfen sich noch eine Weile ins Wartezimmer setzen“? Oder wenn wir auf einem dieser wundertollen Ämter eine Nummer ziehen müssen und es heißt „Bitte warten Sie, bis Sie aufgerufen werden“? Wer wartet denn schon gerne? Warten ist furchtbar anstrengend, weil wir beim Warten stillhalten müssen. Wie bei Corona.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute Abend ging mir dann diese Frage durch den Kopf. Lebst du noch? Leben wir noch? Und wenn ja, wie? Was bedeutet eigentlich Leben? Gute Frage. Leben wir nicht schon seit Monaten ein Leben, das – berechtigterweise (Ausrufezeichen, aber auch Fragezeichen) – viel mehr auf Existieren abzielt als auf Leben? Ist irgendwann vielleicht der Punkt erreicht, an dem wir sagen müssen: „Stopp! Hier lebt doch niemand mehr! Wir sind doch nur noch kleine Menschlein, die vor sich hin existieren!“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jaja, ich weiß, wir jammern in Deutschland auf hohem Niveau. Das ist richtig. Aber wir jammern trotzdem und ich finde, das ist hin und wieder auch völlig in Ordnung! Ich finde nämlich, wir sollten uns zugestehen, auch mal rumzujammern, zu weinen, verärgert zu sein, uns gestresst zu fühlen, überfordert zu sein oder sonst auf irgendeine Weise so zu empfinden, wie wir uns oft nicht haben wollen; das zu zeigen, was wir nicht zeigen wollen aus Angst, unser Gesicht zu verlieren; schwach zu sein in dem Wissen, dass wir nicht immer die starken Helden spielen müssen. Und das Ganze: UNABHÄNGIG VON UNSEREN UMSTÄNDEN! Ich finde es nämlich meistens nicht hilfreich, wenn einem ständig eingeredet wird, man hätte ja keine Berechtigung so oder so zu denken oder zu fühlen, weil man ja in Deutschland lebt und deshalb immer glücklich sein muss. So etwas kann eventuell mal hilfreich sein, wenn es darum geht, sich damit selbst einen Tritt in den Hintern zu verpassen und sich zuzureden: „Stell dich nicht so an! Streng dich an! Reiß dich mal zusammen!“ Aber nicht immer. Vor allem ist es meistens dann nicht hilfreich, wenn man es von außen aufgebrummt bekommt. Ich habe nämlich bemerkt, dass wir uns damit alle gegenseitig enorm schwächen können, nicht nur in Bezug auf Corona, sondern auch in ganz vielen anderen Lebenssituationen. Ich habe in letzter Zeit ein bisschen darüber nachgedacht und dabei ist mir das so aufgefallen. Ich bin beispielsweise ein Mensch, der sich relativ schnell gestresst fühlt. Oft will ich mir das aber nicht zugestehen, weil ich denke, ich sei ein Versager, wenn ich jetzt sage, dass ich gestresst bin. Dann habe ich Gedanken im Kopf wie „Gestresst? Du? Wovon bist du denn bitteschön gestresst? Du hast ja noch nicht einmal eine Familie!“ Sowas denken bestimmt Eltern über Menschen wie mich: Kinderlose, die sich „gestresst“ fühlen. Eltern eines Kleinkindes fühlen sich bestimmt auch manchmal gestresst, müssen sich dann aber von Eltern mit zwei Kindern bestimmt hin und wieder anhören: „Gestresst? Du? Wovon bist du denn bitteschön gestresst? Du hast ja gerade mal ein Kind! Ein Kind ist kein Kind, das bisschen Arbeit macht sich ja quasi von allein!“ Für eine Mutter von fünf Kindern erscheint es aber sicherlich genauso lächerlich, dass sich die zweifache Mutter gestresst fühlt. Ein Zweipersonen-Haushalt denkt so bestimmt das ein oder andere Mal über Singles. Und so weiter und so fort. Das Problem an der Sache ist, dass wir ewig so weitermachen könnten, wenn wir einmal damit angefangen haben. Ein Quäntchen Wahrheit ist bestimmt an jedem dieser Vorwürfe dran, wie häufig. Trotzdem müssen wir damit aufhören! Jede und jeder von uns hat seine Daseinsberechtigung in dieser Welt und damit einher geht die Berechtigung für alle Gefühlsfacetten, die das Leben so mit sich bringt. Keiner von uns muss immer glücklich und zufrieden sein, stark sein, und immer super gut mit jeder Lebenssituation klarkommen. Wir dürfen auch schwach sein, traurig sein, uns gestresst fühlen, genervt sein, schlechte Laune und keine Lust haben, wütend und verzweifelt sein. Auch in Deutschland! Natürlich geht es uns objektiv gesehen hier in Deutschland echt gut im Vergleich zu vielen anderen Ländern. Aber das Leben findet nun mal subjektiv statt. Und da darf es uns auch mal richtig kacke gehen. Das ist okay! Völlig normal! Wir sollten das zulassen anstatt uns immer gegenseitig vorschreiben zu wollen, wie man das Leben besser zu leben hat. Es ist viel schöner, wenn wir uns stattdessen ermutigen! Aber dazu müssen wir erst einmal das aufkommen lassen, was da ist, das da sein lassen, was aus uns herauskommt, und dann können wir damit umgehen. Alle miteinander. Ich glaube während der Corona-Zeit spielt diese Haltung eine noch viel größere Rolle als bisher:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gnädig miteinander zu sein anstatt belehrend. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (De facto bin ich mit diesem Text auch ziemlich belehrend, sorry, aber irgendwie muss man seine Meinung hierzu ja zum Ausdruck bringen ...)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tja, und so bin ich zur Zeit dabei, alle hässlichen Gefühle da sein zu lassen, sie auf den Tisch zu legen und mit ihnen umzugehen. Sie aus mir herauszulassen fällt mir inzwischen leichter. Mit ihnen umzugehen fällt mir in dieser Krise zunehmend schwer. Richtig schwer. Was mich dann noch über Wasser hält, ist die Hoffnung, dass die Lage sich irgendwann einmal wieder bessern wird. Dass Corona vorbeigehen wird. Dass wieder andere Zeiten kommen werden, in denen das Leben leicht sein wird. Und so hoffe ich und warte (waaaahhh) auf bessere Zeiten …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie sieht das bei dir aus? Geht es dir ähnlich wie mir, dass du momentan das Gefühl hast, in manchen Bereichen gar nicht mehr richtig zu leben? Wie gehst du damit um? Woher nimmst du die Kraft, auszuhalten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp-cdn.multiscreensite.com/md/unsplash/dms3rep/multi/photo-1567637407743-fa0e9c61d709.jpg" length="822165" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 09 Dec 2020 14:05:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/lebst-du-noch</guid>
      <g-custom:tags type="string">Denkmensch,Coronaleben,Theo,Corona,Mensch,Philosophie,Blog,Nachdenken,Denk,Phil</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://irp-cdn.multiscreensite.com/md/unsplash/dms3rep/multi/photo-1567637407743-fa0e9c61d709.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pflanzengedanken</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/pflanzengedanken</link>
      <description>Ein paar Gedanken über Pflanzen und Menschen und was sie gemeinsam haben</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wachstum
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesen kurzen Text über Wachstum, zu dem mich unsere Pflanzen inspiriert haben, habe ich eigentlich schon im Sommer geschrieben. Aber da ich damals mit meinem Blog noch nicht so weit war, bekommt ihr ihn eben erst jetzt. Pünktlich zum Start in die Wintersaison als Reminder an die Sommerzeit:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf unserem Balkon stehen unsere Pflanzen. Dass sie jetzt im Sommer gerade so vor Kraft und Schönheit strotzen, war unser Ziel. Sie sollten wachsen. Aber was braucht es dazu eigentlich? Diese Woche habe ich kurz darüber nachgedacht und dabei sind mir einige Erkenntnisse zum Thema Wachstum gekommen. Here we go:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mischung macht's
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Damit eine Pflanze wachsen kann, braucht es viele Dinge unterschiedlicher Natur. Eine richtige Mischung aus vielem.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Man braucht Erde, in die man die Pflanze einpflanzt. Ein gesunder Nährboden ist elementar, in dem Wurzeln geschlagen werden können und der Festigkeit gibt. Stark genug, um zu halten, aber locker genug, um Freiraum zu lassen. Dann braucht es natürlich Wasser. Ohne Wasser kein Leben. Genügend, um zu erfrischen, aber nicht zu viel, um nicht zu ertränken. Dazu noch reichlich Sonnenschein, der Licht und Wärme gibt. Aber auch hiervon nicht zu viel. Tja, und dann gibt es auch Phänomene wie den Sturm. Dann gilt es, der Pflanze ausreichend Schutz zu geben, damit sie den Sturm gut übersteht. Man könnte diese Auflistung noch lange weiterführen und immer noch mehr ins Detail gehen und würde viele weitere Dinge finden, die für Pflanzenwachstum wichtig sind, aber ich denke, es ist klar, worauf ich hinauswill.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn so wie bei den Pflanzen ist das doch auch bei uns Menschen und mit dem Leben allgemein, oder nicht? Es ist abwechselnd immer von allem etwas dabei. Auch wir befinden uns mal auf der Sonnenseite des Lebens, genießen die Leichtigkeit und strahlen voller Freude und Schönheit. Aber an anderen Tagen regnet es in unserem Leben, eine trübe Brühe bestimmt den Alltag. Und manchmal stürmt es sogar! Angst, Unsicherheit oder auch Traurigkeit drängen sich dann in den Vordergrund und wir fragen uns, ob wir das gut überstehen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://irp-cdn.multiscreensite.com/145bd03d/dms3rep/multi/20200922_175340+%282%29.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Zeit bin ich manchmal etwas genervt von der Gießerei unserer Pflanzen, wobei das bei der überschaubaren Anzahl an Pflanzen auf unseren Balkonen fast lächerlich ist; und trotzdem ist es Arbeit. Man muss sie betüddeln und nach ihnen schauen, manchmal muss man schnell handeln, manchmal muss man geduldig abwarten, bis die nächste Phase eingeleitet ist. Manchmal muss man sie extra in den Regen stellen und manchmal schnell vor zu viel Regen und Sturm schützen. Nur dann können sie wachsen und dass sie das dann auch tun, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern viel mehr ein Geschenk.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oft geht es mir mit mir selbst wie mit diesen Pflanzen. Manchmal befinde ich mich in Dürrezeiten (unsere Pflanzen immer dann, wenn ich sie mal wieder vergessen habe zu gießen) und manchmal in Zeiten der Erfrischung und Erholung. Manchmal brauche ich jemanden, der nach mir sieht. Und manchmal komme ich ganz allein am besten zurecht. Manchmal muss ich raus an die Sonne, in den Regen, in den Wind. Und manchmal muss ich mich zurückziehen und kämpfe im Stillen mit dem Sturm. Oft reift dann im Verborgenen schon etwas, das später wachsen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Zeiten des Wartens wechseln sich mit Zeiten des Handelns ab.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Und ständig befinde ich mich in diesem Kreislauf aus immer wiederkehrenden Widersprüchlichkeiten, die sich doch alle gegenseitig bedingen und ohne einander nicht existieren könnten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unglaublich. Oder?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp-cdn.multiscreensite.com/md/unsplash/dms3rep/multi/photo-1517174780709-7ea39b5ce33e.jpg" length="256537" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 26 Nov 2020 17:29:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.denk-mensch.de/pflanzengedanken</guid>
      <g-custom:tags type="string">Gedanken,Sturm,Pflanzengedanken,Theo,Wachstum,Philosophie,Sonne,Gartenweisheit,denkbar,Phil,Regen,Pflanzen</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Entspann dich!</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/entspann-dich</link>
      <description>Was mich die Berge lehren. Eine kurze Reflexion unseres Kurzurlaubs im Allgäu.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Im September waren wir für ein paar Tage im Urlaub im Allgäu. Als wir dort unterwegs waren, ist mir aufgefallen, wie gut ich dort abschalten und runterkommen konnte. Hier ein paar Gedanken dazu:
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Während wir immer weiter die steilen Pfade hinaufsteigen, wird es mir immer bewusster: Es ist, als würde ich mit jedem Schritt ein Stück mehr zu mir selbst kommen. Hier auf dem Berg hat man einfach nichts um sich herum. Keine Menschen. Keine Autos. Keine Traktoren. Kein Lärm. Nur die Tiere und die Natur. Und man selbst. Stille. Man geht einen Schritt nach dem anderen und konzentriert sich ganz auf den Weg. Es ist anstrengend und man muss darauf achten, wohin man tritt. Da ist keine Ablenkung, aber auch keine Langeweile, sondern Erholung. Außer ein paar Kühen und immer wieder ein paar Wanderern begegnen wir dort niemandem. Man ist auf sich gestellt. Und ganz bei sich. Viel dabei haben wir nicht, denn man muss ja alles tragen. Wasser und ein bisschen Proviant. Einen Pullover und Blasenpflaster. Das war’s. Schlicht und einfach – schön! 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Nicht verfügbar
           
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Und noch etwas ließ ich unten stehen: die
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           ständige Verfügbarkeit
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            meiner selbst. Denn in den Bergen hat man keinen Empfang mit dem Handy. Ganz oben dann vielleicht wieder, aber nicht unterwegs. Man ist nicht erreichbar und kann selbst niemanden erreichen. Was für eine Befreiung! Offensichtlich hält mich das Smartphone doch mehr in Schach, als ich gedacht hätte. Das merkte ich jetzt, wo ich es quasi nicht mehr gebrauchen konnte. Im Alltag fühle ich mich oft getrieben: Selbst wenn ich in unserem Wohnort einen Spaziergang mache, schaffe ich es nicht, mich loszureißen von dieser permanenten Verfügbarkeit. Die Spaziergänge sind auch schön, aber ich erlebe nicht so eine Freiheit wie hier, denn bei diesen Spaziergängen habe ich mein Handy immer dabei, es könnte mir ja etwas passieren; und ich sehe auch ab und zu drauf, es könnte ja sein, jemand hätte mich erreichen wollen. Ständig setze ich mich unter Druck, es geht ums Leisten, Machen, Tun, ums Informiertsein und Informieren, ums Verfügbarsein. 
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Aber nicht hier auf dem Berg! Hier konnte ich einfach nur da sein. Herrlich! Ich meine, selbst wenn uns ernsthaft etwas passiert wäre, hätten wir keine Möglichkeit gehabt, per Telefon Hilfe zu holen. Den Gedanken fand ich heftig. Zu wissen, dass man ja auch nicht so schnell wieder vom Berg unten sein würde, denn selbst wenn man es eilig hätte, dauert der Abstieg eine Weile. Man wäre auch dann auf sich selbst oder auf Hilfe von anderen Menschen angewiesen gewesen. Und ein Krankenwagen kommt dann auch nicht. Eventuell die Bergrettung. Aber so einfach ist das in den Bergen ja alles nicht. Da ist man ziemlich
          
                    &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           ursprünglich
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            unterwegs. Back to the roots sozusagen. Man steigt auf den Berg hinauf und lässt allen Überfluss unten stehen.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Zunächst hat mich dieser Kontrollverlust verunsichert. Es fiel mir schwer, entspannt ohne Netz, Zivilisation und Technik unterwegs zu sein. Letztendlich hat mich diese Erfahrung aber total bereichert und befreit! Ich will jetzt bewusst öfter Kontrolle abgeben. Denn wenn wir ehrlich sind, haben wir doch sowieso nie wirklich die Kontrolle über unser Leben. Wir können unser Leben planen und gestalten und das ist auch toll. Aber die komplette Kontrolle haben wir nie. Warum also so sehr festhalten an vermeintlichen Sicherheiten, die am Ende des Tages doch keine sind?! 
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://irp-cdn.multiscreensite.com/145bd03d/dms3rep/multi/20201118_225108-b075da58.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Let's lose control
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Wandern in den Bergen bedeutet, Kontrolle abzugeben und Ursprünglichkeit zu leben. Die Berge haben mich daran erinnert, dass wir öfter zurück in diesen ursprünglichen Zustand gehen sollten – nur der Mensch und die Natur. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Kein Lärm. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Keine Technologien. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Keine Verfügbarkeiten.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Und ganz wenig Kontrolle.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            ﻿
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp-cdn.multiscreensite.com/145bd03d/dms3rep/multi/P9112066.jpg" length="696117" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 17 Nov 2020 11:29:14 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Reichtum</title>
      <link>https://www.denk-mensch.de/reichtum</link>
      <description>Hier geht's ums Geld! Und um soooo viel mehr. Was bedeutet Reichtum?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Staubiger Boden. Volle Gassen. Kaputte Schuhe und dreckige Fingernägel. Alte Menschen, gezeichnet von schwerer Arbeit und von der Härte des Lebens. Junge Menschen meines Alters mit ausgefallenen oder schwarzen Zähnen und gefälschter „Markenkleidung“, weil das Original zu teuer wäre. Bildung: fehlgeschlagen. Zukunftsperspektiven: nicht besonders prickelnd. Dazu der ohrenbetäubende Lärm von ratternden Motorrollern gemischt mit dem Gestank der dazugehörigen Abgase, die nicht EU-konformen Abgaswerten entsprechen, und einem allgegenwärtigen säuerlichen Geruch der Hinterlassenschaften von Pferden, die 24/7 die Kutschen durch die Stadt ziehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das habe ich so letztes Jahr auf unserer Marokkoreise in Marrakesch erlebt. Einer der ersten Gedanken, die mir dabei durch den Kopf gingen, war: „Meine Güte, wie reich ich doch hier bin! Ich als Europäer mit dem starken Euro in der Tasche kann mir hier nun wirklich alles leisten! Ich bin die Queen!“ Und so wird man von den Menschen dort auch betrachtet. In meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken, als ich begann, mein Leben mit dem Leben der Marokkaner zu vergleichen: Ich bin wohlbehütet aufgewachsen, hatte Zugang zu Bildung, habe einen Job, einen Führerschein und ein eigenes Auto. Ich lebe gemeinsam mit meinem Mann ein angenehmes Leben in einer ziemlich hübschen und modernen Wohnung mit Niedrigenergiehausisolierung, permanent zur Verfügung stehendem sauberem, warmem Wasser, Heizung, zwei Balkonen und zwei Pkw-Stellplätzen in der Garage. Wahnsinn! Ich kam mir superreich vor! Und ich sag’s euch: Das war ich dort auch!!! Mit einem Mal kam ich mir so vor, als könnte ich nicht reicher sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seltsam. Denn zu Hause in Deutschland habe ich immer ein ganz anderes Bild von mir: „Ja, okay, Bildung habe ich, aber das ist ja normal. Und ich habe einen Führerschein und einen Job, aber das gehört ja heutzutage einfach dazu. Und ja, ich habe ein Auto, aber ein altes Auto, das gefühlt mehr in der Werkstatt als in der Garage steht, und über das ich mich so oft aufrege, mit seinen ständigen Mätzchen. Das ist ja nun wirklich nichts Besonderes. Und die Wohnung ist ja auch nur eine Mietwohnung, die gehört uns ja nicht ...“ So ungefähr sehen meine Gedanken dann aus und sie können ewig so weitergehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber hier in Marokko war plötzlich alles anders. Hier dachte ich mir: Es gibt so viele Menschen, die nicht einmal ordentliche Häuser haben, in denen sie selbst leben können, während wir sogar Häuser für unsere Autos bauen und sie „Garagen“ nennen! Ist das nicht verrückt!?? Plötzlich habe ich gesehen, wie reich ich bin! 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wenn ich reich wäre, dann würde ich …“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hast du dich auch schon mal bei diesem Gedanken ertappt? Wir malen uns aus, was wir uns kaufen würden, wenn wir so richtig reich wären, was wir tun würden, was wir nicht mehr tun würden, was wir anders tun würden. Verlockend, dieser Gedanke, nicht? Einmal Millionär zu sein. Geld in Hülle und Fülle zu haben. Große Häuser, tolle Autos und ganz viele hippe Klamotten zu besitzen. Luxus soweit das Auge reicht. Sich alles kaufen zu können, was es in dieser Welt zu kaufen gibt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Reichtum loswerden, weil mich das schon seit einer Weile beschäftigt. Wie definiert sich Reichtum? Wo fängt er an und wo hört er auf? Hört er auf? Wie wird man reich? Wird man reich? Oder ist man reich? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich an Reichtum denke, denke ich meistens zuerst ans Geld. Geld = Reichtum. So lautet doch die Formel. Das bringt uns oft auch dazu, viel Geld verdienen zu wollen, um dann viel sparen zu können, um dann viel Geld zu besitzen. Besonders hier unter uns Schwaben ganz typisch. Dann höre ich den Idealismus, der mir sagt: "Ach, Geld ist doch eigentlich gar nicht so wichtig. Es kommt nicht auf materiellen Besitz an!" Doch so ganz kann ich da auch nicht mitgehen. Geld ist wichtig, denn es sichert meine Existenz. Aber Geld und Materielles sind bei weitem nicht das Wichtigste, da stimme ich zu! Lange Zeit dachte ich immer, dass man Geld und nicht-materiellen Reichtum (z.B. gute Beziehungen, Frieden, Liebe, Zufriedenheit) voneinander trennen muss. Ich dachte, das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. Doch ich glaube, das ist ein Irrtum. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube, dass Reichtum dort beginnt, wo wir anfangen, ihn zu sehen. Gerade auch finanzieller Reichtum. Und auch hier dachte ich immer, dass das nur ein philosophisches Geschwätz von Menschen sei, die eigentlich auch sehr gerne sehr reich wären und die sich eben einreden müssen, dass materieller Reichtum ja gar nicht das Wichtigste ist, um ihre eigenen finanziellen Defizite zu überdecken. Inzwischen sehe ich das anders. Ich glaube, dass Geld unmittelbar mit nicht-materiellem Reichtum zu tun hat, ja, dass das eine aus dem anderen heraus entstehen kann. Ich glaube nicht, dass man reich wird. Ich glaube, dass man reich ist. Sofern man sich dazu entscheidet, seinen Reichtum zu sehen. Das mag sarkastisch und arrogant denjenigen gegenüber klingen, die am Existenzminimum leben und täglich zu kämpfen haben. So ist das nicht gemeint. Aber nach allem Nachdenken bin ich überzeugt davon, dass Reichtum erst – oder sollte ich sagen schon – dort beginnt, wo wir ihn sehen. Und das ist auch schon die gute Nachricht an der Sache: Ich kann einfach so ein reicher Mensch sein. Indem ich mich dazu entscheide. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube, dass hierin wirklich eine tiefe Wahrheit steckt. Es klingt irre und vielleicht wie leere Versprechungen für all diejenigen, die gerne Millionäre wären und es nicht sind. Aber ich glaube: Wir sind immer (nur) so reich, wie wir uns sehen. Was bedeutet also Reichtum? Bedeutet, Millionär zu sein, automatisch reich zu sein? Woran machen wir das fest? An einer Zahl? Und wenn ja, an welcher Zahl konkret? Ich glaube, man kann Millionär oder sogar Multimilliardär sein und trotzdem arm sein. Denn ich glaube, Reichtum hat ganz direkt mit Dankbarkeit zu tun. Nur wenn ich dankbar bin, kann ich reich sein. Oder viel mehr: Indem ich dankbar bin, bin ich reich. Dankbarkeit sorgt dafür, dass mein Blick weggelenkt wird von meinen Defiziten hin zu meinem Reichtum. Selbst wenn ich nur fünf Euro habe, kann ich dankbar dafür sein. Das kann mir keiner nehmen. Diese Wahl habe ich immer. Und diese Haltung entscheidet alles! Das klingt gewagt und sicherlich ist es auch nicht das, was einige von euch hören wollen. Aber ich glaube, dass da so viel Wahres dran ist! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           It’s all in our minds
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass selbst superreiche Menschen (superreich in dem Sinne, wie viele Menschen „superreich“ definieren würden, nämlich alle Millionäre und Multimilliardäre, also „per Zahlen reiche Menschen“), nicht automatisch reich sind oder zumindest nichts von ihrem materiellen Reichtum haben, ihn nicht genießen können, wenn sie nicht dankbar sind für die Millionen, die sie haben, und wenn sie nicht anfangen, ihren Reichtum zu schätzen. Denn auch sie haben immer die Wahl, auf ihre Defizite und Sorgen zu schauen oder dankbar auf ihren Reichtum zu blicken. Okay, man könnte vorwerfen, dass man ab einer bestimmten Gehaltsklasse keine finanziellen Defizite mehr hat und ich denke, da ist was dran. Aber trotzdem haben diese Menschen ja ein normales Leben mit normalen Sorgen, persönlichen Schwächen und in diesem Bereich auch Defizite wie jeder Mensch, und außerdem tragen sie in der Regel viel Verantwortung für all die finanziellen Reichtümer, mit denen es klug umzugehen gilt, das kann sicherlich auch zur Last werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage, worauf wir unseren Blick lenken, bleibt also.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Entscheidung kann auch ihnen keiner abnehmen. Denn eine dankbare Einstellung kommt nicht von allein. Es kommt nicht von selbst, dass man ab einem monatlichen Nettoeinkommen oder einem Vermögen von einem Wert X plötzlich dankbar für alles ist. Ich muss mich dazu entscheiden. Wenn ich mich also als superreicher Mensch zur Dankbarkeit entscheiden muss, dann muss ich es auch oder erst recht als nicht-so-superreicher Mensch. Und wenn ich als superreicher Mensch dankbar sein kann, dann kann ich es auch als nicht-so-superreicher Mensch sein. Denn was uns voneinander unterscheidet, was uns trennt, aber auch, was uns vereint, ist diese Entscheidung in unserem Kopf. In unserem Denken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Denn Reichtum fängt beim Denken an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man könnte sagen, Reichtum ist eine Frage der Einstellung. Das finde ich heftig! Und befreiend zugleich. Die Verantwortung, wie wir mit dem umgehen, was wir haben - sei es viel oder wenig - liegt bei jedem einzelnen von uns, auch die kann uns keiner abnehmen. Aber die Erkenntnis, dass ich mich zu einem dankbaren, Reichtum sehenden Leben entscheiden kann, birgt unglaublich viele Möglichkeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Ich denke, dass solch eine Dankbarkeits-Einstellung langfristig immer relativen finanziell-materiellen Reichtum nach sich zieht. Weil wir nicht fixiert sind auf unsere Defizite, sondern uns auf das konzentrieren, was wir schon haben. Das hat auch mit einer
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           positiven Einstellung gegenüber Geld
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu tun. Die meisten Menschen denken negativ über Geld, zumindest wirkt es so bei dem, was sie darüber sagen. Alle regen sich nur auf über Geld, ständig haben sie zu wenig davon und sowieso ist Geld ja echt etwas ganz Fieses. Ich sehe das nicht so. Geld ist etwas Gutes. Wir müssen aufhören, Geld zu verdammen. Geld gehört uns nicht, auch wenn wir noch so viel sparen. Es ist auf der Durchreise von einem zum anderen und unser Job ist es, sinnvoll mit dem Geld umzugehen, das momentan bei uns „vorbeikommt“, ehe es weiterreist. Ich glaube, solch eine Sicht lockert die Situation und unseren Umgang mit dem Thema Geld und Reichtum enorm. Und ich glaube, dass uns das guttut.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben die Wahl
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zurück zu meinen Erlebnissen in Marokko. Einige werden vielleicht denken, dass ich einen ganz normalen Kulturschock erlebt habe. Das stimmt. Und trotzdem will ich diesen nicht klein reden, denn er hat mir gewissermaßen die Augen geöffnet. Diese Reise hat mich folgendes gelehrt: Wenn ich in Afrika ein reicher Mensch bin, dann bin ich hier genauso reich. Ich muss es nur sehen. Denn was ich dort hatte, hatte ich ja auch noch, nachdem ich wieder zurück in Deutschland war. Nur die Umstände haben sich geändert. Der Lebensstandard ist ein anderer. Aber da bin ich schon wieder dabei, mich zu vergleichen. Und das ist auch der Grund, warum ich dann nicht mehr sehe, was ich alles habe. Wie reich ich bin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei allem Nachdenken über dieses Thema kam ich zu diesem Schluss:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich nicht dankbar bin für das, was ich heute schon habe, dann werde ich nie ein reicher Mensch sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oder anders herum formuliert:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst wenn ich dankbar bin für das, was ich HEUTE schon habe, werde ich jemals ein reicher Mensch sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben jeden Tag die Wahl, ob wir unseren Reichtum oder unsere Defizite sehen wollen. Und das entscheidet darüber, ob wir reich sind oder nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist immer wieder aufs Neue herausfordernd, unabhängig von der Menge unseres Besitzes. Insofern lautet meine neue Formel: Dankbarkeit = Reichtum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 15 Nov 2020 12:19:05 GMT</pubDate>
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